Ist die Scharia eine Brücke?

Version mit Audiodeskription

von: Prof. Dr. Armina Omerika, Dr. Serdar Kurnaz, Hatice Schmidt

Im Rahmen der Webvideo-Reihe "Begriffswelten Islam" informiert der Gesprächsfilm über den Begriff und das Konzept der "Scharia".

Inhalt

Volltextalternative

[Zu sehen ist die YouTuberin Hatice Schmidt, die auf einem Platz mit parkenden Autos steht, im Hintergrund Häuser. Sie spricht einige Sätze direkt in die Kamera, bis ihre Stimme nach wenigen Sekunden ins Off wechselt und folgende Filmbilder, begleitet von ruhiger Musik, zu sehen sind: Blick durch die Windschutzscheibe eines Taxis, draußen ist es noch dunkel; Hatice, die in einer Flughafenhalle ihr Handy checkt; ein Flugzeug mit Schweizer Flagge im Morgennebel; Blick durch das mit Wassertropfen beschlagene Flugzeugfenster; Flug über die Wolken bei Sonnenaufgang sowie Landung des Flugzeugs mit ausgefahrenen Klappen an der Flügeloberseite.]

Hatice: Hi Leute, ich bin heute wirklich sehr sehr früh aufgestanden, um in die Schweiz zu fliegen, nach Zürich und von Zürich weiter in ein kleines Städtchen namens Fribourg. Aber das frühe Aufstehen wird sich lohnen, denn das heutige Thema ist eines, von dem man gerade nach den Terroranschlägen in Paris wieder lesen und hören wird und das auch in den Kommentaren unter den Videos der Reihe bisher immer wieder angefragt wurde.

[Nach einem schwarzen Bild erfolgt ein Szenenwechsel. Hatices Stimme ist weiter aus dem Off zu hören, weiterhin untermalt von leiser Musik. Zu sehen ist jetzt – bei grauem Herbstwetter – die Altstadt von Fribourg, im Vordergrund eine alte Steinbrücke. Danach fährt die Kamera in einem Auto über eine moderne Schrägseilbrücke in die Stadt. Nun sehen wir das gelblich-braune Laub herbstlicher Bäume und daraufhin Hatice Schmidt und Dr. Serdar Kurnaz, die einen Waldweg entlang spazieren und sich unterhalten. Schließlich befinden sich Hatice und Serdar auf der Steinbrücke vor der Fribourger Altstadt. Sie laufen schlendernden Schrittes nebeneinander her und plaudern ungezwungen miteinander.]

Hatice: Heute treffe ich Dr. Serdar Kurnaz, Leiter des Schweizer Zentrums für Islam und Gesellschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Schriftlichkeit und Mündlichkeit prophetischer Tradition, Koranexegese, die islamische Rechtsmethodik "Usul al-fiqh" und das islamische Recht "fiqh". Ich spreche mit ihm über die Scharia.

[Nun steht Hatice am Gehweg der Brücke und spricht direkt in die Kamera.]

Hatice: Kannst du einmal kurz erklären – für die, die das nicht wissen – was die Scharia ist?

[Zu sehen ist jetzt Dr. Serdar Kurnaz, ebenfalls auf dem Gehweg der Brücke, im Hintergrund mit hängenden Blumentöpfen geschmückte Laternen entlang des Brückengeländers. Auf der Fahrbahn sind keine Autos unterwegs, nur einzelne Fußgänger laufen den gegenüberliegenden Gehweg entlang. In Handschrift wird rechts von Serdar der Name "Dr. Serdar Kurnaz" eingeblendet. Während wir ihn sprechen hören, sehen wir immer mal wieder kurz einen Schnitt auf Hatice, die aufmerksam zuhört.]

