Kennzeichnungspflicht

Lebensmittelkennzeichnung

gesetzliche Verpflichtung für Hersteller, ihre Erzeugnisse mit bestimmten Angaben zu versehen, damit der Verbraucher über das Produkt hinreichend informiert wird.

Nach der Verordnung über die Lebensmittelkennzeichnung muss bei Lebensmitteln in Fertigpackungen angegeben werden, wie das Produkt heißt (Verkehrsbezeichnung), wer es hergestellt oder verpackt hat (z.B. Anschrift des Herstellers), die Menge und das Verzeichnis der Zutaten in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Nährwertkennzeichnung (z.B. Angabe der Kalorien bzw. Joule), bei Fertigpackungen z.B. auch die Mengenangabe. Seit 2005 müssen auch Allergene gekennzeichnet werden. 2011 wurde von der EU eine neue Lebensmittelverordnung verabschiedet, die im Dezember 2014 in Kraft tritt und auch die Verpflichtung zur Nährwertkennzeichnung erhält, allerdings nicht als »Ampelsystem« (rot, gelb, grün).

Eine Kennzeichnungspflicht gibt es auch für Textilerzeugnisse nach dem Gesetz zur Textilkennzeichnung und für große Elektrogeräte für die Energiekennzeichnung. Weitere Produktkennzeichnungen sind Gütezeichen, Güteklassen und Handelsklassen, Sicherheitskennzeichen wie das GS-Zeichen oder das VDE-Zeichen sowie freiwillige Produktinformationen.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 5. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2013. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2013.




 

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