Krankenkassen

die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Es gibt folgende Krankenkassen: Allgemeine Ortskrankenkassen, Betriebskrankenkassen, Innungskrankenkassen, Ersatzkassen, See-Krankenkassen, landwirtschaftliche Krankenkassen und die Bundesknappschaft. Die Versicherungspflichtigen können zwischen den verschiedenen Kassen im Rahmen der Krankenkassenwahl frei wählen.

In den Krankenkassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung arbeiten seit 1.1. 1996 als Selbstverwaltungsorgane ein hauptamtlicher Vorstand und ein ehrenamtlicher Verwaltungsrat (zuvor ehrenamtlicher Vorstand und ehrenamtliche Vertreterversammlung).

Die Krankenkassen sind zu Krankenkassenverbänden zusammengeschlossen, die im Zuge der Gesundheitsreform (siehe dort) zum 1.1. 2008 im GKV-Spitzenverband (siehe dort) zusammengefasst wurden. Die Aufsicht über die landesunmittelbaren Krankenkassen führen die Versicherungsämter, bei überregionalen Krankenkassen das Bundesversicherungsamt. Die Beitragssätze zwischen den verschiedenen Krankenkassen schwankten, weil sich ihre Mitgliederstruktur und die damit verbundenen unterschiedlichen »Versichertenrisiken« beträchtlich unterschieden. Seit 1.11. 2008 legt der Gesetzgeber einen einheitlichen Krankenkassentarif fest. Dieser liegt ab 1.1. 2011 bei 15,5% (einschließlich des ausschließlich von den Versicherten zu tragenden Teils von 0,9%). Seit 1.1. 2009 werden sämtliche Beiträge in einen Gesundheitsfonds eingezahlt, aus dem die Kassen ihre Beiträge erhalten. Reichen diese Einnahmen nicht aus, können die Krankenkassen von ihren Versicherten Zusatzbeiträge bis zu einem Prozentpunkt erheben. Erwirtschaften sie Überschüsse, können diese an die Versicherten ausgeschüttet werden.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 5. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2013. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2013.




 

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