Serdar: Die Scharia ist, um das einmal festzustellen, kein Gesetzbuch. Es gibt nicht die eine Scharia, die irgendwie schriftlich festgelegt wäre und sich explizit in einem Buch befinden würde. Sondern die Scharia besteht aus unterschiedlichsten Normensystemen. Zum einen gibt es die Normen zu den Glaubensinhalten, wie an was ich glauben muss, zum Beispiel an den Propheten, an die Einheit Gottes. Und es gibt auch ethische Normen, die bezeichnet man im Arabischen als "al-Akhlaq". Und es gibt es auch noch rechtliche Normen, das sind Normen im Bereich der gottesdienstlichen Handlungen zum einen, das sind die sogenannten "ibadat", wenn ich faste oder wenn ich das Gebet verrichte. Oder es sind zwischenmenschliche Beziehungen, das heißt wenn ich einen Vertrag abschließe. Deswegen heißt es auch im Arabischen "muamalat", also die Beziehung zwischen Mensch und Mensch. Und in all diesen Bereichen gibt es Lösungen, die wir mit dem Terminus, also mit dem Wort "Normen" wiedergeben, im Arabischen wäre das im Singular "huqm", im Plural "ahkam". Und diese Normen finden sich nicht explizit im Koran oder in der Sunna genannt, sondern man muss vom Koran und der Sunna, wenn man im Rahmen des islamischen Rechts spricht – also dem "fiqh" – diese Normen erst mal ableiten. Dazu gibt es Regeln und Methoden, die bezeichnet man als "Usul al-fiqh", also die Regeln, wie ich Rechtsnormen bestimme.

[Die Kamera zeigt Hatice in Nahaufnahme.]

Hatice: Sind diese Normensysteme festgelegt?

[Schnitt zurück auf Dr. Serdar Kurnaz, der seine Ausführungen mit Handbewegungen unterstreicht.]

Serdar: Man kann sich das folgendermaßen vorstellen: Im Koran befinden sich Hinweise darauf und von diesen Hinweisen kann man Normen ableiten. Im Koran heißt es in Sure 5 beispielsweise, dass die Gläubigen, wenn sie sich zum Gebet begeben, die rituelle Reinigung vollziehen müssen. Im Arabischen heißt es ungefähr: "Ya-ayyuha lladina amanu ida qumtum ila s-salati fa-gsilu wuguhakum wa-aidiyakum." Das heißt: "Oh, ihr Gläubigen, wenn ihr euch zum Gebet begebt, wascht euer Gesicht und eure Hände." Jetzt ist die Frage, wer mit den "Gläubigen" überhaupt angesprochen ist. Also was bedeutet es: "Oh, ihr Gläubigen"? Sind damit alle Muslime angesprochen, oder nur eine bestimmte Gruppierung? Oder sind damit nur die Erwachsenen angesprochen, die als juristisch verantwortlich gelten? Oder sind damit auch die Kinder angesprochen? All das muss erst mal geklärt werden. Dafür gibt es Methoden, wie das geklärt werden muss. Und es stellt sich auch vor allem die Frage, wenn es heißt " fa-gsilu", also "wascht" – wie ist das zu deuten? Ist das jetzt eine Verpflichtung oder eine Empfehlung? Und es kommt noch hinzu, dass darüber hinaus noch beschrieben werden muss, wie die Hände zu waschen sind. Und die Aussage "wascht" muss auch ausgelegt werden: ob es eine Empfehlung ist oder eine Verpflichtung. Und hinzu kommt noch die Frage: Wenn ich die Hände waschen muss, bis wohin ich die Hände zu waschen habe? Also bis zu den Ellenbogen, wie viel Mal, erst rechts oder links? Dann kommen noch weitere Fragen hinzu: Welches Wasser darf ich denn benutzen? Wann ist das Wasser überhaupt rein? Wann muss ich die rituelle Waschung vollziehen? Jedes Mal, wenn ich mich zum Gebet begebe? Oder gibt es da Zustände, die diese rituelle Reinigung unterbrechen? Dazu ziehe ich noch weitere Aussagen aus dem Koran hinzu oder aber auch aus den Aussagen des Propheten Mohammed, also so genannte "Hadithe" oder "Sunna". Das heißt, ich muss unterschiedliche Aussagen in Beziehung zueinander setzen, mit gewissen Auslegungsmethoden auslegen, wonach ich erst eine Norm erhalte. Es gibt also keine fixe Normen im Koran oder in der Sunna, sondern es gibt immer die Auslegung einer gewissen Auslegungstradition, innerhalb z. B. der Sunniten. Wobei man dann nicht immer nur eine Lösung hat, sondern oft mehrere Lösungen hat. Also es gibt im islamischen Recht unterschiedliche Rechtsschulen und Rechtstraditionen – die Malikiten, Schafiiten, Hanbaliten und Hanefiten – sodass wir meistens auch vier Lösungen haben innerhalb der Sunniten zu einer Frage.

[Schnitt auf Hatice.]

Hatice: Haben sich die Auslegungen bzw. Interpretationen im Laufe der Zeit geändert und wenn ja, warum?

