Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

Die Mitläufer

Zehn Episoden zeigen Verhaltensweisen von Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus auf und geben dem Zuschauer die Möglichkeit, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen.

Regie: Eberhard Itzenblitz
Buch: Oliver Storz
Produktion: E.M.L. Film- und Fernsehproduktion, München, Bundesrepublik Deutschland 1984
Format: 95 Min. - VHS-Video - s/w
Prädikat: wertvoll
Stichworte: Deutschland 1933-1945 - Geschichte - Nationalsozialismus - Soziales Verhalten - Weltkrieg II
FSK: 12 Jahre
Kategorie: Spielfilm


Inhalt: Zehn Episoden zeigen Verhaltensweisen von Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus auf und geben dem Zuschauer die Möglichkeit, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen.

"Der Brand": Eine Arbeiterfrau ist froh, daß ihr Mann nicht "organisiert" ist. Arzt und Jurist diskutieren, ob sie bald zwischen "braunem" und "rotem" Blinddarm unterscheiden müssen.

"Der Zug der Zeit": Ein Landwirt erklärt, daß es opportun sei, in die Reiter-SA einzutreten. Seine Verlobte versucht ihn davon abzuhalten.

"Der Zinnsoldat": Ein am Boykott jüdischer Geschäfte beteiligter SA-Mann belehrt seine Familie, daß man im Dienst nicht als Mensch handele, sondern seine Pflicht erfülle.

"Nachhilfe-Unterricht": Ein Oberamtsgerichtsrat "erklärt" einem Untergebenen, daß man am 1. Mai mitzumarschieren habe, statt Hausmusik zu treiben.

"Mit der Zeit gehen": Eine Putzfrau wird nach der Reichskristallnacht aufgefordert, nicht mehr Juden den Dreck wegzuräumen.

"In der Schlange": Zwei Hausfrauen sprechen über eine Nachbarin, die wegen Abhören von Feindsendern verschwunden ist.

"Trauer": Eltern formulieren die Todesanzeige für den gefallenen Sohn. Die Frau zweifelt an den gängigen Formulierungen.

"Humor": Ein "Volksgenosse" muntert im Luftschutzkeller die anderen mit Alkohol und Witzen auf und erregt das Mißfallen des Luftschutzwartes.

"Der Eisenbahner": Ein Lokführer verdirbt die Weihnachtsstimmung, als er seiner Frau erzählt, daß er KZ-Transporte fährt.

"Der Eid": Zwei blutjunge Soldaten (Schüler) überlegen in den letzten Kriegstagen, was die Vereidigung für sie bedeutet und wie sie sich ihr entziehen können.


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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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