Wahlen

W. sind direkte Prozesse zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik, die mittels formalisierter Stimmabgabe (z. B. für einen Kandidaten, eine Partei etc.) im Rahmen eines Wahlverfahrens erfolgen. Freie W. sind ein Grundelement demokratischer Herrschaft. Zu unterscheiden ist zwischen

1. allgemeinem W.-Recht, das allen Menschen unabhängig von ihrer Geschlechts-, Berufs-, Schichtzugehörigkeit etc. zusteht;

2. eingeschränktem W.-Recht, das bestimmte Erfordernisse an die Wahlbeteiligung stellt (z. B. für Nicht-Staatsangehörige);

3. direkten W. (die Wahlberechtigten wählen mit ihrer Stimmabgabe unmittelbar den Kandidaten);

4. indirekten W., bei denen die Wahlberechtigten sog. Wahlmänner wählen, die zusammen ein Gremium bilden, das letztlich den Kandidaten bestimmt;

5. offenen W. (z. B. durch Handzeichen);

6. geheimen W. (bspw. durch die Abgabe von Stimmzetteln).

Siehe auch:
Wahlrecht
Wahlsystem

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 6., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

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