Metin Kaplan - Dossierbild Islamismus

4.5.2018 | Von:
Christine Schirrmacher

Der Umgang mit IS-Rückkehrerinnen

Neuland für unsere Gesellschaft und ihre Institutionen

Insbesondere nach dem Zerfall des IS-Territoriums kehren Frauen nach Europa und Deutschland zurück, die sich dem IS angeschlossen hatten. Welche Maßnahmen können ergriffen werden, damit sie sich dauerhaft vom Islamismus abwenden und keine Gefahr für die westlichen Demokratien darstellen?

Frauen von IS-Soldaten, insbesondere Rückkehrerinnen, stehen häufig auch im medialen Mittelpunkt. Zu sehen ist hier Moutia Elzahed, Frau eines IS-Rekrutierers, der in Sydney vor Gericht stand.Frauen von IS-Soldaten, insbesondere Rückkehrerinnen, stehen häufig auch im medialen Mittelpunkt. Zu sehen ist hier Moutia Elzahed, Frau eines IS-Rekrutierers, der in Sydney vor Gericht stand. (© picture-alliance/AP)

Mit dem weitgehenden Zusammenbruch des sogenannten Islamischen Staates (IS) stellt sich die Frage, wie mit IS-Rückkehrerinnen (und -Rückkehrern) umzugehen ist. Da die Ausreise von Frauen und deren aktive Teilnahme an Kampfhandlungen ein recht neues Phänomen ist, gibt es so gut wie keine Erfahrungen damit, wie sich ein längerer Aufenthalt in einem Kampfgebiet auf Rückkehrerinnen auswirken könnte. Das gilt umso mehr angesichts der Tatsache, dass einige der Frauen nicht nur unterstützende Tätigkeiten für den sogenannten Islamischen Staat geleistet, sondern auch aktiv an Gewalt gegen die Zivilbevölkerung teilgenommen haben.

Die Khansaa-Brigaden als weibliche Religionspolizei

Als besonders problematisch sind Rückkehrerinnen zu betrachten, die im Kriegsgebiet Mitglieder der Khansaa-Brigaden gewesen sind. Diese "Sittenpolizei" des IS war eingesetzt worden, um ankommende oder verwitwete Frauen so schnell wie möglich zu verheiraten und im eroberten Gebiet des IS Frauen auf vorschriftsmäßige Kleidung und angemessenes Verhalten zu kontrollieren. Aber nicht nur das: Ihnen wurden Frauen vorgeführt, die wegen des Gebrauchs von Make-up, einer nicht ganz vorschriftsmäßig getragenen Abaya (eines mantelartigen Umhangs) und Gesichtsschleiers oder eines zu wenig unterwürfigen Verhaltens gegenüber den Khansaa-Brigaden verhaftet worden waren. Die Mitglieder der Khansaa-Brigaden bestraften die Frauen mit Peitschenhieben und anderen Misshandlungen. Dem Vernehmen von Augenzeuginnen nach legten die Frauen der Brigade dabei große Härte und Brutalität an den Tag und dies umso mehr, je länger sie in Diensten des IS standen.

Gefahr für europäische Gesellschaften?

Unter Sicherheitsaspekten lautet die wichtigste Frage, ob von diesen radikalisierten Frauen eine Gefahr für die europäischen Gesellschaften ausgeht und ob sie erfolgreich resozialisierbar sind. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Pläne seitens des IS existierten, Frauen der Khansaa-Brigade mit Anschlagsplänen nach Europa zu schicken.

Wie können der Staat und die Sicherheitsbehörden die richtige Handhabe finden zwischen der Ahndung ihrer Mitgliedschaft und aktiven Unterstützung einer Terrororganisation und der dringend wünschenswerten Resozialisierung? Was ist der erfolgversprechendste Weg, um bestenfalls ein Umdenken und eine Distanzierung vom IS-Gedankengut bei den Frauen zu erreichen? Wie wirkt sich die Brutalisierung der Menschen im Gebiet des IS insbesondere auf die sehr jungen Frauen aus? Wie sehr sind sie geprägt von Folter, Tod und Kriegsgeschehen? Für welche ihrer Taten können sie auch juristisch die Verantwortung tragen, insbesondere wenn sie geltend machen, dass sie in einem Abhängigkeitsverhältnis standen und/oder unter Gewaltandrohung Befehle hätten ausführen müssen, ihre Taten aber selbst nicht guthießen? Die Frage des Umgangs mit den Rückkehrerinnen wird dadurch nicht leichter, dass viele ausgereiste Frauen noch sehr jung sind, einige davon sogar minderjährig.

