Herausforderung Salafismus

15.3.2019

Termine: Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Die Redaktion des Infodienstes stellt Veranstaltungshinweise und Fortbildungen aus dem Themenfeld Radikalisierungsprävention zusammen. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert. Haben Sie einen Hinweis für uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Terminübersicht

Zu den Termindetails gelangen Sie, indem Sie auf den Titel der Veranstaltung klicken.

September 2019 Oktober 2019 November 2019
2. bis 3. September 2019, Bremen

Fortbildung: Politische Bildung & phänomenübergreifende Prävention – Modul III – Diversität, Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten und cultures interactive veranstalten eine modulare Fortbildungsreihe. In vier Modulen werden Handlungskompetenzen für den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und religiös begründeten Extremismus anhand eines Interventionsplans vermittelt. Zudem bietet jedes Modul ein Schwerpunktthema zur Vertiefung. Neben Hintergrundwissen werden bewährte Methoden der politischen Bildung vorgestellt und neue Ideen für das eigene Arbeitsfeld entwickelt. Die Fortbildungsreihe wird in Kooperation mit weiteren Trägern der politischen Bildung durchgeführt.

Termin: 2. bis 3. September 2019
Ort: Bremen
Kosten: 40 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten
5. September 2019, Kiel

Fachtagung: Herausforderungen begegnen: Islam und Salafismus in der Kinder- und Jugendhilfe

Das Thema Religion gewinnt für alle Sozialraumakteure im Bereich Kinder- und Jugendhilfe an Bedeutung. Mit einem breiten Angebot an Vorträgen, Workshops und einem Experteninterview wird der Fachtag mit vielen verschiedenen Perspektiven auf das Phänomen Sachwissen und Handlungssicherheit für die Praxis stärken. Angeboten wird der Fachtag von PROvention und dem Jugendamt Kiel. PROvention ist die Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein.

Termin: 5. September 2019, 9:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Jugendamt Kiel, Neues Rathaus, Stresemannplatz 5, 24103 Kiel
Kosten: kostenfrei
Programm und Informationen zur Anmeldung: PDF
6. September 2019, Neu-Anspach (bei Frankfurt am Main)

Fachtag: Terrorismus – Echt jetzt?

Wie können politische Bildner/-innen das Thema Terrorismus angemessen mit Jugendlichen verhandeln? Damit Gefühle wie Angst und Bedrohung nicht in Hass umschlagen, müssen Jugendliche lernen die Ereignisse in ihrer gesellschaftspolitischen Reichweite zu verstehen, um ihnen so kritisch reflektiert begegnen zu können. Wesentlich ist hierbei die Frage, was Terrorismus und die medialen Diskurse über Terrorismus mit uns und der Demokratie in Deutschland machen.

basa e. V. hat zu diesen Fragen ein Modellprojekt durchgeführt: "Politisch motivierte Gewalt erforschen. Mit kritischer Medienkompetenz Terrorismus verstehen und für Demokratie eintreten." Die Ergebnisse des Projektes liegen in Form einer pädagogischen Handreichung mit Methoden, Lernmaterialien und begleitender Webseite vor. Auf dem Fachtag werden die Ansätze mit Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in der Jugendbildung vorgestellt und diskutiert.

Das detaillierte Programm wird zeitnah veröffentlicht.

Termin: 6. September 2019, 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Bildungsstätte Alte Schule, Schulstraße 3, 61267 Neu-Anspach
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten von basa e. V.
6. bis 7. September 2019, Stein (Mittelfranken)

Workshop: Poser, Prediger und Patrioten – Das Bling Bling der phänomenübergreifenden politischen Bildung

Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus werden in der Regel in unterschiedlichen Präventionsangeboten behandelt. Dabei sind die politischen Haltungen, Interessen und Hintergründe von Jugendlichen vorher selten bekannt. Deshalb kann es sinnvoll sein, mit phänomen-offenen Gruppendiskussionsformaten in den Austausch zu gehen und gleichzeitig Impulse für Vielfalt, Menschenrechte und Demokratie zu setzen. Das Projekt PHÄNO_cultures möchte junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren durch eine phänomenübergreifende politische (Jugendkultur-) Bildung in Schulprojekttagen und Workshops ansprechen. Dabei werden aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen thematisiert, neue Ausdrucksformen eröffnet und durch Reflektion und Perspektivaustausch die Resilienz/Widerstandskraft gegen Radikalisierung bei jungen Menschen gestärkt.

