Herausforderung Salafismus

15.3.2019

Termine: Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Die Redaktion des Infodienstes stellt Veranstaltungshinweise und Fortbildungen aus dem Themenfeld Radikalisierungsprävention zusammen. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert. Haben Sie einen Hinweis für uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Terminübersicht

Zu den Termindetails gelangen Sie, indem Sie auf den Titel der Veranstaltung klicken.

Mai 2019 Juni 2019 Juli 2019 September 2019 Oktober 2019 November 2019
7. Mai 2019, Berlin

Workshop: Kritische Medienbildung & Online Radikalisierungsprozesse

Die Workshops von streetwork@online sollen Teilnehmende mittels theoretischer Grundlagen und praktischer Ansätze medienpädagogisch für die Arbeit mit jungen Menschen sensibilisieren und schulen. Der Fokus liegt dabei auf Online-Kommunikation und Prävention. Die Workshops richten sich an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten.

Themenschwerpunkte und Aufbau:
  • Fakten, Hintergründe und Diskurse zu Social Media: Entwicklung, Funktionsweise (Algorithmen, Filterblasen, Echokammern und Big Data) und Nutzungsverhalten, sowie Gefahren von/für Jugendliche/n
  • Hate Speech und Cyber Mobbing: Bedeutung, Folgen und Handlungsempfehlungen
  • Online-Prävention: Vorstellung des Online-Streetworks, einschließlich Haltung und Kommunikationstechniken, anhand von Beispielen
Termin: 7. Mai 2019, 12:00-16:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: per E-Mail bis zum 2. Mai 2019 an info@streetwork.online
8. Mai 2019, Berlin

Workshop: Rollen & Klischees: Genderspezifische Aspekte in der Radikalisierungsprävention

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Welche Funktionen nehmen Frauen innerhalb radikaler Gruppen ein?
  • Wie unterscheiden sich die Hinwendungsmotive von Frauen und Männern? Welche Vorstellungen zu Männlichkeit und Weiblichkeit spielen dabei eine Rolle?
  • Wie sind Frauen und Mädchen präventiv zu erreichen?
  • Welche Erkenntnisse bietet die Geschlechterforschung für die Arbeit im Feld der Radikalisierungsprävention? Lässt sich Wissen zu Frauen in der rechtsextremistischen Szene für die Präventionsarbeit mit Frauen im Bereich des religiös begründeten Extremismus nutzen?
Termin: 8. Mai 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
10. bis 11. Mai 2019, Springe am Deister

Workshop: Antisemitismus und Israelhass als Radikalisierungsfaktoren

Antisemitische Vorstellungen spiegeln sich facettenreich in islamistischen Ideologien und Narrativen wider. Im Zentrum steht dabei oftmals eine antisemitisch gerahmte Bezugnahme auf den Staat Israel. Welche Bedeutung kommt aber nun dem Antisemitismus zu, wenn auf Radikalisierungsprozesse im Kontext Islamismus fokussiert wird? Und darüber hinaus: Was ist eigentlich unter Radikalisierungsprozessen zu verstehen? Spiegeln sich im Antisemitismus nicht gerade Fragmente einer Weltsicht, die auf eine Nähe zu islamistischen Ideologien und Narrativen verweist?

Diesen Fragen widmen sich Dr. des. Stefan Hößl, der aktuell seine Dissertationsschrift "Antisemitismus unter 'muslimischen Jugendlichen'!? Empirische Perspektiven auf Antisemitismus im Zusammenhang mit Religiösem im Denken und Wahrnehmen Jugendlicher" veröffentlicht sowie Saba-Nur Cheema, die als pädagogische Leitung in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt a.M. tätig ist. Der erste Teil des Workshops widmet sich diesen Fragestellungen mit einem Mix aus Input- und Gruppenarbeitsphasen sowie insbesondere über die gemeinsame Analyse von Interviews mit Jugendlichen.

