Maske

Filmgewerke

Filme haben seit jeher nicht nur Unterhaltungswert, sondern sind oft auch als Mittel der kulturellen Bildung anzusehen. Doch wie entsteht eigentlich ein Film? Wer ist daran beteiligt und was muss alles passieren, bis ein fertiger Film über die Leinwand läuft? Die folgenden Einführungstexte zu 13 Filmgewerken vermitteln Basiswissen und geben einen Überblick darüber, wie der verschlungene Prozess des Filmemachens funktioniert. In Form von konkreten Beispielen sowie durch Gespräche mit den beteiligten Crew-Mitgliedern werden die wichtigsten Arbeitsbereiche des Filmschaffens vorgestellt – von Drehbuch und Regie über Kamera/Licht bis hin zu Musik.
Das Dossier zu den Filmgewerken richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler sowie alle anderen Filminteressierten.

Thomas Brasch mit Drehbuch. © Neue Visionen Filmverleih GmbH

Dossier Filmgewerke

Drehbuch - Kino im Kopf

Ein großer Schreibtisch, die eigene geliebte Schreibmaschine und Dutzende von Ideen im Kopf, heißer Tee, der Blick schweift aus dem Fenster, die Gedanken fließen nur so aufs Papier und Regisseure reißen sich um die Verfilmung – so romantisch-verlockend die Vorstellung vom Autorendasein oftmals erscheint, die Realität ist viel nüchterner: Bücherschreiben ist harte Arbeit und Drehbuchschreiben erst recht! Weiter...

Der Produzent Bernd Eichinger mit dem Regisseur Tom Tykwer bei den Dreharbeiten zum Film "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders".

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Produktion - Faszination Film

Die zentrale Aufgabe des Produzenten ist es, alle Beteiligten zu engagieren, sie zu einem Filmteam zu formen und die Produktion wie ein Expeditionsleiter mit Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und viel Motivationskraft von der ersten Idee über das Drehbuch bis zum Vertrieb des Kinofilms zu führen. Weiter...

Pegah Ferydoni in "Ayla" von Su Turhan

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Schauspiel - Im Rampenlicht

Sie sind Könige, Geliebte, betrogene Ehepartner oder Kriminelle. Sie bezaubern, schaffen Verachtung oder vermitteln zwischen Kulissen und vor laufender Kamera tiefste Verzweiflung, um den Zuschauer im nächsten Moment schon zu amüsieren oder zu Tränen zu rühren – Schauspiel ist viel mehr als nur auswendig gelernten Text aufzusagen und nach den Anweisungen des Regisseurs zu agieren. Weiter...

Maskenbildner schminken nicht nur Gesichter, sondern sind für die gesamte körpernahe Verkleidung zuständig, hier für den Film "Nachtwandler" von Markus Adrian. Foto: Jaroslaw Godlewski

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Maskenbild - Leinwandillusionen

Maskenbildner schminken nicht permanent nur Gesichter. Auch wenn sie sich um Make-up und Frisuren kümmern, sind sie keine Visagisten, sondern der Arbeitsbereich Maskenbild, kurz Maske genannt, umfasst die gesamte körpernahe Verkleidung. Weiter...

Kamerafrau Anna Maria Hora bei den Dreharbeiten zu "Nachtwandler" von Markus Adrian, Copyright: Jaroslaw Godlewski

Dossier Filmgewerke

Kamera/Licht - Das objektive Auge

Ein Kameramann ist im Grunde der visuelle Autor der Geschichte. In enger Abstimmung mit dem Regisseur trifft er kreative Entscheidungen, um das Bildgeschehen lebendig, glaubhaft und stoffgerecht mit der Filmkamera zu bannen. Er sieht seine Umgebung mit einem anderen, oftmals genaueren Blick und setzt Schauspieler wortwörtlich ins rechte Licht. Weiter...

Brennendes Auto in "Nachtwandler" von Markus Adrian. Foto: Jaroslaw Godlewski

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Spezialeffekte/Animation - Tricks und Technik

Einfach das Wetter verändern, ein paar Dinosaurier herbeizaubern oder eine Stadt in Flammen aufgehen lassen? Mit Spezialeffekten ist das kein Problem. Doch hinter der Filmbearbeitung verbirgt sich längst viel mehr als die erste Assoziation mit vorzeitlichen Wesen, Rauch, explodierenden Autos und Lärm vermuten lässt. Weiter...

Probe des hr-Sinfonieorchesters für die Premiere der restaurierten Fassung von Fritz Langs Stummfilmklassiker "Die Nibelungen" im April 2010 in Berlin.