In dieser Fortbildung wird es darum gehen, verschiedene Zugänge über jugendkulturelle und medial gestützte Ansätze der politischen Bildung kennen zu lernen, auszuprobieren und zu diskutieren. Das Team des Projekts PHÄNO_cultures des Vereins cultures interactive e.V., Anna Groß und Marie Jäger, stellen ihren Ansatz der jugendkulturell-politischen Bildung an Hand von Methoden, Monitoringbeispielen und Beispielen aus der Praxis vor.

Dabei soll anhand der folgenden Fragen diskutiert werden:
  • Welche Ähnlichkeiten und welche Unterschiede der Radikalisierung können in der politischen Bildungsarbeit in phänomenübergreifenden Settings behandelt werden?
  • Mit Hilfe welcher Methoden können zivilgesellschaftliche Werte der gegenseitigen Anerkennung und Gewaltvermeidung gefördert werden?
  • Wie kann eine Identitäts-Stärkung jenseits von Radikalisierung erreicht werden für Jugendliche, die sich von rechtsextremen oder islamistischen Ideologien angesprochen fühlen?
  • Was gehört zu einer rassismuskritischen Bildungsarbeit zum Thema Religion, religiös begründeter Extremismus und Gleichberechtigung?
Termin: 6. bis 7. September 2019
Ort: Tagungs- und Gästehaus Stein, Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein (Mittelfranken)
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
13. September 2019, Berlin

Workshop: Radikalisierungsprävention durch Entwicklungsförderung – Teil 2: Gewissensbildung und der Umgang mit Schuld(-gefühlen)

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Wie wirkt sich eine defizitäre Gewissensbildung auf das Verhalten aus und welcher Zusammenhang besteht zu Radikalisierungsprozessen?
  • Welche Ansätze gibt es in der pädagogischen Praxis im Umgang mit Schuld(-gefühlen)?
  • Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Religiosität/Ideologie und Schuld?
Termin: 13. September 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
19. September 2019, Berlin

Save the Date: Fachtagung: Prävention und Sicherheit

Während sich zivilgesellschaftliche Präventionsarbeit in der Förderung von Demokratie und Menschenrechten verortet, haben Sicherheitsbehörden eher die Aufgabe der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit inne. Zivilgesellschaftliche Träger greifen auf präventive Maßnahmen im Sinne der Sozialen Arbeit und Politischen Bildung zurück; Sicherheitsbehörden agieren den eigenen Rollen und Aufgaben entsprechend durchaus auch repressiv. Aufgrund dieser verschiedenen Rollen kann sich ein Spannungsverhältnis zwischen beiden Akteursgruppen bezüglich der professionellen Vorgehensweise ergeben. Dieses kann durch mangelnde Rollenaufteilung und Regeln bei Kooperationsmaßnahmen verstärkt werden.

Die Fachtagung wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Religiös Begründeter Extremismus (BAG RelEx) organisiert.

Termin: 26. September 2019
Ort: Universität der Künste, Kammersaal, Fasanenstraße 1B, 10623 Berlin

Weitere Informationen in Kürze hier.
25. September 2019, Berlin

Counter Speech: Strategien gegen Hass im Netz – Konzepte und Herausforderungen der Jugendarbeit in der Diskussion

"Counter Speech" ist spätestens seit der gesteigerten Aufmerksamkeit für Hass im Netz und der Suche nach Möglichkeiten, auf diesen zu reagieren, Gegenstand zivilgesellschaftlicher Debatten. Besonders im Kontext der Jugendarbeit kommt der Entwicklung nachhaltiger Konzepte eine hohe Relevanz zu. Vor­stellungen von dem, was sich hinter dem Begriff oder seinem deutschen Pendant "Gegenrede" verbirgt, sind jedoch häufig recht vage und verknüpft mit unterschiedlichen Erfahrungen der letzten Jahre und analytischen Perspektiven aus Forschung und pädagogischer Praxis. Diese zusammen und in die Diskus­sion zu bringen, ist Ziel des Fachtags.

Der Fachtag richtet sich dabei gleichermaßen an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der schulischen und außerschulischen Praxis, Forschende im Bereich Extremismus im Internet sowie Akteure, die sich im Feld der Medienerziehung, politischen Bildung und des zivilgesellschaftliches Engagements im Netz be­wegen.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, können Sie sich ab sofort über folgende Webseite registrieren: www.jugendschutz.net/veranstaltung.