Traumatisierte Mütter

Eine weitere Frage ergibt sich aus der Tatsache, dass viele von ihnen Kinder haben, die mit ihnen im Kampfgebiet gelebt haben und dort Gewalt, Kampfhandlungen und traumatischen Ereignissen ausgesetzt waren. Wie sollte die Frage des Sorgerechts gehandhabt werden angesichts der Tatsache, dass die Mütter ihre minderjährigen Kinder in ein Kriegsgebiet gebracht haben? Wie wirkt sich eine womöglich längere Haftstrafe der Mütter und Trennung von den Kindern auf die Kinder aus? Schließlich kann davon ausgegangen werden, dass die Mütter während ihres Aufenthalts im Gebiet des IS ihre einzigen relevanten Bezugspersonen gewesen sind. Andererseits ist in Betracht zu ziehen, dass die Indoktrinierung im Kriegsgebiet besonders an älteren Kindern kaum spurlos vorbeigehen wird; einige haben von ihren Müttern zudem programmatische Namen wie "Löwe des Islam" oder "Löwe des Kalifats" erhalten. Kehren die Mütter in Deutschland in ein salafistisches Netzwerk zurück, können die Entwurzelung, die erlebte Gewalt und propagierte Verachtung und Hetze gegen Andersgläubige bei ihnen schlechte Früchte tragen.

Frauen als Täterinnen

Aufgrund der neuen Konstellation und Fragestellung gibt es derzeit weder umfangreiche Erfahrungen noch fertige Antworten, wie mit dem Phänomen der Rückkehrerinnen umzugehen ist. Ein Umdenkungsprozess scheint notwendig, da Frauen bisher kaum als Gefährderinnen betrachtet wurden. Männer im IS gelten als kämpferisch und brutal, Frauen allenfalls als passive Sympathisanten, doch diese Sichtweise trifft nicht zu und muss revidiert werden. Die Gründe für die Attraktivität eines salafistischen Netzwerks und einer Ausreise in ein Kampfgebiet sind generell noch sehr wenig erforscht; das gilt umso mehr in Bezug auf Frauen. Erst wenn über die Push- und Pull-Faktoren mehr bekannt ist, kann über wirksame Gegenstrategien zur Verhinderung einer Ausreise sowie Maßnahmen für die Rückgewinnung von Frauen und Kindern nach deren Rückkehr nachgedacht werden. Die nächsten Jahre werden zeigen, inwieweit und an welchen Stellen besondere Bedürfnisse für eine Resozialisierung von Frauen und Kindern bestehen, die sich im Kampfgebiet des IS aufgehalten haben. Mit Sicherheit wartet hier keine leichte Aufgabe auf Gesellschaft und Sicherheitsbehörden, Jugendämter und Sozialarbeiter, denn auch die bisherigen Anstrengungen im Bereich De-Radikalisierung von Salafisten, die nicht ins Kampfgebiet nach Syrien ausgereist sind, haben gezeigt, dass die Problematik der Radikalisierung komplex ist und es weder einfache Antworten noch schnelle Erfolge gibt.

Keine einfachen Erklärungen für Radikalisierungsprozesse

Radikalisierungsprozesse besitzen kein einheitliches Schema, sondern sind eine Mischung aus Außen-Faktoren, die die Radikalisierung im Umfeld des Betreffenden gefördert haben, und Innen-Faktoren, die in den einzelnen Biografien begründet sind. Zwar erscheint es verlockend, einfache Erklärungen heranzuziehen, wie etwa, dass Jihadisten geisteskrank, traumatisiert, diskriminiert, verarmt, chancenlos und ohne Bildung aufgewachsen sein müssten. Solche Erklärungen greifen jedoch viel zu kurz: Auf eine Biographie eines Jihadisten, die einen oder mehrere dieser Bausteine aufweist, kommen Millionen ähnlicher Lebensläufe, die keine Wendung hin zur Radikalität nehmen.

Zu Recht hat daher der multifaktorielle Ansatz viel Anerkennung gefunden, der zur Erklärung von Radikalisierung im Leben europäischer Jugendlicher verschiedene begünstigende Faktoren zu einem Gesamtbild von Gefährdungsmomenten zusammenfügt, in dem jedoch kein einzelner Faktor die alles entscheidende Rolle spielt. Das bedeutet, dass bei jedem Einzelnen alle verfügbaren Daten zu
  • Herkunft,
  • Persönlichkeit,
  • Biografie und
  • sozialem Umfeld
erhoben werden müssen, um Rückschlüsse auf Gefährdungsmomente und, daraus abgeleitet, mögliche präventive Strategien für ähnlich gelagerte Fälle ziehen zu können. Es bedeutet aber auch, dass sich daraus keine zuverlässigen und allgemeingültigen Schlussfolgerungen ableiten lassen, die alle oder die überwiegende Zahl der Fälle entschlüsseln. Und es bedeutet noch weniger, dass sich ein Rezept daraus ableiten lässt, mit dem Radikalisierung oder baldiges Ausreisen in das nächste erreichbare Kampfgebiet verhindert werden können.

