Polypol

vollständiger Konkurrenz

Marktform, bei der sich viele kleine Anbieter und viele kleine Nachfrager gegenüberstehen und miteinander in Konkurrenz treten. Beim Polypol auf einem vollkommenen Markt (siehe dort) wird von vollständiger Konkurrenz gesprochen, auf einem unvollkommenen Markt spricht man von unvollständiger Konkurrenz oder auch monopolistischer Konkurrenz (siehe dort).

Das Polypol auf beiden Marktseiten gilt als die bestmögliche Marktform der Marktwirtschaft, da ein reger Wettbewerb unter den Anbietern und Nachfragern herrscht. Der Anbieter kann den Marktpreis nicht direkt beeinflussen, da sein Marktanteil sehr gering ist. Preisänderungen durch einen Anbieter führen somit nicht automatisch dazu, dass die anderen Anbieter ebenfalls ihren Preis ändern. Die Nachfrager haben deshalb die Möglichkeit, zu anderen Anbietern, die ihre Güter billiger anbieten, zu wechseln. Die gleichen Bedingungen gelten für den Nachfrager, der den Marktpreis genauso wenig beeinflussen kann, da er nicht über die entsprechende Marktmacht verfügt. Anbieter und Nachfrager müssen also unter den Bedingungen der vollständigen Konkurrenz den Marktpreis nur als Preisnehmer (siehe dort) annehmen und können lediglich als Mengenanpasser (siehe dort) die Menge der Güter, die sie nachfragen oder anbieten, verändern.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



Lexika-Suche

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Dossier

Wirtschaft

Wirtschaftliche Grundkenntnisse sind so wichtig wie das kleine 1x1. Das Dossier liefert Hintergründe und Themenbeiträge zu den wichtigsten aktuellen Wirtschaftsdebatten.

Mehr lesen