Wahlen in Deutschland (Zahlen und Fakten)

Wahlberechtigte und Bevölkerung

In absoluten Zahlen und Anteil in Prozent, Bundestagswahlen 1949 bis 2009

31.12.2010
Die Anzahl der Wahlberechtigten in Deutschland stieg zwischen 1949 und 2009 von 31,2 auf 62,2 Millionen. Der Anteil der Wahlberechtigten an der Bevölkerung erhöhte sich parallel von 66,3 auf 76,0 Prozent.

Wahlberechtigte und Bevölkerung bei Bundestagswahlen (1957-2009).Klicken Sie auf die Grafik, um die PDF zu öffnen. Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Fakten



Die absolute Zahl der Wahlberechtigten in Deutschland stieg zwischen 1949 und 2009 kontinuierlich von 31,2 auf 62,2 Millionen. Der Sprung von 38,7 Millionen Wahlberechtigten 1969 auf 41,4 Millionen 1972 erklärt sich dadurch, dass bei der Bundestagswahl 1972 erstmals auch die 18 bis 21-Jährigen mitwählen durften. Lediglich durch die Deutsche Einheit erhöhte sich die Anzahl der Wahlberechtigten von einer zur nächsten Bundestagswahl noch stärker: Sie stieg von 45,3 Millionen 1987 auf 60,4 Millionen 1990.

Parallel zur absoluten Zunahme der Wahlberechtigtenzahl erhöhte sich zwischen 1949 und 2009 auch der Anteil der Wahlberechtigten an der Bevölkerung von 66,3 auf 76,0 Prozent – allerdings gab es hier kleinere Schwankungen im Zeitverlauf. Neben der Erweiterung des Wahlrechts im Jahr 1972 ist vor allem der demografische Wandel für den steigenden Anteil der Wahlberechtigten verantwortlich: Der Anteil der unter 18-Jährigen an der Gesamtbevölkerung ist seit etwa 40 Jahren rückläufig.

Wer wahlberechtigt ist, regeln Artikel 38 Abs. 2 des Grundgesetzes und § 12 des Bundeswahlgesetzes. Danach dürfen alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in Deutschland wohnhaft sind und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, bei einer Bundestagswahl mitentscheiden. Jeder Wahlberechtigte kann seine Stimme auch per Briefwahl abgeben. Seit der Änderung des Wahlrechts im Januar 2008 müssen dafür keine Gründe mehr angegeben werden. Über Briefwahl können in der Regel auch die im Ausland lebenden Deutschen mitwählen.

Allerdings müssen die ausgefüllten Wahlunterlagen am Wahltag bis zum Ablauf der Abstimmungszeit bei der zuständigen Gemeindebehörde vorliegen. Später eingehende Wahlbriefe werden nicht berücksichtigt.

Vom Wahlrecht ausgeschlossen sind unter anderem Personen, denen das Wahlrecht – vor alleim im Falle schwerer Verbrechen – durch Richterspruch aberkannt wurde. Auch Personen sind ausgeschlossen, denen eine Betreuung zur Besorgung "aller Angelegenheiten" eingerichtet wurde oder die nach einer Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

Datenquelle



»Der Bundeswahlleiter«;

»Bundeswahlgesetz«. nd/2.0/de/">by-nc-nd/2.0/de lizenziert.



Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/de/

 

Parteien in Deutschland

Zahlen und Fakten

Wo liegen die Hochburgen der Parteien? Wer hat die meisten Senioren, Frauen oder junge Menschen als Mitglieder? Die Parteien sind in ihrer Mitgliedschaft und ihren Finanzen sehr unterschiedlich. 23 Infografiken zeigen, in welchen Punkten sich die Parteien unterscheiden. Weiter... 

Zahlen und Fakten

Europawahl

Zwischen dem 22. und 25. Mai 2014 fand zum achten Mal die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Mehr als 500 Millionen Unionsbürger aus 28 Mitgliedsstaaten konnten in freien, geheimen und vor allem direkten Wahlen ihre parlamentarischen Vertreter bestimmen. Welche Fraktionen durften ins Parlament einziehen? Wie hoch war die Wahlbeteiligung? Und wie viele Bürger repräsentiert ein Abgeordneter? Weiter...