Exil


Im eigenen Land verfolgt



Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "in der Fremde sein", "verbannt sein". Menschen werden manchmal in ihrem Heimatland aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt und mit Strafe bedroht. Dem Diktator oder den Regierenden passt es nicht, dass diese Menschen anderer Überzeugung sind und ihre Meinung öffentlich sagen.
Die Schriftstellerin Anna Seghers lebte ebenso wie der Schriftsteller Thomas Mann während der nationalsozialistischen Herrschaft im Exil.Die Schriftstellerin Anna Seghers lebte ebenso wie der Schriftsteller Thomas Mann während der nationalsozialistischen Herrschaft im Exil. (© picture alliance / dpa)
Die Schriftstellerin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt musste während der Nazi-Dikatur im Exil leben.Die Schriftstellerin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt musste während der Nazi-Dikatur im Exil leben. (© picture alliance / Keystone)


In der Fremde leben



Den Verfolgten bleibt oft nichts anderes übrig, als ins sichere Ausland zu fliehen, wenn sie überleben wollen. Im Ausland aber befinden sich die Verfolgten im "Exil". Manche Menschen werden dazu gezwungen, ihr Land zu verlassen. Sie werden verbannt, das heißt aus ihrer Heimat ausgewiesen, vielleicht haben sie die herrschende Regierung kritisiert und sind deshalb gefährlich für die Machthaber geworden. Es kommt auch vor, dass ein Diktator selber ins Exil geht, weil er vom Volk vertrieben wird.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2018.



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