Ältestenrat

1) Eine begrenzte Personengruppe eines Gremiums, die aufgrund ihrer Erfahrung oder ihres Alters entscheidungsvorbereitende und – in strittigen Fragen innerhalb des Gremiums – vermittelnde Aufgaben übernimmt.

2) In der Geschäftsordnung des Dt. Bundestages hat der Ä. die Aufgabe, zur Verständigung zwischen den Fraktionen, insb. bei der Termin- und Arbeitsplanung und der Besetzung der Ausschussvorsitzenden, beizutragen. Der Ä. unterstützt den Bundestagspräsidenten bei der Führung der Geschäfte und dient somit als vermittelndes Gremium zwischen den Fraktionen und dem Präsidium, hat jedoch keine beschlussfassende Funktion. Die Anzahl der Mitglieder ist so festgelegt, dass alle Fraktionen im Verhältnis ihrer Größe im Ä. vertreten sind. Die Mitglieder werden von den einzelnen Fraktionen schriftlich benannt und müssen nicht notwendigerweise die an Jahren ältesten Abgeordneten sein. Zum Ä. gehören des Weiteren der Bundestagspräsident und alle Stellvertreter.

Siehe auch:
Geschäftsordnung
Bundestag
Fraktion
Bundestagspräsident/Bundestagspräsidentin
Abgeordnete

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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Die Bundestagsabgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes. Im Parlament sind sie in Ausschüssen und Fraktionen organisiert. Sie sind nicht an Aufträge und Weisungen ihrer Wähler oder Partei gebunden, sondern nur ihrem Gewissen verpflichtet.

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