Europäische Grundfreiheiten

Bereits im Vertrag über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) von 1957 festgehalten, einigten sich die Staaten der Europäischen Union in der Einheitlichen Europäischen Akte von 1987 auf die Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes, in dem die sog. vier (Europäischen) Grundfreiheiten gelten: a) der freie Warenverkehr (u. a. Wegfall von Grenzkontrollen), b) der freie Personenverkehr (u. a. Reisefreiheit, freie Wahl des Wohn- und Arbeitsortes), c) der freie Dienstleistungsverkehr (EU-weit können alle Arten von Dienstleistungen angeboten, nachgefragt und in Anspruch genommen werden) und d) der freie Kapitalverkehr (keine Beschränkungen des Zahlungsverkehrs, keine Devisenkontrollen, freier Zugang zu allen Finanzdienstleistungen). Der EU-Binnenmarkt trat am 1.1.1993 in Kraft.

Siehe auch:
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)
Europäische Union (EU)
Einheitliche Europäische Akte (EEA)
Dienstleistung/Dienstleistungsgesellschaft
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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