30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
VorBild Dossierbild

15.1.2013

Das Pinguin-Spiel

Das Pinguin-Spiel regt zur Auseinandersetzung mit folgender Frage an: Wie wird in der Klasse oder allgemein in der Gesellschaft mit schwächeren Menschen umgegangen?

Schüler beim Pinguin-SpielPinguin-Spiel

Tapetenpapier wird in ca. 2 Meter lange Streifen gerissen und auf dem Boden zu mehreren "Eisschollen" zusammengelegt. Wenn keine Tapete vorhanden ist, dann können auch Zeitungen zu "Schollen" zusammengeklebt oder -gelegt werden.

Lassen Sie nun Kleingruppen mit etwa 4 bis 6 Mitgliedern bilden.

Alternative

Sie können auch auf die Bildung von Untergruppen verzichten und die ganze Klasse auf einer großen Eisscholle Platz nehmen lassen.

Erläutern Sie den Schülern und Schülerinnen die Situation: "Stellt euch vor, ihr seid Pinguine auf Eisschollen, die gerade vom großen Festlandeis abgebrochen sind. Nun treibt ihr auf hoher See und nähert euch langsam wärmeren Gegenden." Bitten Sie die Gruppen dann auf einer Eisscholle Platz zu nehmen. Die Eisscholle ist so groß, dass alle ausreichend Platz haben, sich zu bewegen.

Lassen Sie im Hintergrund Musik laufen, das lockert die Atmosphäre auf. Die "Eisschollenbesatzungen" können z. B. auch miteinander tanzen, wenn sie möchten.

Stoppen Sie die Musik nach kurzer Zeit und verkünden Sie, dass die Sonne herausgekommen ist: Die Eisschollen beginnen nun zu schmelzen. Brechen Sie jetzt von jeder Eisscholle ein Stück ab, d. h. reißen Sie ein Stück Tapete oder Zeitungspapier ab. Lassen Sie die Musik wieder laufen. Auf den Eisschollen muss nun zusammengerückt werden. Fahren Sie in der gleichen Weise fort. Es wird immer heißer und heißer und die Eisschollen werden immer kleiner.

Was passiert, während es auf den Schollen immer enger wird? Klettern die Schüler/innen aufeinander, stellen sie sich auf die Zehenspitzen und halten sich gegenseitig fest? Ärgern sie sich? Stoßen sie sich herunter, setzt sich der/die Stärkste durch? Wehren sie sich gemeinsam gegen die Sonne?

Machen Sie die Musik aus, wenn die Eisschollen nicht mehr kleiner gemacht werden können, und werten Sie das Spiel mit den Schülern und Schülerinnen aus. Stellen Sie u.a. folgende Fragen:
  • Was habt ihr beobachtet, in eurer Kleingruppe und in anderen Gruppen?
  • Wie war der Gruppenzusammenhalt?
  • Gab es Pinguine, die vorzeitig die Scholle verlassen mussten? Warum?
Fragen Sie die Schüler/innen weiterhin, ob sie die im Spiel gemachten Erfahrungen auf die Klassengemeinschaft, den Stadtteil, die Stadt oder die Gesamtgesellschaft übertragen können. Diskutieren Sie vor allem den Umgang mit Schwächeren.

Ein Spiel zur Stärkung sozialer Kompetenzen an Förderschulen. (© 2010 Bundeszentrale für politische Bildung und Universität Bielefeld)

Literatur

Das kleine schwarze Schaf ist entnommen aus: Marx, Rita / Saliger, Susanne. (Hrsg.) (2002): PAGS – Unterrichtsmaterialien zur Prävention von Aggression und Gewalt an Schulen. Mit Kopiervorlagen für die praktische Anwendung. Potsdam: Institut für Fortbildung, Forschung und Entwicklung e.V. (IFFE).

Das Pinguin-Spiel ist entstanden in direkter Anlehnung an: Marx, Rita / Saliger, Susanne (Hrsg.) (2004): PAGS – Unterrichtsmaterialien zur Prävention von Aggression und Gewalt. Materialsammlung. Potsdam: Institut für Fortbildung, Forschung und Entwicklung (IFFE), S. 287.


Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert. Hier erfahren Sie, wie ein Wahl-O-Mat entsteht und was seine Ziele sind. Im Archiv können Sie außerdem jeden Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachspielen.

Mehr lesen

kinofenster.de

Film des Monats: The Big Short

Mit The Big Short hat Regisseur Adam McKay Michael Lewis' gleichnamiges Sachbuch über die Finanzkrise 2007/08 verfilmt. Ein paar Außenseiter sehen den Zusammenbruch des US-amerikanischen Bankenwesens voraus und spekulieren an der Börse auf den Crash. So profitieren einige Wenige von der Bankenkrise, während Millionen von Amerikanerinnen und Amerikanern ihre Häuser und Ersparnisse verlieren. Mithilfe von Stars wie Christian Bale, Ryan Gosling und Brad Pitt sowie einer humorvollen, ausgefeilten Filmsprache gelingt es dem Film, die komplexen Hintergründe der Finanzkrise anschaulich zu erklären.

Mehr lesen auf kinofenster.de