Kategorie:
Die Farsta-Methode ist eine konkrete Maßnahme bzw. Handlungsstrategie, die in akuten Mobbing-Fällen eingesetzt werden kann und die Möglichkeit einer offensiven Bearbeitung des Falls bietet.
Herangehensweise:
handlungsorientiert
Didaktische Hinweise:
Die Ausführung der Methode sollte sorgsam vorbereitet und organisiert werden, damit sie effektiv sein kann. Wichtig ist zudem, die Kolleginnen und Kollegen zu informieren und sich Unterstützung bei ihnen zu holen, indem diese z.B. den Unterricht in gewohnter Weise fortführen oder als Protokollführer Hilfe leisten.
Beschreibung:
Nach einem Gespräch mit dem Mobbing-Opfer und der genauen Recherche der Umstände werden die Täter der Reihe nach aus dem Unterricht geholt, nach den Einzelheiten befragt und mit ihrem Verhalten konfrontiert. Vorrangig ist bei diesem Gespräch, den Täterinnen und Tätern in die Verantwortung zu nehmen und sie dafür zu "gewinnen", die Situation des Opfers zu verbessern. Dabei sind Kooperation und Übernahme von Verantwortung durch den/die Täter die leitenden Ziele.
Das Material der EU-Initiative Externer Link: klicksafe stellt die Interventionsinstrumente Systemische Mobbing- Intervention SMI und Systemische Kurzintervention SKI vor und stellt zudem zwei weitere Ansätze, den No Blame Approach, der ebenfalls systemische Sichtweisen berücksichtigt, sowie die Farsta-Methode als Gegensatz dazu, vor.
Auch derExterner Link: Kommunale Präventionsrat Emden bietet zur Farsta-Methode eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Ziel der Methode/Maßnahme:
Die Täterinnen und Täter werden mit ihrem Handeln konfrontiert und sollen lernen, mit dem Opfer fortan zusammenzuarbeiten, d.h. dem Opfer zu helfen, seine Situation zu verbessern und seine Reintegration in die Klasse zu unterstützen.