Krise der jungen Frauen – Krise der Familie

Ein Faktor, der bei jungen ausreisenden Frauen immer wieder auffällt, sind Spannungen innerhalb ihrer Familien bedingt durch Scheidung oder brüchige Beziehungen zu den Eltern. Bestimmte familiäre Konstellationen, wie Patchwork oder binationale Ehen, sind anfälliger für diese Spannungen. Vereinfacht könnte man sagen: Ausreisen sind Anzeichen einer familiären, aber auch einer persönlichen Krise, die im Umfeld des Betreffenden nicht aufgefangen wird. So kann eine Tochter, angetrieben von Freunden aus der salafistischen Szene, einige Zeit vor der Ausreise einen erkennbaren Wandel durchmachen, z. B.
  • nicht mehr mit der Familie essen wollen,
  • den Kleidungsstil nach und nach ändern,
  • sich zurückziehen,
  • ihre bisherigen Freunde vernachlässigen.
Frauen sind vor allem in neuen Chat-Räumen unterwegs, haben sich jetzt vielleicht ein Facebook-Profil mit arabischem Namen zugelegt. Männer besuchen häufiger eine Moschee, beten regelmäßig und halten sich manchmal von Alkohol, Drogen und dem anderen Geschlecht fern. Nichtreligiöse Eltern erkennen diese Anzeichen einer Umorientierung oft nicht als alarmierend oder sind sogar froh, dass ihre Kinder jetzt ein "ordentliches" Leben anzufangen scheinen.

Internet als Faktor, nicht Auslöser von Radikalisierung

Lange Zeit galt das Internet mit seinen weltweit zugänglichen Aufrufen zur Teilnahme am Jihad, seinen überall verfügbaren einfachen Rezepturen und Anleitungen zum Bombenbau und glorifizierenden Märtyrerbekenntnissen als einer der gefährlichsten Kanäle für die Radikalisierung junger Menschen. Heute werden die Möglichkeiten des Internets nicht mehr als eigentliche Auslöser für eine Radikalisierung betrachtet, sie wirken aber als Schallverstärker, da dort angebotene Kontaktbörsen und Informationsvermittler eine Radikalisierung zusätzlich unterfüttern können. So spielt das Internet als Mobilisierungs- und Resonanzraum sowie als Beschleuniger bei Radikalisierungsprozessen eine wichtige Rolle.[1]

Wenn eine junge Frau ihre Ausreise plant, dann geschieht das in aller Heimlichkeit, aber nicht alleine: Sie steht dabei meist unter dem Einfluss einer "Ersatzmutter"- oder "Schwester"-Figur, die durch eine Kontaktaufnahme über das Internet das Vertrauen der jungen Frau gewonnen hat und nach und nach zu ihrer wichtigsten Ratgeberin wird. Sie malt ihr das Leben im sogenannten Islamischen Staat als ideal und einfach aus, als eigentliche Heimat für Muslime, die ihren Glauben ernsthaft umsetzen möchten. Die Sprache in solchen Chat-Räumen ist auf die Jugendlichen abgestimmt, das Paradies und die Teilhabe an einer neuen Welt werden versprochen, die frei ist von westlichem Materialismus und dem Kampf um Anerkennung für den Islam.

Frauen, die in das Staatsgebiet des IS ausgereist sind, fällen vermeintlich eine eigenständige Entscheidung. Sie fliehen aus einer Gesellschaft, von der sie glauben, dass sie dort als Muslimin nicht respektiert wird und häufig ebenso aus der Enge des Elternhauses. Gleichzeitig aber geraten sie in eine viel größere Abhängigkeit, in der sie selbst ganz und gar unfrei sind und nichts mehr eigenständig entscheiden können.

Extremistische Gruppen bieten klare Regeln und einfache Feindbilder, eine Elite-Identität, Bewunderung durch die muslimische Gemeinschaft und das Angebot der Wiederherstellung der verloren geglaubten Ehre. Sie schenken durch die Verbindung mit einer Gemeinschaft Gleichgesinnter Geborgenheit und stellen die vermeintlich "natürliche" Ordnung wieder her, in der der "wahre" Islam und das Gesetz der Scharia die Oberhand erlangen und schließlich siegen werden. Die radikalisierte Gruppierung wird zum vorweggenommenen, schon heute sichtbaren Jenseits, zur besseren Welt der Gläubigen, die die "reine" islamische Gesellschaft nach dem Vorbild Muhammads erstehen lässt. Der Jihadismus wird so zu einer Handhabe, um eine als verdorben wahrgenommene Kultur durch eine andere, bessere Gegenkultur zu ersetzen.

