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Literatur und Medientipps

15.1.2008
Tipps für weiterführende Literatur- und Medienangebote zum Thema "Integration".

Migration und Integration



Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (Hrsg.): Migrationsbericht 2006 im Auftrag der Bundesregierung, Stefan Rühl u.a. (Autoren), Berlin 2007.
Hiermit wird der fünfte Migrationsbericht vorgelegt, der zum zweiten Mal vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erstellt wurde. Er verfolgt das Ziel, durch die Bereitstellung möglichst aktueller, umfassender und ausreichend detaillierter statistischer Daten über Migration Grundlagen für die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung im Bereich der Migrationspolitik zu liefern.
Download des Migrationsberichtes (20.12.2007)

Butterwegge, Christoph / Hentges, Gudrun (Hrsg.): Massenmedien, Migration und Integration. Wiesbaden: VS verlag für Sozialwissenschaften 2006.
In der aktuellen Diskussion über Zuwanderung spielen die Massenmedien eine Schlüsselrolle. Medien liefern nicht nur (Zerr-)Bilder von Migrant(inn)en und ethnischen Minderheiten, die das Denken und Handeln der Einheimischen negativ beeinflussen, sondern prägen auch deren Haltung im Hinblick auf Modelle für das Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Eine kritische Medienpädagogik und die interkulturelle Medienbildung gehören daher zu Kernelementen politischer Bildung in der Einwanderungsgesellschaft. Das Buch bietet Praktikern verschiedenen Arbeitsfeldern, die mit Fragen von Migration und Integration befasst sind, eine Materialgrundlage und medientheoretische Reflexionen.

Finkelstein, Kerstin E.: Eingewandert. Deutschlands "Parallelgesellschaften". Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2003.
Seit den Zeiten der ersten "Gastarbeiter" ist die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Politik und Gesellschaft stellten sich erst spät und zögernd auf dieses Faktum ein. In wirtschaftlichen Krisenzeiten neigen viele Menschen dazu, die Ursachen für Konflikte und Probleme in der Zuwanderung zu sehen. Deren Vorteile für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Deutschlands werden dagegen eher ausgeblendet. Deshalb sollten wir mehr über die Zugewanderten in Deutschland wissen: Wo kamen und kommen diese Menschen her? Was führt sie hierher, und wie könnten die Chancen der Migration genutzt, die Konflikte minimiert werden? Kerstin E. Finkelstein hat mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedensten Zuwanderergruppen gesprochen. Ihre Porträts geben Einblicke in die Lebenswelt von Menschen, die untereinander oftmals nicht mehr gemeinsam haben als den nichtdeutschen Pass.

Hamburger Franz / Badawia, Tarek / Hummrich, Merle: Migration und Bildung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005.
Die Kinder der MigrantInnen sind wieder ins Gerede gekommen: Zwei PISA-Studien haben übereinstimmend gezeigt, dass ihre Bildungsbenachteiligung deutlich ausgeprägt ist und ihr relativer Schulmisserfolg stabil bleibt. Fatalerweise wird nun dieses Versagen der betroffenen Kinder beschrieben - nicht aber das Versagen des Systems, das solches Schulversagen nicht zu verhindern weiß. In den Beiträgen des hochaktuellen Sammelbandes werden die Bedingungen von Migration und Bildung in Deutschland genauer untersucht und der Versuch gemacht, wirkliche Lösungen für ein ernstes Problem zu formulieren.

Han, Petrus: Theorien zur internationalen Migration. Ausgewählte interdisziplinäre Migrationstheorien und deren zentralen Aussagen, Stuttgart: Lucius und Lucius 2006.
Das vorliegende Buch versteht sich als Grundlagenwerk, das Studierende, thematisch Interessierte und Politiker in relevante interdisziplinäre Theorien zur internationalen Migration einführt. Diese Theorien sind zugleich Spiegelbild und Steuerungsinstrument gesellschaftlicher Entwicklungen und dokumentieren die kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontexte der internationalen Migration.

Hell, Matthias: Einwanderungsland Deutschland? Die Zuwanderungsdiskussion 1998 – 2002. Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2005.
Die Frage nach der Einführung eines deutschen Einwanderungsgesetzes war eines der meist diskutierten Themen der ersten Legislaturperiode der Regierung Schröder. Hat die intensive Debatte zu einem echten Wandel in der Zuwanderungspolitik geführt oder lässt sich auch unter der rot-grünen Bundesregierung ein Festhalten an altbekannten Konstanten deutscher Ausländerpolitik beobachten? Wieso musste es zum Scheitern des ersten Zuwanderungsgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht kommen und wie ist die schließlich verabschiedete Fassung des Gesetzwerks zu bewerten? Diese zentralen Fragen beantwortet Matthias Hell mit Hilfe des diskursanalytischen Ansatzes aus einer übergeordneten Perspektive. Der Verlauf der Zuwanderungsdiskussion wird dabei in einen breiteren Zusammenhang gestellt und die strategischen Dimensionen politischen Handelns herausgearbeitet.

