Schultafel

9.7.2018 | Von:
Ltd. Ministerialrat Dr. Norbert Reichel

Partizipative, an Lebenswirklichkeit knüpfende Elementen in Richtlinien, Lehrplänen und Schulwirklichkeit

Was ist zu tun? Von wem und wie?

Die zentrale Frage lautet, wie es Schule gelingen kann, als Lern-, Lebens- und Sozialraum SchülerInnen solche Erfahrungen zu ermöglichen. Oder präziser: Wo und wie können sich SchülerInnen an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Schullebens beteiligen?

Politik- und Demokratielernen findet nicht nur im Unterricht bestimmter Fächer statt, sondern ist sehr viel wirksamer, wenn es mit unmittelbarem Erleben und persönlicher Erfahrung einhergeht. Die zentrale Frage lautet, wie es Schule gelingen kann, als Lern-, Lebens- und Sozialraum SchülerInnen solche Erfahrungen zu ermöglichen. Oder präziser: Wo und wie können sich SchülerInnen an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Schullebens beteiligen? In dem Entwurf für eine Neufassung der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz zur Demokratiebildung wird daher den Ländern u.a. Folgendes empfohlen:
  • Befähigung der Schulen, demokratische Gremien und Arbeitsformen, die SchülerInnen Entscheidungsspielräume eröffnen und echte Beteiligung ermöglichen, zu entwickeln und umzusetzen, sowie Unterstützung der Schülervertretungen auf allen Ebenen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte, beispielsweise auch durch die Einrichtung und Stärkung von Jugendparlamenten oder anderer innovativer Partizipationsformen,
  • Ermutigung und Unterstützung der Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Formen der Partizipation und des bürgerschaftlichen Engagements (z.B. Peer-to-Peer-Lernen, Service-Learning),
  • Befähigung der Schulen, die SchülerInnen in geeigneter Weise in die Schul- und Unterrichtsentwicklung einzubinden, sich in Kommune bzw. Stadtteil oder Gemeinde zu engagieren und gesellschaftliche Entwicklungen wie Migration, Inklusion und Digitalisierung in ihren Profilen und Programmen aufzugreifen.
Dieser Entwurf steht in einer Reihe mit mehreren anderen Empfehlungen der KMK, z.B. zur Erinnerungskultur als Gegenstand historisch-politischer Bildung, zur Menschenrechtsbildung, zur Europabildung oder zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein wichtiger Meilenstein war auch die gemeinsame Erklärung von KMK und Zentralrat der Juden in Deutschland. Verschiedene Fachtagungen gaben Raum und Anlass zu Diskussionen über die Ausgestaltung der Empfehlungen in den Ländern. Einige beispielhafte Fragen:
  • Wie können solche Empfehlungen konkret umgesetzt werden?
  • Welcher unterstützenden Strukturen bedarf es dazu?
  • Wie gelingt es, ein gesamtes Kollegium auf diese Zielsetzung zu verpflichten?
  • Wo sind Chancen und Grenzen der Mitgestaltung und Mitbestimmung durch SchülerInnen und Schüler?
  • Wie gelingt der Sprung vom Engagement in der Schule zum Engagement im eigenen Umfeld und in der Gesellschaft?


Was hat Bildung mit Demokratie zu tun? Eine ganze Menge! Um die Welt um sich herum zu verstehen, politische Sachverhalte zu durchschauen und sich auch in verzwickten Fragen ein eigenständiges Urteil bilden zu können, muss man vieles wissen. Doch Wissen allein macht noch keinen Demokraten. Was braucht man eigentlich, um in der heutigen Demokratie handlungsfähig zu sein und wie können unsere Bildungseinrichtungen dazu beitragen?

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Grundfragen und Kontroversen

Definitionen

Politische Bildung? Politik? Demokratie? Politische Bildung verhandelt Begriffe und Konzepte, die wir alltäglich verwenden, die in der politischen Praxis eingesetzt oder in der Wissenschaft diskutiert werden. Die spontanen, in der Öffentlichkeit gesammelten Statements zeigen ein Mosaik der Annäherungen an zentrale Begriffe und Bruchstücke von Vorstellungen darüber, was politische Bildung selbst sein könnte.

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Schule soll dazu beitragen, dass junge Menschen zu mündigen Bürgern werden. Das scheint selbstverständlich und steht in jedem Schulgesetz. Doch was leisten unsere Schulen eigentlich in dieser Hinsicht? Wie lassen sich demokratische Kompetenzen fördern und die Mitbestimmung von Eltern und Lernenden stärken? Was macht Partizipation in der Schule überhaupt aus?

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Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert. Hier erfahren Sie, wie ein Wahl-O-Mat entsteht und was seine Ziele sind. Im Archiv können Sie außerdem jeden Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachspielen.

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Film des Monats: The Big Short

Mit The Big Short hat Regisseur Adam McKay Michael Lewis' gleichnamiges Sachbuch über die Finanzkrise 2007/08 verfilmt. Ein paar Außenseiter sehen den Zusammenbruch des US-amerikanischen Bankenwesens voraus und spekulieren an der Börse auf den Crash. So profitieren einige Wenige von der Bankenkrise, während Millionen von Amerikanerinnen und Amerikanern ihre Häuser und Ersparnisse verlieren. Mithilfe von Stars wie Christian Bale, Ryan Gosling und Brad Pitt sowie einer humorvollen, ausgefeilten Filmsprache gelingt es dem Film, die komplexen Hintergründe der Finanzkrise anschaulich zu erklären.

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