Industrielle Revolution

I. R. bezeichnet den rapiden und sozial spannungsreichen Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft. Dieser Prozess ging Ende des 18. Jh. von GB aus, wurde ermöglicht durch zahlreiche technische Erfindungen (Dampfmaschine, Verfahren zur Eisen- und Stahlgewinnung etc.) und wurde vorangetrieben durch den rasch zunehmenden Export industriell gefertigter Güter. Bevor diese Entwicklungen eine allgemeine Anhebung des Lebensstandards bewirkten, vergrößerte sich zunächst die Kluft zwischen einer besitzlosen Arbeiterschaft und den über Produktionsmittel und -kapital verfügenden Fabrikanten (Kapitalisten). Die unkontrollierte Ausbeutung der Arbeitskraft (Kinderarbeit, fehlende Absicherung bei Unfällen, überlange Arbeitszeiten etc.) sowie die soziale Verelendung (Entwurzelung, Krankheit, Not) führten schließlich zu politisch erfolgreichen Gegenbewegungen (Gewerkschaften, Arbeiterparteien), die bei allen Wandlungen bis heute prägenden Einfluss auf das politische Leben haben.

Siehe auch:
Gewerkschaften
Industriegesellschaft
Strukturwandel

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 6., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

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