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Botsuana

Das Land in Daten



Fläche
581.730 km2 (Weltrang: 47)

Einwohner
2.031.000 = 3 je km2 (Stand 2011, Weltrang: 144)

Hauptstadt
Gaborone

Amtssprachen
Englisch

Bruttoinlandsprodukt
17,627 Mrd. US-$; realer Zuwachs: 5,1%

Bruttosozialprodukt (BSP, pro Einwohner und Jahr)
7480 US-$

Währung
1 Pula (P) = 100 Thebe

Botschaft
Avenue de Tervuren 169, B-1150 Brüssel
T +32 2 7352070,
Fax +32 2 7356318
E-Mail: botswana@brutele.be

Regierung
Staats- u. Regierungschef: Seretse Ian Khama, Äußeres: Phandu Skelemani

Nationalfeiertag
30.9.

Verwaltungsgliederung
9 Distrikte

Staats- und Regierungsform
Verfassung von 1966
Präsidialrepublik (im Commonwealth)
Parlament: Nationalversammlung (National Assembly) mit 63 Mitgl. (57 gewählt, 4 ernannt, 2 ex officio), Wahl alle 5 J.; Beratende Häuptlingskammer (House of Chiefs) mit 15 Mitgl.
Wahl des Staatsoberhaupts durch Parlament alle 5 J. (einmalige Wiederwahl)
Wahlrecht ab 18 J.

Bevölkerung
Botsuaner
letzte Zählung 2011 (vorl.) 2.038.228 Einw.
ca. 95% Bantu: überwiegend Sotho-Tswana (u.a. Bamangwato, Bakwena) und Schona; 2,4% San, 1,3% Sonstige

Städte (mit Einwohnerzahl)
(Stand 2011) Gaborone 227.333 Einw., Francistown 100.079, Molepolole 67.598, Mogoditshane 57.637, Maun 55.784, Selebi Phikwe 49.724, Serowe 47.447, Kanye 45.196

Religionen
50-70% Christen (v.a. Protestanten); indigene Religionen (Stand: 2006)

Sprachen
Englisch; Setswana u.a. Bantu-Sprachen

Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor
keine Angaben

Arbeitslosigkeit (in % aller Erwerbspersonen)
keine Angaben

Inflationsrate (in %)
Ø 2011: 8,9%

Wichtigste Importgüter (Anteil am Gesamtimport in %)


Wichtigste Exportgüter (Anteil am Gesamtexport in %)
v.a. Diamanten, Kupfer-Nickel-Konzentrate

Kabinettsumbildung



Präsident Seretse Ian Khama (Biografie), Kopf der seit der Unabhängigkeit 1966 regierenden Botswana Democratic Party (BDP), bildete am 26.10.2011 sein Kabinett um. Anlass war die Rückkehr des ehemaligen Verteidigungsministers Ndelu Seretse, der am Tag zuvor vom Vorwurf der Korruption freigesprochen worden war. Seretse, Khamas möglicher Nachfolger, war am 30.8.2010 zurückgetreten. Als Minister rehabilitiert, wurde er wieder in das Ressort Verteidigung, Justiz und Sicherheit eingesetzt. Sein Vorgänger Edwin Batshu wechselte ins Ministerium für Arbeit und Inneres.

Opposition



Das in der Geschichte Botsuanas größte oppositionelle Bündnis, die Botswana Umbrella Party, scheiterte im Dezember 2011 an Unstimmigkeiten über den Zuschnitt der Wahlbezirke. Die Botswana Congress Party (BCP) kehrte dem Bündnis den Rücken, während sich die anderen drei Parteien, die Botswana Movement for Democracy (BMD), die Botswana National Front (BNF) und die Botswana People's Party (BPP), weiterhin um eine gemeinsame Plattform für die Wahlen 2014 bemühten. In die Reihen der Opposition war 2010 mit der Neugründung der BMD Bewegung geraten. Die BMD hatte sich im April 2010 mit dem Ziel, die Macht der alten Eliten zu brechen, von der BDP abgespalten. Die politische Aufbruchstimmung findet insbesondere bei der jungen städtischen Bevölkerung große Resonanz.

San



Im September 2011 entstand der erste Brunnen im Kalahari-Wildpark, der den San Zugang zu Trinkwasser gewährt. Die Regierung setzte damit eine Entscheidung des höchsten Gerichts vom 27.1.2011 um, die den Ureinwohnern das Recht zur Rückkehr in ihre alten Siedlungsgebiete zugesprochen hatte.

Wirtschaft



Mit einem Wirtschaftswachstum von 4,6% blieb Botsuana 2011 weiterhin auf stabilem Kurs. Negativ wirkt sich die einseitige Abhängigkeit vom Hauptexportgut Diamanten und die Abhängigkeit von Energieimporten, v.a. aus Südafrika, aus. Zu den Hauptzielen der Wirtschaftsplanung gehört daher die Förderung des Rohstoffsektors. So soll die Fördermenge der Morupule-Kohlemine bis 2013 von 1 Mio. t pro Jahr auf 3 Mio. t erhöht werden, die Erweiterung der Jwaneng-Diamantenmine und der Ausbau des einzigen Kohlekraftwerks in Morupule sind vorgesehen. Der Diamantenkonzern De Beers kündigte 2011 an, den Verkauf seiner Steine bis 2013 von London nach Botsuana zu verlagern.

Aids/HIV



Seit 2011 wird in allen Schulen des Landes das von der UNICEF mitfinanzierte Aufklärungsprogramm TeachAids eingesetzt. Die Pandemie mit einer Infektionsrate von rd. 25% in der Gruppe der 15- bis 49-Jährigen bleibt das zentrale innenpolitische Problem des Landes.


Quelle: Der Fischer Weltalmanach. © Fischer Taschenbuch Verlag in der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2012.


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