Termin: 25. September 2019
Ort: Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin, In den Ministergärten 6
Anmeldung: online
26. September 2019, Bochum

Fachtag: Radikalisierung vorbeugen, Ankommen gestalten – Prävention und Deradikalisierung im Kontext Flucht

In den letzten Jahren sind geflüchtete Menschen in der gesellschaftlichen Debatte immer wieder mit islamistischer Radikalisierung in Verbindung gebracht worden. Hierdurch entstanden sowohl bei Menschen aus der Hilfe für Geflüchtete wie auch bei Geflüchteten selbst häufig Unsicherheiten in Bezug auf Religiosität, dem gelebten Glauben oder einer möglichen Radikalisierung. Das Beratungsnetzwerk Grenzgänger möchte sich daher einer differenzierten Auseinandersetzung in Form eines Fachtags stellen und lädt dazu herzlich ein.

Dieser Fachtag möchte sich der Vorbeugung einer Radikalisierung unter Geflüchteten widmen, Unsicherheiten abbauen, Fragen beantworten und über das Phänomen aufklären. Dazu gehört, mögliche Gründe einer Radikalisierung und Szeneangebote für Geflüchtete in den Blick zu nehmen. Thematisiert wird auch, wie Stigmatisierung und Viktimisierung, die Geflüchtete in Deutschland erfahren, eine Abwendung von der Gesellschaft befördern können. Nicht zuletzt soll es darum gehen, wie wir gemeinsam allen Geflüchteten helfen können, in Deutschland Fuß zu fassen und sie erfolgreich beim Ankommen begleiten.

Termin: 26. September 2019
Ort: Blue Square Bochum, Kortumstraße 90, 44787 Bochum
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten vom Beratungsnetzwerk Grenzgänger
26. September 2019, Düsseldorf

Fachtagung: Radikalisierungsprävention im schulischen Kontext

Bei der Fachtagung werden die Ergebnisse des Modellprojekts "CleaR – Clearingverfahren gegen Radikalisierung" sowie eine Handreichung vorgestellt. Außerdem soll gemeinsam mit den Teilnehmenden über Radikalisierungsprävention an Schulen diskutiert werden. Wie lassen sich im schulischen Kontext Radikalisierungsprozesse frühzeitig erkennen und unterbrechen? Und welche Methoden sollten hierbei zum Einsatz kommen?

CleaR beschäftigt sich mit den Phänomenen gewaltbereiter Neosalafismus und Rechtsextremismus. Es wendet sich an radikalisierte Jugendliche im schulischen Umfeld und zielt auf die Unterbrechung beziehungsweise Verlangsamung des Radikalisierungsprozesses. Im Rahmen des Modellprojekts werden seit April 2016 an sechs Schulen in Deutschland Clearingverfahren getestet.

Termin: 26. September 2019
Ort: Stadtteilzentrum Bilk, Bachstrasse 145, 40217 Düsseldorf
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: per E-Mail an lisa.kiefer@die-agb.de

Weitere Informationen auf den Seiten des Projekt CleaR

Zum Programm
26. bis 27. September 2019, Lüneburg

Programmtagung: Radikalisierungsprozessen junger Erwachsener präventiv begegnen – Gestaltung primärer Präventionsarbeit

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. Fortbildungen für hauptamtlich beschäftige vhs-Mitarbeiter/-innen (HPMs), Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

Inhalt und Ziele der Programmtagung sind: Sensibilisierung für die Motive einer Radikalisierung junger Menschen; Einführung in das Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Wissensvermittlung zu Fördermöglichkeiten, Zielgruppenerreichung und Kooperationspartnern; Austausch über den Umgang mit schwierigen Positionen und Verhaltensweisen; Einführung in die bisher entwickelten Modellkonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte zur Integration in das vhs-Bildungsangebot und möglichen Kooperationen mit Respekt Coaches.

Termin: 26. bis 27. September 2019
Ort: Lüneburg
Kosten: kostenlos (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich bis zum 25. August

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
27. September 2019, Berlin

Workshop: Trauma und Traumafolgen als Risikofaktor für Radikalisierung: Welches Wissen braucht es in der Arbeit mit jungen Menschen?