Im zweiten Teil werden über Beispiele aus der Praxis antisemitismuskritischer Bildungsarbeit Möglichkeiten und Grenzen einer Pädagogik gegen Antisemitismus sowie damit verbundene pädagogische Haltungen diskutiert. Dabei wird auch zur Diskussion gestellt, wieso es notwendig ist, eine antisemitismuskritische Perspektive mit einer rassismuskritischen zu verbinden – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass sich der Vorwurf gegenüber (tatsächlichen oder vermeintlichen) Musliminnen und Muslimen, sie seien allesamt Antisemitinnen oder Antisemiten, zu einem verbreiteten Topos des antimuslimischen Rassismus in der Bundesrepublik entwickelt hat.

Termin: 10. bis 11. Mai 2019
Ort: Bildungs- und TagungsZentrum HVHS Springe, Kurt-Schumacher-Straße 5, 31832 Springe am Deister
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich bis 30. April 2019

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
14. Mai 2019, Barmstedt im Kreis Pinneberg

Fachtag: Eine Szene im Wandel – islamistische Gruppierungen jenseits des Salafismus

Bei dem Fachtag soll der Blick auf islamistische Gruppen gerichtet werden, welche besonders nach dem Niedergang des sogenannten Islamischen Staats an Bedeutung gewonnen haben. Diese sind unter anderem in Hamburg sehr aktiv und versuchen beispielsweise durch Online-Propaganda, auch Menschen aus Schleswig-Holstein an sich zu binden.

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Fachpersonal aus den Bereichen Schule, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Kinder- und Jugendhilfe, Migrationsberatung, aber auch an sonstiges interessiertes Publikum. Der Fachtag wird von "PROvention – Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus" veranstaltet.

Termin: 14. Mai 2019, 9:30-16:00 Uhr
Ort: Victor-Andersen-Haus, Kreisjugendring Pinneberg e. V., Düsterlohe 5, 25355 Barmstedt
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: per E-Mail mit vollständigem Namen, Ihrer Institution und Workshop-Wunsch an veranstaltung.provention@tgsh.de

Weitere Informationen auf den Seiten von PROvention
16.-17. Mai 2019, Fulda

Fachtag: Digital 2020: Die Attraktion des Extremen

Welche Rolle spielt das Internet bei Radikalisierungsprozessen tatsächlich und was sind geeignete Gegenstrategien? Wie können sich demokratische Gesellschaften am besten gegen die Kommunikation extremistischer und antidemokratischer Gruppen wehren? Diesen Fragen widmet sich die Fachtagung "Digital 2020: Die Attraktion des Extremen. Radikalisierungsprävention im Netz". Ausgerichtet wird die jährliche Veranstaltung von der AKSB – Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e. V. gemeinsam mit dem Bonifatiushaus Fulda, der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz und der LPR Hessen – Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunkt und neue Medien.

Am ersten Tag werden Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen Analysen zu unterschiedlichen Themen vornehmen. So wird es in verschiedenen Vorträgen etwa um den Salafismus, den Rechtsextremismus, Gegenstrategien und die Kommunikation in Chaträumen gehen.

Am zweiten Tag werden in Workshops einzelne Präventionsmaßnahmen erprobt. Vorgesehen sind das Spiel "X-Games" zur Prävention von Extremismus und Radikalismus, die App "Diskutier Mit Mir", ein Workshop zum Projekt "MEET: Media Education for Equity and Tolerance" und ein Praxisteil "Religionssensible politische Bildungsarbeit – medien-praktisch!"

Termin: 16.-17. Mai 2019
Ort: Bonifatiushaus, Neuenberger Straße 3-5, 36041 Fulda
Kosten: 75 Euro inkl. Übernachtung; Erstattung der Reisekosten
Anmeldung: online möglich bis zum 06. Mai 2019

Weitere Informationen auf den Seiten der AKSB
17. bis 18. Mai, Potsdam

Schulungen für Kursleitende: Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene – Kurskonzepte erfolgreich umsetzen

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. regionale Schulungen für vhs-Kursleitende und externe Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Inhalt und Ziele der Schulung sind: Sensibilisierung für Radikalisierungsmotive junger Menschen; Hintergrundwissen zum Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen der Präventionsarbeit anhand konkreter Projektbeispiele; Einführung in die bisher entwickelten Kurskonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte im Rahmen der eigenen Arbeit.