IS-Rückkehrerinnen in Deutschland – Was tun?

IS-Rekrutiererinnen zeichnen in den sozialen Netzwerken ein romantisches Bild vom Leben im Staatsgebiet des IS.
  • Es ist meiner Meinung nach wichtig, diesem romantischen Bild in Schulen und sozialen Medien ein realistisches Narrativ entgegenzusetzen und vor dem Leben im Kriegsgebiet öffentlich zu warnen.
  • Die Attraktivität eines vermeintlich „islamischen“ Gemeinwesens sollte nachvollziehbar dekonstruiert werden.
  • Rückkehrerinnen, die von ihren Erlebnissen desillusioniert sind, wären die glaubwürdigsten Zeuginnen einer Rückschau auf eine Welt voller uneingelöster Versprechungen und humaner Katastrophen.

Wichtige Schritte für jeden einzelnen Fall

Bevor das aber geschehen kann, ist bei den Heimkehrerinnen eine Abkehr und Distanzierung von der bisherigen Weltanschauung von großer Bedeutung. Wichtig ist dabei die Frage, was den jungen Frauen zum Anschluss an den IS gebracht hat, um eine Gegenstrategie zu finden:
  • Ging es eher um ihre Aufwertung als Person oder um das Schaffen (vermeintlicher) Freiräume, weil die junge Frau in einer sehr autoritären Familie aufwuchs und sich durch die Ausreise ein Stück Eigenständigkeit erkämpft hat?
  • Oder geht es eher um die Suche nach Identität oder den Wunsch nach Aufmerksamkeit?
Von großer Bedeutung scheint es auch zu sein, die Familie der jungen Frau einzubeziehen und besonders den Eltern deutlich zu machen, wie wichtig es ist, den Kontakt zur Tochter aufrechtzuerhalten oder wieder aufleben zu lassen. Eltern von ausgereisten jungen Frauen sollten miteinander in Kontakt gebracht und angeleitet werden, ihre Elternrolle wieder aktiv wahrzunehmen. Traumata der Rückkehrerinnen müssen aufgearbeitet werden. Die Rückgewinnung und Resozialisierung der jungen Mädchen und Frauen wird eine langwierige und komplexe Aufgabe werden, bei der Sicherheitsbehörden Jugend- und Sozialämter mit Schulen und den Elternhäusern eng zusammenarbeiten sollten. Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten wären ebenso wichtig wie eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Thematik. Letztlich aber müssen auch die muslimischen Gemeinden sich des Problems der Radikalisierung und den sich daraus ergebenden Folgen annehmen und diesem Trend argumentativ sowie mit praktischer Präventionsarbeit entgegenwirken.

Mehr zum Thema:

Literatur

Change Institute: „Studies into violent radicalisation; Lot 2. The beliefs, ideologies and narratives“. Online unter: https://www.counterextremism.org/resources/details/id/13/studies-into-violent-radicalisation-the-beliefs-ideologies-and-narratives

Frauen für den Dschihad. Das Manifest der IS-Kämpferinnen. Herder: Freiburg, 2015

Jessica Davis. Women in Modern Terrorism. From Liberation Wars to Global Jihad and the Islamic State. Rowman & Littlefield: Lanham, 2017

Rainer T. Herrmann. Endstation Islamischer Staat? Staatsversagen und Religionskrieg in der arabischen Welt. DTV: München, 2015

Rüdiger Lohlker. Theologie der Gewalt: Das Beispiel IS. Facultas: Wien, 2016

Peter Neumann. Die neuen Dschihadisten. IS, Europa und die nächste Welle des Terrorismus. Econ: Berlin, 2015

Behnam T. Said. Islamischer Staat. Beck: München, 2014

Roman Knipping-Sorokin / Teresa Stumpf / Gertraud Koch, Radikalisierung Jugendlicher über das Internet? Hamburg, 2016

Fußnoten

1.
Vgl. z. B. Roman Knipping-Sorokin / Teresa Stumpf / Gertraud Koch, Radikalisierung Jugendlicher über das Internet?, Hamburg, 2016; Change Institute: „Studies into violent radicalisation; Lot 2. The beliefs, ideologies and narratives“. Online unter: https://www.counterextremism.org/resources/details/id/13/studies-into-violent-radicalisation-the-beliefs-ideologies-and-narratives
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Autor: Christine Schirrmacher für bpb.de
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