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Was genau verstehen wir unter Trauma?
  • Welcher konkrete Zusammenhang besteht zwischen Traumatisierung und Radikalisierung?
  • Welche Möglichkeiten stellen Traumapädagogik und Ansätze der Traumabehandlung im Umgang mit einer radikalisierten und zugleich traumatisierten Zielgruppe zur Verfügung?
  • Wie sieht die Praxis der Radikalisierungsprävention im Hinblick auf diese Zielgruppe aus?
Termin: 27. September 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
9. bis 10. Oktober 2019, Dachau

Fortbildung: Politische Bildung & phänomenübergreifende Prävention – Modul IV – Antisemitismus, Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten und cultures interactive veranstalten eine modulare Fortbildungsreihe. In vier Modulen werden Handlungskompetenzen für den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und religiös begründeten Extremismus anhand eines Interventionsplans vermittelt. Zudem bietet jedes Modul ein Schwerpunktthema zur Vertiefung. Neben Hintergrundwissen werden bewährte Methoden der politischen Bildung vorgestellt und neue Ideen für das eigene Arbeitsfeld entwickelt. Die Fortbildungsreihe wird in Kooperation mit weiteren Trägern der politischen Bildung durchgeführt.

Termin: 9. bis 10. Oktober 2019
Ort: Dachau
Kosten: 40 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten
10. bis 11. Oktober 2019, München

Programmtagung: Radikalisierungsprozessen junger Erwachsener präventiv begegnen – Gestaltung primärer Präventionsarbeit

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. Fortbildungen für hauptamtlich beschäftige vhs-Mitarbeiter/-innen (HPMs), Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

Inhalt und Ziele der Programmtagung sind: Sensibilisierung für die Motive einer Radikalisierung junger Menschen; Einführung in das Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Wissensvermittlung zu Fördermöglichkeiten, Zielgruppenerreichung und Kooperationspartnern; Austausch über den Umgang mit schwierigen Positionen und Verhaltensweisen; Einführung in die bisher entwickelten Modellkonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte zur Integration in das vhs-Bildungsangebot und möglichen Kooperationen mit Respekt Coaches.

Termin: 10. bis 11. Oktober 2019
Ort: München
Kosten: kostenlos (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich bis zum 25. August

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
11. bis 12. Oktober 2019, Hofgeismar

Workshop: Radikalisierungsprozesse und Online-Streetwork – Von Identitätsbildung, Wahrheitsansprüchen, Onlinekommunikation und einem neuen Ansatz der Präventionsarbeit

Häufig werden die Wurzeln für Radikalisierung in bestimmten Persönlichkeitsstrukturen oder einschneidenden biografischen Ereignissen gesucht. Diese können allerdings nur einen Teil der Entwicklungen erklären und eignen sich nur bedingt als Ansatzpunkt für umfassende Prävention. Im ersten Teil des Seminars beschäftigen wir uns deswegen mit den grundlegenden Rahmenfaktoren und Dynamiken von Radikalisierung aus einer sozialpsychologischen Perspektive. Wir wollen dabei u. a. dem Einfluss von Faktoren wie sozialen Normen und isolierten Lebenswelten, wahrgenommener Ablehnung, Orientierungssuche und Identitätskonflikten nachgehen. Welche Rolle spielt es dabei, dass sich Betroffene der Radikalität ihrer Ansichten und Handlungen möglicherweise gar nicht bewusst sind? Welche Schlussfolgerungen kann man aus den Radikalisierungsdynamiken zu Möglichkeiten der Prävention ziehen? Was sagen sie z. B. über die Effektivität von Gegenrede und Gegennarrativen aus?

Das Internet und Social Media haben die Art der Kommunikation und damit auch die Verbreitung von Informationen maßgeblich verändert. Soziale Netzwerke, wie YouTube, Instagram, Facebook, WhatsApp, usw. sind die neuen Leitmedien der Kinder und Jugendlichen. Da weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass vor allem bei jungen Menschen Social Media von großer Bedeutung für die Verbreitung von islamistischem Gedankengut und bei Radikalisierungsprozessen ist, beschäftigen wir uns im zweiten Teil des Seminars u. a. mit folgenden Fragestellungen: Wie genau funktionieren diese Plattformen eigentlich und was macht sie für junge Menschen so interessant? Wie genau spielt der Einfluss von Online-Medien in problematische Entwicklungen hinein? Welche Rolle spielen die spezifischen Begebenheiten wie das vereinfachte Finden von Gleichgesinnten, Steigerungsdynamiken aus einem vermeintlichen Schutzraum der Anonymität heraus und die Akzeptanz bis hin zur Verherrlichung von Gewaltfantasien? Was sind Algorithmen und wie entstehen Echokammern und Filterblasen? Wie funktioniert das Online-Streetwork des Projektes streetwork@online, als neuer Ansatz der aufsuchenden Sozialarbeit und was sind potenzielle Grenzen? Als Experten werden der Sozialpsychologe Dr. Florian Jäger und der Medienpädagoge Adrian Stuiber dieses Seminar begleiten.

