Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

Nacht und Nebel

Als Mahnmal gegen das Vergessen entstand 1955, 10 Jahre nach der Auflösung der Konzentrationslager, unter der Regie von Alain Resnais der Film "Nacht und Nebel". Sein Stellenwert als Warnung vor kollektiver Entmenschlichung im Zuge ideologischer Verblendung und politischer Diktatur verleihen dem Film eine zeitlose Aktualität.

Regie: Alain Resnais
Buch: Jean Cayrol (deutsche Bearbeitung: Paul Celan)
Bilder: Artus-Film, Bundesrepublik Deutschland 1976
Musik: Hanns Eisler
Schnitt: Henri Colpi
Produktion: Argos Films – Cocinor, Frankreich 1955
Auszeichnungen: Prix Jean Vigo 1956, Grand Prix du Cinéma 1956 (Goldmedaille)
Laufzeit: 31 Min. – VHS-Video – farbig u. s/w
Stichworte: Geschichte - Konzentrationslager - Nationalsozialismus - Vernichtung der Juden und der Systemgegner
FSK: 12 Jahre
Prädikat: besonders wertvoll
Kategorie: Dokumentarfilm


Alle Rechte des Produzenten am aufgezeichneten Werk bleiben diesem vorbehalten bzw. befürfen seiner Genehmigung. Die Nutzung dieses VHS-Videos ist ausschließlich begrenzt auf Einrichtungen der Schul- und Erwachsenenbildung.

Inhalt: Tod binnen drei Monaten verhieß die Parole "Nacht und Nebel" in den Konzentrationslagern der Nazis all jenen Häftlingen, die als besondere Systemgegner eingestuft wurden. Sie verwies auf einen Ausspruch Hitlers, wonach jeder, der sich ihm in den Weg stelle, ohne Spur in Nacht und Nebel untergehen werde.

Als Mahnmal gegen das Vergessen entstand 1955, 10 Jahre nach der Auflösung der Konzentrationslager, unter der Regie von Alain Resnais der gleichnamige Film "Nacht und Nebel". Er nimmt seinen Ausgang in den grün Überwucherten Ruinen von Auschwitz und zeigt dann in einem Rückblick das Geschehen in den Todeslagern, die gnadenlose menschenverachtende Präsizion der "Endlösung".

Dabei verbinden sich einprägsame Bilder mit der Musik Hanns Eislers und der künstlerischen Ausdruckskraft der Schriftsteller Jean Cayrol und Paul Celan (für die deutsche Bearbeitung), die beide den Holocaust überlebten, zu einem Dokument von erbarmungsloser Eindringlichkeit. Diese Qualität und sein Stellenwert als Warnung vor kollektiver Entmenschlichung im Zuge ideologischer Verblendung und politischer Diktatur verleihen dem Film eine zeitlose Aktualität.


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