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Musik - Der Herzschlag des Films

Musik durchdringt fast alle Bereiche unseres Lebens, und nicht selten ist von ihrer verbindenden Kraft die Rede. Für Filmmusik gilt dies sogar in besonderem Maße: Sie spinnt die Geschichte entlang eines unsichtbaren emotionalen Fadens. Weiter...

Regisseur Christian Ditter mit "Wicki" (Jonas Hämmerle) bei den Dreharbeiten zum Film "Wickie auf großer Fahrt".

Dossier Filmgewerke

Regie - Kamera ab!

Filmemachen ist Teamarbeit! Kein Filmschaffender ist dabei wichtiger als ein anderer, doch die große Anzahl der Beteiligten erfordert eine Person, die den künstlerischen Weg weist und das Gesamtwerk nicht aus den Augen verliert: den Regisseur. Weiter...

Schauspieler beim Vorsprechen für eine Filmrolle. Foto: 123RF

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Casting - Auf der Suche nach Talenten

Mit den Castingshows im Fernsehen oder dem insgeheimen Versprechen, entdeckt und 'vom Fleck weg' engagiert zu werden, hat Casting in der Realität nur sehr wenig zu tun. Es umfasst auch nicht allein das Vorsprechen für eine Filmrolle, sondern das gesamte Auswahlverfahren bis zu einem stimmigen Ensemble. Weiter...

Die Schauspieler Paul Guers, Romy Schneider und Jean Claude Pascal (v. l. n. r.) während der Dreharbeiten zum Film "Die schöne Lügnerin" (1959). Foto: AP/Hans Peter Hill

Dossier Filmgewerke

Kostüm - Der Stoff, aus dem die Kinoträume sind

Das Kostümbild eines Films gibt Auskunft über die Persönlichkeit der handelnden Figuren und deren Wandlung innerhalb der Geschichte. Es illustriert ihr Alter, historische und soziale Kontexte, Beruf und Status, Anlässe und das Milieu, in dem sie sich bewegen. Weiter...

Am Set zum Film "Buddenbrooks" von Heinrich Breloer © Bavaria Film GmbH ­Colonia Media GmbH - Pirol Film Production GmbH / Stefan Falke

Dossier Filmgewerke

Szenenbild - Drehorte erschaffen

Prächtig und opulent, verhalten und leise oder eindringlich und beredt – das Szenenbild bestimmt nicht allein das Aussehen eines Films, sondern vor allem seine Atmosphäre sowie dessen kulturelle und geschichtliche Verortung. Weiter...

Die Ton-Crew zeichnet am Drehort alle Dialoge und O-Töne auf. Foto: Jaroslaw Godlewski

Dossier Filmgewerke

Tongestaltung - Hörkino

Jeder Film hat einen spezifischen Klang. Dafür zeichnet die Ton-Crew am Drehort alle Dialoge und O-Töne auf, kreieren Sound-
designer Stimmungen, erfindet der Geräuschemacher künstlich das Geräusch zu einer Handlung und verweben Mischtonmeister abschließend alle Elemente zu einem passenden Klangteppich. Weiter...

Die Cutterin Saskia Metten am Schnitt zu "Heißkalte Seele" (SWR/Maran-Film) von Michael Verhoeven. Foto: Saskia Metten

Dossier Filmgewerke

Schnitt - Schneiden und Montieren

"Im Schneideraum schreibt man die letzte Fassung des Films [...]", erklärt Cutterin Mathilde Bonnefoy im 24-Interview und betont, dass ihre Arbeit mit der eines Drehbuchautors eng verwandt sei. In der Schnittphase wird die Geschichte des Autors mit dem vorhandenen Filmmaterial dramaturgisch verändert erzählt. Weiter...

 

Dossier

Audiovisuelle Filmvermittlung

Filme durch Filme vermitteln: Audiovisuelle Filmvermittlung nutzt die Mittel des Films auf vielfältige Weise, um Filmgeschichte und -ästhetik zu betrachten. Das Dossier widmet sich Facetten dieser Vermittlungsform, ihrer Geschichte und gibt Ausblicke in die Zukunft. Weiter... 

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Die Filmgeschichte der DDR ist vielschichtig, aber auch widersprüchlich. Die DEFA-DVD-Edition der B...

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Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden. Weiter... 

Film des Monats: Heilkinofenster.de

Film des Monats: Heil

Unterbelichtete Neonazis, überforderte Verfassungsschützer, sensationslüsterne Medien und mittendrin ein afrodeutscher Autor, der nach einem Schlag auf den Kopf rechte Parolen von sich gibt. Heil ist eine schrille Satire auf die deutsche Mediengesellschaft im Jahr 2015. Auf kinofenster.de gibt es ein Interview mit Regisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann, außerdem Hintergrundartikel, Unterrichtsvorschläge und Aufgabenblätter. Weiter...