Einkommensteuertarif

Grundfreibetrag, Progressionszone, linear-progressive Zone, Eingangssteuersatz, Spitzensteuersatz, Linearzone, obere Proportionalzone

in Prozent ausgedrückter Steuersatz zur Berechnung der Einkommensteuer. Je nach Familienstand des Steuerpflichtigen wird sie nach der Grundtabelle (für Alleinstehende und vom Ehepartner getrennt Lebende) oder nach der Splittingtabelle, die regelmäßig für Verheiratete gilt, ermittelt. In den Tabellen ist jeder Höhe des zu versteuernden Einkommens ein Steuerbetrag zugeordnet.

Der deutsche Einkommensteuertarif ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: 1) Bis zu einem bestimmten zu versteuernden Einkommen (seit 2010: 8004€ in der Grundtabelle, 16008€ in der Splittingtabelle; 2013: 8124€ bzw. 16248€) besteht Steuerfreiheit; dieser Grundfreibetrag wird auch als Nullzone bezeichnet und soll das Existenzminimum steuerfrei stellen. 2) Über dem Grundfreibetrag wird das zu versteuernde Einkommen zunächst mit steigenden Grenzsteuersätzen belastet; diese Progressionszone oder linear-progressive Zonebeginnt mit einem Eingangssteuersatz (ab 2009: 14,0%) und endet mit dem Spitzensteuersatz (42,0%). 3) Alle zu versteuernden Einkommen ab dem Einkommen beim Spitzensteuersatz (2010: 52882€ bzw. 105764€) werden mit diesem Höchstsatz besteuert; dieser Teil des Steuertarifs wird auch als Linearzoneoder obere Proportionalzonebezeichnet. 4) Bezieher von besonders hohen Einkommen (2010: über 250731€ bei Ledigen, und 501462€ bei Verheirateten) müssen einen Zuschlag von 3% (Reichensteuer, siehe dort) bezahlen. Der Einkommensteuertarif steht immer wieder im Mittelpunkt der Diskussionen um Steuerreformen.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 5. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2013. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2013.




 

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