Autonomie

[griech.: Eigengesetzlichkeit] A. bezeichnet das Recht einer natürlichen oder juristischen Person zur Regelung der eigenen Rechtsverhältnisse.

1) Staatliche A. liegt dann vor, wenn ein politisches Gemeinwesen in der Lage ist, die eigenen Angelegenheiten zu regeln, politische Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen, ohne sich ausländischen Einflüssen unterordnen zu müssen.

2) Innerstaatliche A. liegt dann vor, wenn bestimmte Organisationen oder Institutionen mit Selbstverwaltungsrechten ausgestattet sind und ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich regeln können.

So gewährleistet z. B. Art. 9 Abs. 3 GG die Tarif-A. für Gewerkschaften und Verbände der Arbeitgeber; nach Art. 28 Abs. 2 GG haben die Kommunen das Recht zur Selbstverwaltung; Körperschaften des öffentlichen Rechts (bspw. Universitäten, Sozialversicherungsträger) können im Rahmen einer Satzung ihre Angelegenheiten autonom regeln.

Siehe auch:
Recht
Juristische Person
Entscheidung
Institution
Gewerkschaften
Arbeitgeber/Arbeitgeberin
Kommune
Selbstverwaltung
Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)
Satzung
Souveränität

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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