Termin: 17. bis 18. Mai 2019
Ort: Potsdam
Kosten: kostenlos
Anmeldung: per E-Mail möglich an schmeil@dvv-vhs.de (Adriane Schmeil)

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
23.-24. Mai 2019, Dortmund

Fachtag: "Für Volk und Glaube?" Die extreme Rechte und religiös begründeter Extremismus

Die Veranstaltung soll der Frage nachgehen, ob es Gemeinsamkeiten zwischen religiös begründetem Extremismus und rechten Milieus gibt, und worin sie sich voneinander unterscheiden. Stärken diese Phänomene sich vielleicht sogar gegenseitig? Wie nehmen sich die beiden Lager gegenseitig wahr? In welchem Verhältnis steht antimuslimischer Rassismus zu anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit?

Der Fachtag ist eine Kooperation zwischen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus und der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus.

Termin: 23.-24. Mai 2019, 13:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Evangelisches Tagungshaus Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich bis zum 13. Mai 2019

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
24. Mai, Hannover

Workshop: Videobasierte Strategien gegen Radikalisierung (VIDEOSTAR)

Das Projekt VIDEOSTAR untersucht extremistische Inhalte in Onlinemedien, insbesondere YouTube-Videos. Dabei liegt der Fokus auf islamistischen und rechtsextremistischen/-populistischen Narrativen und deren Radikalisierungsgehalt. In dem Workshop sollen gemeinsam mit Fachleuten aus Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Präventionsarbeit/politischer Bildung die Ergebnisse der bisherigen Materialanalysen reflektiert werden. Unter anderem werden Beispiele für Voice-Over- und Split-Screen-Videos vorgestellt und diskutiert. Danach werden Script-Ideen für Gegennarrative präsentiert, die auf verschiedene Aspekte der Videos und ihrer Machart eingehen. Das Ziel dabei ist, das Potenzial der vorgestellten Gegennarrative und ihrer Schwerpunktsetzungen zu beleuchten.

Termin: 24. Mai 2019, 11:00-16:30 Uhr
Ort: Hannover
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: per E-Mail bis zum 10. Mai 2019 an alina.arnhold@polizei.niedersachsen.de

Weitere Informationen auf den Seiten der Polizeiakademie Niedersachsen
28. bis 29. Mai, Nürnberg

Schulungen für Kursleitende: Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene – Kurskonzepte erfolgreich umsetzen

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. regionale Schulungen für vhs-Kursleitende und externe Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Inhalt und Ziele der Schulung sind: Sensibilisierung für Radikalisierungsmotive junger Menschen; Hintergrundwissen zum Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen der Präventionsarbeit anhand konkreter Projektbeispiele; Einführung in die bisher entwickelten Kurskonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte im Rahmen der eigenen Arbeit.

Termin: 28.bis 29. Mai 2019
Ort: Nürnberg
Kosten: kostenlos
Anmeldung: per E-Mail möglich an schmeil@dvv-vhs.de (Adriane Schmeil)

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
6. Juni 2019, Berlin

Workshop: Zwischen Kooperation und Abgrenzung: Das Verhältnis von Sozialer Arbeit und Sicherheitsbehörden

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Wie sollte Kooperation zwischen Sozialer Arbeit und Sicherheitsbehörden aussehen?
  • Was läuft gut im Zusammenwirken zwischen Sozialarbeiter(inne)n und Sicherheitsbehörden? Wo gibt es Konflikte und Bedenken?
  • Welche unterschiedlichen Präventionsbegriffe und welche professionellen Aufträge liegen der jeweiligen Arbeit zugrunde?
Termin: 6. Juni 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
14. bis 15. Juni 2019, Hösbach

Workshop: Religiosität, Rassismus, Resilienz – Politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft zwischen Antidiskriminierungsarbeit und Radikalisierungsprävention

Angesichts rassistischer Diskurse und religiös begründeter Radikalisierungsprozesse steht politische Bildung vor der Herausforderung, zunehmend auch religiöse Fragen und Interessen aufzugreifen. Zudem spielen Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus für viele Jugendliche eine wichtige Rolle in der Bildungsarbeit. Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe politischer Bildung, die Vielfältigkeit muslimischer Denk- und Lebenswelten sichtbar zu machen und Jugendliche im Umgang mit Religion und religiöser Vielfalt zu stärken. Aber es geht auch darum, Erfahrungen mit Diskriminierungen und rassistischen Anfeindungen anzuerkennen und Frustrationen und Ohnmachtsgefühle angesichts gesellschaftlicher und internationaler Konflikte aufzugreifen, um gemeinsam mit Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

