Partizipation vor Ort

Zielscheibe zur Evaluation

22.4.2013
Die Zielscheibenevaluation ist ein bildliches Evaluationsinstrument, bei dem die Schülerinnen und Schüler Rückmeldung zu einem vorangegangen Projekt oder zu einer vorangegangenen Arbeitsphase geben können. Hierbei werden die subjektiven Einschätzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler anonym auf einer Zielscheibe angegeben.

Didaktische Hinweise



Die Zielscheibenevaluation ist ein bildliches Evaluationsinstrument, bei dem die Schülerinnen und Schüler Rückmeldung zu einem vorangegangen Projekt oder zu einer vorangegangenen Arbeitsphase geben können. Hierbei werden die subjektiven Einschätzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler anonym auf einer Zielscheibe angegeben. Das Gesamtergebnis kann auf einen Blick betrachtet werden und bietet so die Möglichkeit einer gemeinsamen Betrachtung.

Vorbereitung



Auf einem Plakat, auf einer Tafel o. ä. wird die Zielscheibe aufgemalt. Dabei sollte sich die Lehrperson überlegen, wie viele Segmente die Zielscheibe haben sollte. Jedem davon ist ein Thema zugeordnet, welches an den jeweiligen Rand geschrieben werden kann (vgl. Abb. Zielscheibe). Die Themen können unter der Leitfrage: "Wie zufrieden war ich mit…" abgefragt werden. Mögliche Themen sind:
  • Zusammenarbeit in der Gruppe
  • Durchführung des Projekts
  • Wichtigkeit des Themas
  • der eigene Lernerfolg
  • Methodik
  • Motivation
Zur Bewertung der Themen müssen anschließend, wie bei einer Dartscheibe, Innenkreise eingezeichnet werden, die die Skalierung darstellen. Eine mögliche Skalierung ist:
  • dunkelgrün= sehr zufrieden
  • grün= weniger zufrieden
  • hellgrün= nicht zufrieden
Es können auch andere Skalierungen gewählt werden, jedoch sollte die Mitte der Zielscheibe immer den positivsten Bereich, im Sinne eines Volltreffers beim Dart, darstellen.


MaterialvorschauAbb. Zielscheibe

Durchführung



Die Schülerinnen und Schüler bekommen Klebepunkte oder Stifte um jeweils einen Punkt in jedem Segment zu markieren. Je näher sie sich zur Mitte der Zielscheibe positionieren umso positiver bewerten sie das abgefragte Thema. Wenn alle ihre Markierungen gemacht haben, kann über das Gesamtergebnis gesprochen werden. Dieses Gespräch sollte von der Lehrperson moderiert werden.

Einsatzmöglichkeiten



Diese Methode kann am Ende eines Projekts oder einer Unterrichtsreihe als Evaluationsinstrument eingesetzt werden. Es muss jedoch bedacht werden, dass bei der Abfrage ein Stimmungsbild der Gruppe erstellt wird, welches nicht das "warum" beantwortet. So bietet die Zielscheibe einen optimalen Gesprächsanlass.

Variationen



Die Methode kann nicht nur im Klassenraum mithilfe eines Plakats oder einer Tafel durchgeführt werden, sondern ebenfalls draußen. Auf dem Boden kann mit Gegenständen eine Zielscheibe markiert werden und die Schülerinnen und Schüler können ihre Punkte markieren, indem sie Gegenstände dort hinlegen. Es können gleiche Gegenstände verwendet werden, sodass die Abfrage wieder anonym durchgeführt wird. Wenn die Schülerinnen und Schüler eigene Gegenstände verwenden, sollte beachtet werden, dass die Anonymität nicht mehr gegeben ist.

Eine weitere Variation kann in Bezug auf die Themenbereiche stattfinden; diese können von den Schülerinnen und Schülern selbst vorgeschlagen werden.

Literatur

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb (Hrsg.): Lothar Scholz, Methodenkiste (2010), Evaluationsinstrumente I, www.bpb.de (06.03.2013), S. 60.
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb (Hrsg.): Auswertungszielscheibe, Evaluationszielscheibe, www.bpb.de/lernen/unterrichten (23.08.2012).
Ulrich Baer: 666 Spiele: für jede Gruppe, für alle Situationen. Seelze-Velber, 1994, S. 50.