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15.1.2013

Ideen zum Stundenablauf

Die Schüler/innen sollen sich gegenseitig interviewen und präsentieren. Wie kann hierbei vorgegangen werden? Was gilt es dabei zu beachten?

Schüler beim InterviewSchüler beim Interview

Annäherung an das Thema

Die Schüler/innen stellen sich in einem großen Kreis auf. Ein Schüler bzw. eine Schülerin läuft in die Mitte, macht eine typische Bewegung bezüglich einer Eigenschaft oder Vorliebe von sich und spricht diese Eigenschaft laut aus, z. B. "Ich spiele Handball". Der Schüler bzw. die Schülerin deutet dabei eine Wurfbewegung an. Anschließend bewegen sich alle Schüler/innen mit dem Mitschüler bzw. der Mitschülerin noch einmal in Richtung Kreismitte. Sie führen die Bewegung aus und sprechen den von dem Schüler bzw. der Schülerin vorgegebenen Satz.

1. Phase: Die Schüler/innen interviewen sich gegenseitig

Sie erläutern den Schülern und Schülerinnen im Sitzkreis, worum es in der heutigen Stunde geht. In den vergangenen Stunden haben sie viel über die ganze Klasse gelernt. Sie haben sich intensiv mit dem beschäftigt, was sie selbst ausmacht und was für den Einzelnen wichtig ist. In der heutigen Stunde geht es nun darum, einen einzelnen Mitschüler bzw. eine einzelne Mitschülerin genauer kennen zu lernen und ihn anschließend den anderen Schülern und Schülerinnen vorzustellen.

Aufgabe: "Sucht euch einen Mitschüler bzw. eine Mitschülerin, den bzw. die ihr bislang noch nicht so genau kennen lernen konntet. Ihr habt heute die Gelegenheit, diesen Mitschüler bzw. diese Mitschülerin zu interviewen und anschließend den anderen zu präsentieren."

Sie teilen den Schülern und Schülerinnen das AB 2 PDF-Icon "Interviewbogen" aus. Die Schüler/innen erhalten 20 Minuten Zeit, um jeweils die Fragen zu stellen und die Bögen auszufüllen. Sie geben ein Kriterium vor, welcher Schüler bzw. welche Schülerin zunächst Interviewer/in ist (weniger Buchstaben im Vornamen, wer ist früher aufgestanden, längere Haare usw.).

Achtsamkeiten:
  • Nicht jede Frage muss vom Interviewten beantwortet werden.
  • Falls sich in der Klasse Schüler/innen ausländischer Herkunft befinden, die der deutschen Sprache noch nicht so mächtig sind: Achten Sie darauf, dass diese Partner bekommen, die beim Interview Hilfe und Unterstützung geben können. In diesem Fall können auch Besonderheiten aufgenommen werden, die sich auf die Herkunft oder die Sprache beziehen.
  • Die Schüler/innen sollten sich gemeinsam absprechen können, was den Mitschülern und Mitschülerinnen im Rahmen der folgenden Präsentation vorgetragen wird und wie viele Merkmale vorgestellt werden (Vorgabe 6 – 8 Merkmale).
  • Je nach den Möglichkeiten der Schüler/innen kann auswendig oder mit dem Arbeitsblatt als Vorlage vorgestellt werden.

2. Phase: Die Schüler/innen präsentieren sich gegenseitig

Die Schüler/innen bilden nun wieder einen Sitzkreis bzw. setzen sich nach den gebildeten Paaren an die Tische. Vor der Gruppe sind zwei nebeneinander stehende Stühle vorbereitet.

Aufgabe:

"Präsentiert nun euren Mitschüler bzw. eure Mitschülerin mit den gemeinsam festgelegten Merkmalen aus dem Interview. Stellt dabei den Mitschüler bzw. die Mitschülerin in der Ich-Form vor (z. B. "Ich heiße Nicole und …")."

Variationen in der Durchführung:
  • Die Schüler/innen haben sich vorher verabredet, dass ein Merkmal nicht stimmt. Die Mitschüler/innen müssen anschließend erraten, um welches Merkmal es sich hier handelt. Dies erhöht die Spannung bei vielen Präsentationen und bringt für die Schüler/innen mehr Aufmerksamkeit und Spaß.
  • Die Interviewer können sich auch jeweils hinter den/die Interviewte/n stellen und zusätzlich die Hände auf seine Schultern legen, um aus dessen Position zu sprechen. Diese Variation ist aber nur möglich, wenn in dieser Phase schon die Nähe des Mitschülers bzw. der Mitschülerin zugelassen wird.
  • Als Vorbereitung des guten Zuhörens bietet es sich bei dieser Übung an, die Präsentation mit einem Ritual zu beginnen (Zeichen: z. B. Klangschale, erhobener Arm). Anschließend bitten Sie die Schüler/innen, ihre Mitschüler/innen nacheinander kurz anzuschauen, ob "auch alle bei ihm/ihr sind", und dann erst mit der eigentlichen Präsentation zu beginnen.
Es ist wichtig, die Präsentationen in Blöcke einzuteilen und immer wieder Übungen zum Auflockern einzustreuen. So können die Schüler/innen die Konzentration aufrechterhalten und die gegebenen Informationen besser abspeichern. Fragen Sie nach den Präsentationen die jeweils Interviewten, ob sie mit der Präsentation einverstanden sind oder ob noch etwas zu ergänzen bzw. anders darzustellen ist.

Mögliche Fragen und Aufgaben zum Abschluss:
  • Was habt ihr heute Neues über eure Klasse erfahren?
  • Was möchtet ihr sonst noch über eure Mitschüler/innen erfahren?
(Diese Fragen können zunächst auch in den Interviewpaaren diskutiert werden, bevor sie im Plenum bearbeitet werden.)
  • In welchen anderen Zusammenhängen kannst du die heute gelernten Techniken (Interview und Präsentation) anwenden und nutzen?
  • Interviewe deine Geschwister oder deine Eltern und versuche anschließend den anderen aus deiner Familie die interviewte Person vorzustellen.
  • Stelle die Ergebnisse deines eigenen Interviews in einer Selbst-Collage dar. Füge ein Bild von dir hinzu und hänge dann diese Selbst-Collage zusammen mit den Collagen deiner Mitschüler/innen im Klassenraum auf. (Damit sind die einzelnen Informationen über die Mitschüler/innen im Raum präsent und die Schüler/innen können immer wieder mal nachschauen und Gehörtes in Erinnerung bringen.)


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