In diesem Workshop werden Götz Nordbruch und Mirjam Gläser auf Basis ihrer Erfahrungen bei ufuq.de pädagogische Umgangsweisen vorstellen, die auch ohne religiöses Fachwissen eine Auseinandersetzung mit Religiosität, antimuslimischem Rassismus und religiös begründetem Extremismus ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die Anerkennung von biographischen und lebensweltlichen Erfahrungen und Erwartungen von muslimisch markierten Jugendlichen. Zum anderen geht es darum, demokratie- und freiheitsfeindliche Denk- und Verhaltensweisen zu erkennen und ihnen im Alltag zu begegnen.

Mit inhaltlichen Inputs und Gruppenarbeitsphasen werden wir unter anderem folgende Fragen näher beleuchten:
  • Wie wirken antimuslimische Diskurse auf das Selbstverständnis von Jugendlichen?
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Diskriminierungserfahrungen und Radikalisierungsprozessen?
  • Wieviel Religiosität steckt eigentlich in der Radikalisierung?
Termin: 14. bis 15. Juni 2019
Ort: Schmerlenbach Tagungszentrum, Schmerlenbacher Str. 8, 63768 Hösbach
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
17. bis 18. Juni 2019, Bochum

Fortbildung: Politische Bildung & phänomenübergreifende Prävention – Modul II – Rollenbilder, Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten und cultures interactive veranstalten eine modulare Fortbildungsreihe. In vier Modulen werden Handlungskompetenzen für den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und religiös begründeten Extremismus anhand eines Interventionsplans vermittelt. Zudem bietet jedes Modul ein Schwerpunktthema zur Vertiefung. Neben Hintergrundwissen werden bewährte Methoden der politischen Bildung vorgestellt und neue Ideen für das eigene Arbeitsfeld entwickelt. Die Fortbildungsreihe wird in Kooperation mit weiteren Trägern der politischen Bildung durchgeführt.

Termin: 17. bis 18. Juni 2019
Ort: Bochum
Kosten: 40 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten
17. bis 21. Juni 2019, Berlin

Fortbildung: "Train-the-trainer" – Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismusprävention

Der Verein ufuq.de bietet eine Fortbildung für Trainer/-innen und Multiplikatoren im Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismusprävention an. Ziel der Fortbildung ist es, pädagogisch und/oder thematisch bereits "vorgebildete" Teilnehmende in die Lage zu versetzen, selbst Fortbildungen (oder vergleichbare Formate) im Themenfeld zu konzipieren, anzubieten und durchzuführen. Das Seminar richtet sich daher vor allem an Mitarbeiter/-innen von Trägern pädagogischer und sozialer Arbeit sowie der politischen Bildung.

Zu den Themen gehören:
  • Sensibilisierung für Gemeinsamkeiten und Unterschiede nichtmuslimischer und muslimischer Jugendbiographien
  • Ausdrucksformen und Wandel muslimischer Religiosität im Migrationskontext
  • Erfahrungen von Diskriminierung und Ausgrenzung
  • Sensibilisierung für Zusammenhänge von Selbst- und Fremdwahrnehmungen
  • Umgang mit Aspekten der Migrationsgesellschaft in der pädagogischen Arbeit
  • Sensibilisierung für Terminologie Islam/Islamismus
  • Inhalte und Ausdrucksformen islamistischer Ideologien (Schwerpunkt Salafismus)
  • Attraktivitätsmomente des Salafismus unter Jugendlichen
  • Ansätze und Methoden der präventiven Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Austausch von Erfahrungen aus der Projektarbeit im Themenfeld.
Termin: 17. bis 21. Juni 2019
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: per E-Mail bis zum 1. März an jochen.mueller@ufuq.de

Weitere Informationen auf den Seiten von ufuq.de
19. Juni 2019, Berlin

Workshop: Kritische Medienbildung & Online Radikalisierungsprozesse

Die Workshops von streetwork@online sollen Teilnehmende mittels theoretischer Grundlagen und praktischer Ansätze medienpädagogisch für die Arbeit mit jungen Menschen sensibilisieren und schulen. Der Fokus liegt dabei auf Online-Kommunikation und Prävention. Die Workshops richten sich an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten.

