Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

29.5.2002

"Arbeit in der Fabrik"

Das 19. Jahrhundert - Folge 15

Der Film berichtet über die sozialen Prozesse, die sich mit dem Übergang von der Agrarwirtschaft zur industrialisierten Gesellschaft vollzogen. Im weiteren befaßt sich die Dokumentation mit Frauen- und Kinderarbeit. Mit einer Statistik der Entwicklung der wöchentlichen Arbeitszeit von 1825 bis 1910 leitet der Film über zur Situation der Arbeiter von 1975.

Regie: Georg Armin/Karl-Heinz Ibe
Buch: Georg Armin/Horst Hellwig/Karl-Heinz Ibe/Paul Mommertz/Karl-Ernst Moring
Produktion: NDR, Bundesrepublik Deutschland 1975
Format: 30 Min. - VHS-Video - farbig
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm
Stichworte: Arbeitswelt - Deutschland im 19. Jahrhundert - Geschichte - Sozialwesen


Inhalt: Der Film berichtet über die sozialen Prozesse, die sich mit dem Übergang von der Agrarwirtschaft zur industrialisierten Gesellschaft vollzogen. Viele Landbewohner wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig, mußten in die Städte abwandern und dort ihre Arbeitskraft verkaufen. Genauso ging es Handwerkern kleinerer Betriebe, die mit ihrer Handarbeit der maschinellen Produktion der Fabriken nicht mehr gewachsen waren. Im weiteren befaßt sich die Dokumentation mit Frauen- und Kinderarbeit. Erst nach Bismarcks Rücktritt im Jahre 1891 traten Arbeitsschutzgesetze für Frauen in Kraft. Ebenso wurde die Kinderarbeit in Preußen erst eingeschränkt, als man die durch harte Fabrikarbeit bedingte Wehruntauglichkeit vieler Jugendlicher erkannte. Die Arbeitsbedingungen änderten sich durch die um 1880 in Preußen verabschiedeten Sozialgesetze und Arbeitsschutzgesetze nur wenig, sie kamen eher den Unternehmern zugute. Mit einer Statistik der Entwicklung der wöchentlichen Arbeitszeit von 1825 bis 1910 leitet der Film über zur Sittion der Arbeiter von 1975. Kommentar: "Inzwischen ist viel passiert. Reich werden können die Arbeiter bis heute noch nicht. Bis heute müssen sie ihre Ware ,Arbeitskraft' verkaufen - doch zu einem weit besseren Preis."


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Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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