Partizipation vor Ort

22.4.2013

Placemat

Diese Unterrichtsmethode, die dem kooperativen Lernen zugeordnet wird, stimuliert die kognitive Aktivität der Schülerinnen und Schüler. Diese können zunächst alleine über ein Thema reflektieren und ihre Gedanken dazu notieren bevor dann ein Ideenaustausch mit den Gruppenmitgliedern stattfindet. Im Anschluss werden die Ideen strukturiert und weiterentwickelt.

Didaktische Hinweise



Diese Unterrichtsmethode, die dem kooperativen Lernen zugeordnet wird, stimuliert die kognitive Aktivität der Schülerinnen und Schüler. Diese können zunächst alleine über ein Thema reflektieren und ihre Gedanken dazu notieren bevor dann ein Ideenaustausch mit den Gruppenmitgliedern stattfindet. Im Anschluss werden die Ideen strukturiert und weiterentwickelt. Dies gibt den schüchternen Schülern die Möglichkeit sich ohne den Druck der Peergroup eine Antwort auf die Fragestellung zu überlegen. Des Weiteren lernen die Schüler eine gemeinsame Entscheidung zu treffen.

Vorbereitung

Aufstellen von Gruppentischen im Klassenraum.

Verlauf

Die Schülerinnen und Schüler finden sich an ihrem Gruppentisch ein, auf dem das Placemat (engl. für Platzdeckchen) bereitgestellt ist. Jeder Schüler hat ein Feld im Außenbereich, in das er seine Impulse zu einem Thema oder die Lösung zu einer Fragestellung notieren kann. Wenn alle ihre Ideen aufgeschrieben haben, tauschen die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen aus. Zu diesem Zweck wird das Placemat immer ein Feld weiter gedreht. Auf diese Weise erfährt jeder von den Gedanken der anderen. Zudem dürfen diese ergänzt und kommentiert werden. Befindet sich das Placemat wieder in der Ausgangsposition können die Schüler die Gedanken ihrer Mitschüler zu ihren Ideen lesen. Nun werden die Gedanken aller diskutiert und es werden drei Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, die im leeren Feld in der Mitte notiert werden. Zum Schluss können die Arbeitsergebnisse mehrerer Gruppen zum gleichen Thema miteinander verglichen und diskutiert werden.

Hinweise zur Durchführung

Die Gruppengröße sollte sich idealerweise auf vier Gruppenmitglieder belaufen. Je größer die Gruppe, desto höher wird der Zeitaufwand. Außerdem sollte gewährleistet sein, dass jeder Schüler auch ein eigenes Feld für seine Ideen hat.

Einsatzmöglichkeiten

Die Methode kann in nahezu jedem Unterrichtsfach eingesetzt werden. Sie ist insbesondere zum Einstieg in einen neuen Themenkomplex oder zur Erkundung einer neuen Fragestellung besonders für Schülerinnen und Schüler geeignet, die ansonsten in der üblichen Unterrichtskommunikation eher unsicher und schüchtern sind. Zudem werden im Austausch Ideen anderer wahrgenommen, kommentiert und nach ihrer Relevanz sortiert und im Gespräch mit der eigenen Gruppe weiterentwickelt, bevor sie im Plenum vorgetragen werden.

Literatur

Aus: Kooperatives lernen. Placemat – Das "Schweizermesser" des kooperativen Lernens, www.kooperatives-lernen.de (10.07.2012).