Themenschwerpunkte und Aufbau:
  • Fakten, Hintergründe und Diskurse zu Social Media: Entwicklung, Funktionsweise (Algorithmen, Filterblasen, Echokammern und Big Data) und Nutzungsverhalten, sowie Gefahren von/für Jugendliche/n
  • Hate Speech und Cyber Mobbing: Bedeutung, Folgen und Handlungsempfehlungen
  • Online-Prävention: Vorstellung des Online-Streetworks, einschließlich Haltung und Kommunikationstechniken, anhand von Beispielen
Termin: 19. Juni 2019, 10:00-14:00 Uhr
Ort: Ipso Care Center, Hohestaufenstr. 31, 10779 Berlin
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: per E-Mail bis zum 10. Juni 2019 an info@streetwork.online
19. Juni 2019, Berlin

Workshop: Radikalisierungsprävention in Haft: Programme und Methoden in der Arbeit mit jungen Inhaftierten

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Welche Ansätze und Programme werden in der Radikalisierungsprävention/Deradikalisierung in Haft angewendet? Wie sieht die Arbeit mit den jungen Inhaftierten konkret aus?
  • Welche Methoden haben sich bisher bewährt? Wo gibt es Probleme?
  • Wie individuell sind die Programme auf die Insassen(inn)en abgestimmt?
  • Welche Ziele werden für die Arbeit mit den Inhaftierten seitens der Träger, der Pädagog(inn)en, der Haftanstalten und der Politik formuliert?
Termin: 19. Juni, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
24. bis 25. Juni 2019, Stuttgart

Schulungen für Kursleitende: Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene – Kurskonzepte erfolgreich umsetzen

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. regionale Schulungen für vhs-Kursleitende und externe Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Inhalt und Ziele der Schulung sind: Sensibilisierung für Radikalisierungsmotive junger Menschen; Hintergrundwissen zum Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen der Präventionsarbeit anhand konkreter Projektbeispiele; Einführung in die bisher entwickelten Kurskonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte im Rahmen der eigenen Arbeit.

Termin: 24. bis 25. Juni 2019
Ort: Stuttgart
Kosten: kostenlos
Anmeldung: per E-Mail möglich an schmeil@dvv-vhs.de (Adriane Schmeil)

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
1. bis 2. Juli 2019, Celle

Fachtag: Von Blicken und Brandbomben – Antimuslimischer Rassismus heute

Rassismus gegenüber Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden, ist trauriger Alltag. Wer sie ablehnt, sei verunsichert, heißt es dann beschwichtigend – durch islamistische Attentate, durch radikalisierte Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Irak oder die Unterstützernetzwerke des militanten Salafismus und des Dschihadismus. Der Kurzschluss funktioniert: Schnell wird gefragt, ob "der Islam" wirklich friedfertig sei, tauglich für die Moderne und ob er wirklich zu Deutschland gehören könne.

Doch wo verläuft die Grenze zwischen Skepsis, Kritik und Anfeindung? Stetig wird Islamfeindlichkeit durch rechtspopulistische bis rechtsextreme Rhetorik geschürt und befeuert. Und so erwächst aus vielleicht anfänglich diffusen Ängsten eine manifeste Ablehnung von Musliminnen und Muslimen – den vermeintlich "Anderen". Immer wieder schlagen verbale Schmähungen dann in offenen Hass und Gewalt um.

Wie wirken sich Ablehnung, Hass und Gewalt auf das Leben von Musliminnen und Muslimen beziehungsweise auf Menschen, die von anderen als solche wahrgenommen werden, aus? Und schließlich: Wie kann antimuslimischem Rassismus begegnet werden? Diese Fragen werden auf dem Fachtag der Bundeszentrale für politische Bildung besprochen werden.