[Nun ist wieder Dr. Serdar Kurnaz zu sehen, zwischendurch immer wieder Schnitte auf Hatice, die aufmerksam zuhört.]

Serdar: Die unterschiedlichen Rechtsschulen, nicht nur die sunnitischen, sondern es gibt auch schiitische Rechtsschulen, also mindestens drei, haben immer Lösungen angeboten in Anlehnung an Koran und Sunna und diese haben sich auch ändern können, je nach Ort und Zeit. Das heißt eine Rechtsschule ist nicht ein monolithischer, also kein einheitlicher Block, der immer nur eine Lösung anbietet, sondern es gibt unterschiedlichste Lösungen innerhalb der einen Schule auch. Dazu vielleicht ein Beispiel: Unter den Hanefiten wird unter anderem das Problem angesprochen, wann das Wasser rein ist bzw. wie ich das Wasser reinige, wenn z. B. ein totes Tier im Brunnen liegt. Dazu wird zum einen die Lösung angeboten, dass ich erst mal das Tier herausfische und dann zum Beispiel zehn Eimer Wasser raus schöpfe. Dadurch ist nach einer Meinung das Wasser rein, weil sich die Unreinheit auf der Oberfläche befindet. Eine andere Meinung besagt: Ich muss den Brunnen komplett leeren und komplett reinigen, weil die Verschmutzung sich über das Wasser hin verteilt. Und eine weitere Meinung sagt: Nein, man muss nur fünfzig Mal einen Eimer Wasser ausschöpfen und es kommt auch immer darauf an, welches Tier darin gestorben ist. Und hier sehen wir, vor allem in den Ausführungen späterer Gelehrten, die dann das kommentieren möchten und erkennen möchten, wieso drei unterschiedliche Meinungen innerhalb derselben Rechtsschule vorliegen. Da wird dann dahingehend argumentiert und gesagt, dass z. B. der Gelehrte, der gesagt hat, zehn Eimer Wasser nur raus schöpfen, hat damit zu tun, weil es dort Wassermangel gab. Und wenn man jetzt mehr Wasser aus dem Brunnen schöpfen würde, würde das zu einem größeren Übel führen. Und der Gelehrte, der gesagt hat: Wir müssen komplett alles leerlaufen lassen und reinigen. Der konnte es sich sich leisten, weil er in einer Region gewohnt hat, wo es ziemlich viel Wasser gab und die Wasserreserven ziemlich voll waren. Und dementsprechend kann man auch die Meinung deuten, die sagt: Fünfzig Eimer Wasser oder hundert Eimer Wasser. Alleine da sehen wir schon, dass in Anlehnung an die örtlichen Umstände oder die zeitlichen Umstände Veränderungen gemacht werden können. Was dann auch dazu führt, dass z. B. kürzere Werke, die nennt man sozusagen "al-Murtaza", kurzgefasste Werke, werden kommentiert und die Kommentare können dann resultieren in zehn-bändige Werke oder zwanzig-bändige Werke. Weil jeder will immer wieder versuchen, zu zeigen: Wie praktikabel ist das überhaupt und inwieweit kann ich eine Norm ändern?

[Wir sehen wieder Hatice, die die nächste Frage stellt.]

Hatice: Wenn du von Brunnen sprichst, klingt das so, als ob es diese Möglichkeit nicht erst seit heute gibt. Ist das so?

[Schnitt zurück auf Dr. Serdar Kurnaz]

Serdar: Genau, die islamische Rechtstradition, auch die muslimischen Rechtsgelehrten, sind sich dessen bewusst, dass aktualisiert werden muss. Und die Mehrheit der Normen, die jetzt so in den Rechtsquellen vorhanden ist, wird halt eben je nach Änderung der Zeit und der Umstände und der Örtlichkeiten angepasst zu den neuen Örtlichkeiten und zu den neuen Umständen überhaupt im Allgemeinen. Das wird auch wiedergegeben mit dem Begriff "tagayyur al-ahkam", das heißt Veränderbarkeit oder Veränderung der bestehenden Normen. Das hat sich als eine allgemeine Regel auch noch etablieren können, indem gesagt wird: Wenn sich Zeit und Ort ändert, müssen die Normen sich auch ändern. Oder wenn eine Norm auf einem Brauch oder auf einer Sitte fußt, müssen diese Normen auch geändert werden. Und wir sehen vor allem in den prophetischen Aussagen und Handlungen ziemlich viele Aussagen, die gekoppelt sind an die damalige Sitte und an den damaligen Brauch der Araber, sodass mit der Änderung auch die Lösungen, die in der Sunna vorgeschlagen wurden, revidiert werden müssen und aktualisiert werden müssen. Was nicht heißt, dass man die Sunna nicht berücksichtigt, sondern was einfach nur heißt, dass man die Sunna ernst nimmt und guckt: Wie kann ich das heute aktualisieren und mit in die Rechtsprechung einbeziehen? Und dazu gibt es unterschiedliche allgemeine Prinzipien. Unter anderem gehört das, was ich genannt habe, dazu.

