Repräsentative Demokratie

R. D. bezeichnet eine demokratische Herrschaftsform, bei der die politischen Entscheidungen und die Kontrolle der Exekutive (Regierung) nicht unmittelbar vom Volk, sondern von einer Volksvertretung (Parlament) ausgeübt wird. Die Ausübung der demokratischen Rechte der Bevölkerung ist in der r. D. daher auf die Beteiligung an Wahlen und die Mitwirkung in Parteien, Verbänden und Initiativen beschränkt; über unmittelbare Entscheidungsbefugnisse verfügen nur die Volksvertretungen. Zwei Typen der r. D. sind zu unterscheiden:

1. das parlamentarische und

2. das präsidentielle Regierungssystem.

In Europa entwickelten sich die r. D. seit der Französischen Revolution und der französischen Verfassung von 1791, in der die Repräsentation des Volkes durch die Abgeordneten als Verfassungsgrundsatz festgelegt wurde. In D wies erstmals die Verfassung von 1871 repräsentative Elemente auf; aber erst die Weimarer Verfassung von 1919 begründete eine r. D., die sowohl Elemente eines parlamentarischen (Direktwahl des Reichstages) als auch eines präsidentiellen Regierungssystems enthielt (Direktwahl des Reichspräsidenten). Das GG begründet eine r. D. und ein parlamentarisches Regierungssystem (nur der Dt. Bundestag wird direkt gewählt). Mit Ausnahme der Schweiz sind alle modernen parlamentarischen Regierungssysteme nach Prinzipien der r. D. organisiert.

Siehe auch:
Direkte Demokratie
Parlamentarisches Regierungssystem
Präsidentielles Regierungssystem

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 6., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

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