Termin: 1. bis 2. Juli 2019
Ort: Congress Union Celle, Theaterplatz 1, 29221 Celle
Kosten: ab 30 Euro
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
17. Juli 2019, Berlin

Workshop: Sportvereine im Visier radikaler Gruppen? Über Radikalisierung und Prävention im Sport

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Welche Rolle spielen Sportvereine als Ort der Radikalisierung? Was ist über Tendenzen rechtsextremer und islamistischer Radikalisierung in den Vereinen bekannt?
  • Wie nutzen radikale Gruppen Vereinsstrukturen zur Verbreitung ihrer Ideologie? Von welchen Strategien machen die Gebrauch um neue Mitglieder zu werben?
  • Welche Sportvereine sind besonders von Unterwanderungsversuchen betroffen? Wie kann entgegengewirkt werden?
Termin: 17. Juli 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
27. Juli bis 2. August 2019, Oldau bei Celle

Summer School: Kreativ, kritisch, zugewandt. Jugendkulturarbeit und politische Bildung zwischen Prävention und Intervention

In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet cultures interactive e. V. (CI) eine Summer School für pädagogische Fachkräfte und Multiplikator/-innen aus Jugend(kultur)arbeit, politischer Bildung und Prävention. An jedem Tag wird ein Schwerpunktthema beleuchtet: Narrativ-biographische Ansätze der politischen Bildung und Prävention; Distanzierungsarbeit; Phänomenübergreifende politische Bildung.

Jeder Tag beginnt mit einem allgemeinen thematischen Einstieg, anschließend geben Mitarbeitende von unterschiedlichen Trägern und Projekten in Workshops vertiefende Einblicke zu den Tagesthemen. Neben dem ansatz- und projektbezogenen Angebot finden von Dienstag bis Donnerstag handlungspraktische Workshops zu Jugendkulturen und Medien statt. Außerdem gibt es in zwei Methodenwerkstätten die Möglichkeit des praktischen Übens und Erprobens von Methoden. Fragen der Qualitätssicherung sowie Strategien einer wirkungsvollen Vernetzung in Zeiten der dynamischen Jugend(verbands)arbeit können in zwei Dialogforen diskutiert werden.

Termin: 27. Juli bis 2. August 2019
Ort: Jugendbildungsstätten Anne-Frank-Haus in Oldau bei Celle
Kosten: 100 bis 150 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten von cultures interactive

Zum Video der ersten cultures interactive Summer School.
2. bis 3. September 2019, Bremen

Fortbildung: Politische Bildung & phänomenübergreifende Prävention – Modul III – Diversität, Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten und cultures interactive veranstalten eine modulare Fortbildungsreihe. In vier Modulen werden Handlungskompetenzen für den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und religiös begründeten Extremismus anhand eines Interventionsplans vermittelt. Zudem bietet jedes Modul ein Schwerpunktthema zur Vertiefung. Neben Hintergrundwissen werden bewährte Methoden der politischen Bildung vorgestellt und neue Ideen für das eigene Arbeitsfeld entwickelt. Die Fortbildungsreihe wird in Kooperation mit weiteren Trägern der politischen Bildung durchgeführt.

Termin: 2. bis 3. September 2019
Ort: Bremen
Kosten: 40 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten
6. September 2019, Neu-Anspach (bei Frankfurt am Main)

Fachtag: Terrorismus – Echt jetzt?

Wie können politische Bildner/-innen das Thema Terrorismus angemessen mit Jugendlichen verhandeln? Damit Gefühle wie Angst und Bedrohung nicht in Hass umschlagen, müssen Jugendliche lernen die Ereignisse in ihrer gesellschaftspolitischen Reichweite zu verstehen, um ihnen so kritisch reflektiert begegnen zu können. Wesentlich ist hierbei die Frage, was Terrorismus und die medialen Diskurse über Terrorismus mit uns und der Demokratie in Deutschland machen.

basa e. V. hat zu diesen Fragen ein Modellprojekt durchgeführt: "Politisch motivierte Gewalt erforschen. Mit kritischer Medienkompetenz Terrorismus verstehen und für Demokratie eintreten." Die Ergebnisse des Projektes liegen in Form einer pädagogischen Handreichung mit Methoden, Lernmaterialien und begleitender Webseite vor. Auf dem Fachtag werden die Ansätze mit Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in der Jugendbildung vorgestellt und diskutiert.