[Die Kamera zeigt wieder Hatice, die ihre letzte Frage mit lebhaften Handbewegungen unterstreicht.]

Hatice: Zur Zeit hören wir ja sehr viel in den Medien über die Scharia, z. B. die Scharia-Polizei. Da wird die Scharia ja ganz anders dargestellt, z. B. ihre Ziele, als wären sie gefährlich. Was sind denn die Ziele der Scharia?

[Die Kamera zeigt jetzt wieder Dr. Serdar Kurnaz.]

Serdar: Die Ziele der Scharia, im Arabischen als "Maqasid al Sharia dargestellt, haben unterschiedliche Kategorien. Aber das wichtigste bei den übergeordneten Zielen der Scharia ist der Schutz des Lebens, Schutz der Vernunft, Schutz der Religion, des Besitzes und der Nachkommenschaft. Das sind so die fünf notwendig zu schützenden Güter, die schon im 5. Jahrhundert nach der Hidschra bzw. im 10. oder im 11. Jahrhundert nach Christus bestimmt wurden, von sehr großen anerkannten Gelehrten, wie Al-Ghazali. Diese sind der Meinung, dass die Scharia diese Ziele erfüllen muss. Wenn die Scharia die Ziele nicht erfüllt, kommt es dazu, dass eine Gesellschaft nicht existieren kann. Und heute gibt es z. B. auch die Diskussion darüber, inwieweit man die Ziele der Scharia mit den Menschenrechten in Übereinkunft verstehen kann, also dass sie auch einen Teil der Menschenrechte repräsentieren. Und da sind wir schon sehr weit vorangeschritten, dass wir sagen können: In der islamischen gibt es halt eben Gedankengut, was in Einklang mit den Menschenrechten steht. Deswegen muss man das auch aus dieser Perspektive betrachten und nicht immer aus dieser Schwarz-Weiß-Malerei-Perspektive betrachten, dass die Scharia nur Körperstrafen kenne und darüber hinaus nichts anderes kenne, keine übergeordneten Ziele kenne. Sondern die Scharia kennt übergeordnete Ziele, weshalb man auch die Körperstrafen in der früheren Tradition kaum ausgeführt hat, indem man sie ausgelegt hat, indem man sich auf die Ziele der Scharia gestützt hat. Das heißt, man hat nachgefragt: Weshalb gibt es die Körperstrafen? Davon hat man übergeordnete Prinzipien abgeleitet. Dementsprechend hat man den Diebstahl anders bestraft oder was auch immer man an Straftaten begeht. Genau deswegen ist auch nicht richtig, zu behaupten, dass die Scharia unbedingt wolle, dass die Hand abgehackt wird, wenn man Diebstahl begeht. Sondern man passt diese Strafen an an die jeweilige Zeit. Wir sehen auch in der islamischen Rechtstradition selbst, dass diese Strafe, die Hand abzuhacken mit unglaublich vielen Bedingungen verknüpft ist, sodass man es kaum ausführen kann. Schon frühere Gelehrte wie Ebu Hanife, der Rechtsschulgründer der Hanefiten, hat behauptet, dass man diese Strafe anders ausführen kann: Gefängnisstrafe oder was auch immer. Und wir sehen auch noch früher noch prominentere Namen, wie Prophetengefährten: Umar Ibn al-Khattab hat in einem Jahr, wo es Hungersnot gab, die Diebesstrafe aufgehoben und die Hand nicht amputiert von einem Dieb, der etwas stehlen musste, weil er sich oder seine Familie nicht ernähren konnte. Er hat die Strafe nicht ausgeführt. Das ist nicht nur ein Einzelbeispiel, es gibt noch viele weitere Beispiele, wo es koranische explizite Aussagen gibt, die aber aufgrund der Veränderung der Umstände ganz anders ausgeführt wurden. Sowohl in der Frühzeit als auch in den späteren Jahrhunderten.