Termin: 11. bis 12. Oktober 2019
Ort: Tagungsstätte Hofgeismar, Gesundbrunnen 8, 34369 Hofgeismar
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
15. bis 17. Oktober 2019, Potsdam

Fachtagungung: Glocal Islamism 2019 – Phänomene, Interdependenzen, Prävention

Islamistische Akteure gewinnen mit ihrer grenzüberschreitenden Ideologie Befürworter und Anhänger in der gesamten Welt. Gerade für Akteure der Präventionsarbeit ist das Verständnis der Interdependenzen von globalen und lokalen Ausprägungen des Islamismus essentiell, um lösungsorientierte Handlungsstrategien entwickeln zu können. Vor diesem Hintergrund plant die Bundeszentrale für politische Bildung eine internationale Fachtagung zum Thema "Glocal Islamism 2019".

Ein Schwerpunkt der Fachtagung soll neben der Phänomen-Analyse auch das Thema der Prävention sein. Gute Praxis, wissenschaftliche Erkenntnisse und politisches Steuerungswissen auch über Länder- und Systemgrenzen hinweg nutzbar zu machen, ist ein elementarer Bestandteil zur Förderung von Qualität und Weiterentwicklung in der Präventionsarbeit. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Problemlagen und Lösungsansätzen sollen im Rahmen der Fachtagung zusammenkommen, um sich neben der Wissensvermittlung auch über ihre Erfahrungen im Umgang mit Islamismus im jeweiligen nationalen/lokalen Kontext auszutauschen.

Termin: 15. bis 17. Oktober 2019
Ort: Potsdam
Kosten: ab 80 Euro (inkl. Verpflegung, exkl. Übernachtung)
Anmeldung: online möglich bis zum 27. September 2019

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung.
18. November 2019, Leipzig

Fachtagung: Politische Bildung im Strafvollzug

Vorstellung der Studie "Politische Bildung im Strafvollzug – Angebote, Bedarfe und Leerstellen"

Seit Herbst 2018 forscht ein Team der Hochschule Merseburg in Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Zentrum zur politischen Bildung im Strafvollzug. Für eine Pilotstudie wurden bundesweit Mitarbeiter/-innen der Justizvollzugsanstalten, externe politische Bildner/-innen sowie inhaftierte Jugendliche befragt. Erstmals liegen empirische Daten zum Stand der politischen Bildung in deutschen Jugendgefängnissen vor. Die zentralen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden vorgestellt und diskutiert.

Termin: 18. November 2019, 10:00-16:00 Uhr
Ort: Tagungslounge Leipzig, Katharinenstraße 6, 04109 Leipzig
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich bis zum 10.10.2019

Weitere Informationen auf den Seiten des Anne Frank Zentrums
20. bis 21. November 2019, Erfurt

Fachausstausch des Deutschen Volkshochschul-Verbands: Präventionsarbeit als Querschnittsaufgabe, aber wie? - Kommunale Partnerschaft stärken

Der zweite DVV-Fachaustausch findet unter Federführung des Projekts „Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ (PGZ) statt. Seit 2018 ist das PGZ-Projekt im Programmbereich „Politische Jugendbildung“ des DVV verankert. Langfristiges Ziel ist die Stärkung der bundesweiten Struktur der Volkshochschulen im Bereich der primären Prävention von demokratiefeindlichen Radikalisierungsprozessen junger Menschen.

Im Fokus des Fachaustauschs stehen kommunale Ansätze im Bereich der Radikalisierungsprävention. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Einblick in etablierte Projekte und Strukturen kommunal verankerter Präventionsarbeit zu gewinnen, sich über Anknüpfungspunkte und Potentiale im Bereich Radikalisierungsprävention auf kommunaler Ebene auszutauschen und die weitere Vernetzung von Akteuren aus der Radikalisierungsprävention zu befördern. Zielgruppe der Veranstaltung sind interessierte Mitarbeitende der Volkshochschulen, Respekt Coaches sowie Träger und Projekte aus der Radikalisierungsprävention.

Termin: 20. bis 21. November 2019
Ort: Erfurt
Kosten: kostenlos (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich bis zum 01. Oktober

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

Mehr lesen

Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden. Außerdem können Sie das "Datenbank-Widget" in Ihre Website einbauen.

Mehr lesen

Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

Mehr lesen