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Anarchie/Anarchismus

[griech.: Herrschaftslosigkeit, Gesetzlosigkeit] 1) Politische Ordnungsvorstellung bzw. Utopie, die eine Herrschaft von Menschen über Menschen ablehnt und eine Gesellschaft ohne Autoritäten, staatliche Gewalt, Normen und Gesetze anstrebt.

2) Abwertende Bezeichnung für (politische oder gesellschaftliche) Ordnungen, die gegen Gesetze und übliche Moralvorstellungen verstoßen.

3) Sammelbegriff, der zahlreiche unterschiedliche, sozialphilosophisch-politische Ideen und Bewegungen zusammenfasst, die jegliche Form staatlicher, kirchlicher etc. Autorität ablehnen und die uneingeschränkte Freiheit des Individuums in einer solidarischen Gesellschaft propagieren.

Siehe auch:
Utopie
Herrschaft
Gesellschaft
Autorität
Gewalt
Normen
Gesetz
Freiheit
Politische Ideengeschichte

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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