[Zu hören ist nun die ruhige Musik vom Anfang des Videos, Hatices Stimme spricht aus dem Off. Zu sehen sind aus verschiedenen Perspektiven Hatice und Serdar, die nebeneinander über die Brücke schlendern und sich unterhalten – mal sehen wir sie von vorne, dann drehen sie uns den Rücken zu, dann folgt ihnen die Kamera von der gegenüberliegenden Straßenseite oder filmt nur ihre laufenden Füße. Dazwischen sehen wir Bilder der Altstadt von Fribourg: Häuserdächer, eine ruhige Gasse mit kleinen Läden, in die langsam ein Auto einbiegt, ein Blick von oben auf den Fluss. Des Weiteren illustrieren Aufnahmen der Brücke – die Fahrbahn, das Geländer, die Laternen mit ihrem Blumenschmuck etc. – Hatices Off-Kommentar. Am Ende sehen wir eine längere Einstellung, die von der Brücke aus gefilmt Fribourg zeigt, im Hintergrund am Himmel ziehende Wolken in Zeitraffer-Optik.]

Hatice: Nach dem Interview sind wir über die Brücke, auf der wir die Aufnahmen gemacht haben, in den Stadtkern geschlendert. Dabei hat Serdar ein sehr schönes Bild gefunden für sein Verständnis der Scharia. Er sagte, der Koran gäbe eine Richtung an im Sinne der Scharia. Eine Richtung, in die wir uns bewegen müssen. Innerhalb dieser Richtung aber können wir uns frei bewegen und neue Lösungen für die Probleme unserer Zeit entwickeln. Man könne die Brücke als Scharia verstehen und die Laternen als unterschiedlichste Standpunkte, die die Muslime einnehmen können, ohne dabei die Brücke zu verlassen. Wir können auf der einen und auf der anderen Straßenseite in dieselbe Richtung gehen. Ein sehr schönes Bild, das mir geholfen hat, einige Gedanken zu verstehen. Wie geht es euch? Habt ihr noch Gedanken und Fragen zur Scharia? Ich freue mich auf eure Anregungen in den Kommentaren und bedanke mich an dieser Stelle wieder bei den Expert_innen, die uns bei Fragen zur Scharia zur Seite stehen.

[Weiter spielt die ruhige Musik im Hintergrund, während wir für wenige Sekunden grüne Felder aus einem fahrenden Zug sehen. Dann erscheint das Bild von drei blauen Flughafen-typischen Bildschirmen, auf denen Abflüge aufgelistet sind. Es ist dunkel und zu sehen sind nun wartende Flugzeuge auf der Rollbahn, ein voller Mond am Nachthimmel. Dann die Leuchtschrift "Flughafen Berlin-Tegel" und kurz darauf Hatice, die nun wieder direkt in die Kamera spricht, im Hintergrund verschwommen Lichter der Ankunftshalle des Flughafens.]

Hatice: Ich bin im Dunkeln gestartet und im Dunkeln wieder gelandet. Ich hatte eine tolle Reise nach Fribourg und danke noch mal Serdar für dieses tolle Gespräch und natürlich an die Bundeszentrale für politische Bildung. Ich bedanke mich bei euch fürs Reinschalten und hoffe, dass ihr nächste Woche wieder dabei seid.

[Schließlich ist die handschriftliche Einblendung "Herzlichen Dank an Euch fürs Zuschauen!" vor dem unscharfen Hintergrund des Rückspiegels eines fahrenden Taxis zu sehen. Der Wortteil "herz" in "herzlich" ist mit einem kleinen Herzsymbol dargestellt. Dann wird der Film ausgeblendet.]

Weitere Informationen

  • Redaktion: Meimberg GmbH

  • Kamera: Meimberg GmbH

  • Schnitt: Meimberg GmbH

  • Drehbuch: Meimberg GmbH

  • Musik: Meimberg GmbH

  • Ton: Meimberg GmbH

  • Sprecher: Hatice Schmidt, Prof. Dr. Serdar Kurnaz

  • Wissenschaftliche Beratung: Saliha Kubilay, Marie Meimberg, Prof. Dr. Armina Omerika

  • Gesprächspartner: Dr. Serdar Kurnaz

  • Produktion: 19.11.2015

  • Spieldauer: 00:13:27

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
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Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Dr. Serdar Kurnaz Prof. Dr. Armina Omerika für bpb.de

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