Herbert, Ulrich, Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. München: Verlag C.H. Beck 2001.
Saisonarbeiter, Fremdarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge - jeder dieser Begriffe markiert eine Etappe in der Geschichte der deutschen Ausländerpolitik. Erstmals zeichnet Ulrich Herbert in dieser Darstellung vom Kaiserreich bis zur Ära Kohl die Geschichte einer Politik nach, deren Ambivalenzen bis heute wirksam sind. Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Gestaltung der Ausländerpolitik kann das Buch des Freiburger Zeithistorikers Ulrich Herbert wichtige Orientierungshilfen bieten.

Kelek, Neclá: Islam im Alltag. Islamische Religiosität und ihre Bedeutung in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern türkischer Herkunft. Münster: Waxmann 2002.
Ist die muslimische Religiosität ein Integrationshindernis? Die Ergebnisse dieser Untersuchung über die Praxis und Bedeutung der muslimischen Orientierung von türkischen Migrantenjugendlichen erweisen Gegenteiliges: Sie bekennen sich einerseits sehr eindeutig zu ihrer muslimischen Religion, passen aber andererseits ihre religiöse Praxis überwiegend differenziert, individuell und pragmatisch an eigene Bedürfnisse und Lebensumstände an. Deshalb entwickeln die Jugendlichen erkennbar eigene Kulturmuster auch im Bezug auf ihre Religiosität.

Krüger- Potratz, Marianne (Hg.) : Zuwanderungsgesetz und Integrationspolitik. Göttingen: V & R unipress 2006.
Integration und Zuwanderungsgesetz lautete das Thema des 11. Forums Migration der Otto Benecke Stiftung. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge der Konferenz beleuchten aus politischer, politikwissenschaftlicher, rechtlicher, demographischer, sprachwissenschaftlicher und erziehungswissenschaftlicher Perspektive den aktuellen Stand der Integration in den verschiedenen Politikfeldern, zeigen Erfolge, aber vor allem die noch immer gegebenen Defizite auf.

Öztürk, Halit: Wege zur Integration. Lebenswelten muslimischer Jugendlicher in Deutschland (Kulturgeschichtliche Schriftenreihe des Institutes für Sportgeschichte). Bielefeld: Transcript, 1. Aufl., 2007.
Seit jeher zählt es zu den Gewissheiten des politischen Diskurses, dass die Integration muslimischer Migranten in westliche Gesellschaften durch ihren unterschiedlichen religiösen Hintergrund erschwert oder gar verhindert werde. Die empirische Studie von Halit Öztürk entlarvt diese vermeintliche Gewissheit als Vorurteil und zeigt vielmehr, wie religiöse Partikularität und Differenz den Integrationsprozess sogar befördern.

Richter, Michael: Gekommen und Geblieben. Deutsch-türkische Lebensgeschichten. Hamburg: edition Körber Stiftung 2003.
"gekommen und geblieben" ist eine Hommage an die erste Generation türkischer Einwanderer. Ohne dass die Studenten, Kaufleute, Handwerker oder politischen Flüchtlinge es geplant hätten, blieben sie schließlich über 30 Jahre in Hamburg. Sie berichten von harten Jahren in der Fremde, von schleichenden Gewöhnungsprozessen, von der Heimat ihrer Kinder und Enkel. Ihre Erfahrungen in Deutschland verknüpfen sie mit ihren Wurzeln in der Türkei. Der Journalist und Filmemacher Michael Richter hat diese bewegenden Erzählungen der türkischen Arbeitsmigranten aufgezeichnet. Er rückt damit ein Stück bundesdeutscher Geschichte in den Vordergrund, deren Akteure Beachtung und Würdigung verdienen.

Süssmuth, Rita: Streetsoccer und Co. Wie Integration gelingen kann. Hamburg: edition Körber-Stiftung, 1. Aufl., 2005.
Dass Integration mehr als ein bloßes Nebeneinander oder buntes Straßenfest ist, haben wir nur langsam gelernt. Aber während die einen noch klagen, haben sich in Schule und Nachbarschaft, in kleinen Gemeinden und Metropolen Initiativen entwickelt, die täglich beweisen: Integration ist machbar. Die Körber-Stiftung fördert praktische Ideen für ein interkulturelles Zusammenleben in Deutschland.Das Buch stellt erfolgreiche und nachahmenswerte Projekte vor, lässt Initiatoren und Beteiligte zu Wort kommen.

Zaimoglu, Feridun: Kanak Sprak. 24 Mißtöne vom Rande der Gesellschaft. Hamburg: Rotbuch Verlag, 2. Aufl., 1997.
Feridun Zaimoglu hat die wilden und radikal authentischen Bekentnisse junger Männer türkischer Abstammung aus der Sprache dieser 'Kanakster', einer Mischung aus heimatlichen Dialekten und Straßendeutsch, in all ihrer Härte und Poesie in ein lesbares, nahezu hörbares Deutsch übertragen: Ein schriller, anarchischer Kanon der Misstöne aus dem Kosmos von Kanakistan, einem unbekannten Landstrich am Rande der deutschen Gesellschaft - ein veritables und kräftiges Stück Literatur.