Das detaillierte Programm wird zeitnah veröffentlicht.

Termin: 6. September 2019, 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Bildungsstätte Alte Schule, Schulstraße 3, 61267 Neu-Anspach
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten von basa e. V.
6. bis 7. September 2019, Stein (Mittelfranken)

Workshop: Poser, Prediger und Patrioten – Das Bling Bling der phänomenübergreifenden politischen Bildung

Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus werden in der Regel in unterschiedlichen Präventionsangeboten behandelt. Dabei sind die politischen Haltungen, Interessen und Hintergründe von Jugendlichen vorher selten bekannt. Deshalb kann es sinnvoll sein, mit phänomen-offenen Gruppendiskussionsformaten in den Austausch zu gehen und gleichzeitig Impulse für Vielfalt, Menschenrechte und Demokratie zu setzen. Das Projekt PHÄNO_cultures möchte junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren durch eine phänomenübergreifende politische (Jugendkultur-) Bildung in Schulprojekttagen und Workshops ansprechen. Dabei werden aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen thematisiert, neue Ausdrucksformen eröffnet und durch Reflektion und Perspektivaustausch die Resilienz/Widerstandskraft gegen Radikalisierung bei jungen Menschen gestärkt.

In dieser Fortbildung wird es darum gehen, verschiedene Zugänge über jugendkulturelle und medial gestützte Ansätze der politischen Bildung kennen zu lernen, auszuprobieren und zu diskutieren. Das Team des Projekts PHÄNO_cultures des Vereins cultures interactive e.V., Anna Groß und Marie Jäger, stellen ihren Ansatz der jugendkulturell-politischen Bildung an Hand von Methoden, Monitoringbeispielen und Beispielen aus der Praxis vor.

Dabei soll anhand der folgenden Fragen diskutiert werden:
  • Welche Ähnlichkeiten und welche Unterschiede der Radikalisierung können in der politischen Bildungsarbeit in phänomenübergreifenden Settings behandelt werden?
  • Mit Hilfe welcher Methoden können zivilgesellschaftliche Werte der gegenseitigen Anerkennung und Gewaltvermeidung gefördert werden?
  • Wie kann eine Identitäts-Stärkung jenseits von Radikalisierung erreicht werden für Jugendliche, die sich von rechtsextremen oder islamistischen Ideologien angesprochen fühlen?
  • Was gehört zu einer rassismuskritischen Bildungsarbeit zum Thema Religion, religiös begründeter Extremismus und Gleichberechtigung?
Termin: 6. bis 7. September 2019
Ort: Tagungs- und Gästehaus Stein, Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein (Mittelfranken)
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
13. September 2019, Berlin

Workshop: Radikalisierungsprävention durch Entwicklungsförderung – Teil 2: Gewissensbildung und der Umgang mit Schuld(-gefühlen)

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Wie wirkt sich eine defizitäre Gewissensbildung auf das Verhalten aus und welcher Zusammenhang besteht zu Radikalisierungsprozessen?
  • Welche Ansätze gibt es in der pädagogischen Praxis im Umgang mit Schuld(-gefühlen)?
  • Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Religiosität/Ideologie und Schuld?
Termin: 13. September 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
26. bis 27. September 2019, Lüneburg

Programmtagung: Radikalisierungsprozessen junger Erwachsener präventiv begegnen – Gestaltung primärer Präventionsarbeit

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. Fortbildungen für hauptamtlich beschäftige vhs-Mitarbeiter/-innen (HPMs), Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

Inhalt und Ziele der Programmtagung sind: Sensibilisierung für die Motive einer Radikalisierung junger Menschen; Einführung in das Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Wissensvermittlung zu Fördermöglichkeiten, Zielgruppenerreichung und Kooperationspartnern; Austausch über den Umgang mit schwierigen Positionen und Verhaltensweisen; Einführung in die bisher entwickelten Modellkonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte zur Integration in das vhs-Bildungsangebot und möglichen Kooperationen mit Respekt Coaches.

Termin: 26. bis 27. September 2019
Ort: Lüneburg
Kosten: kostenlos (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich bis zum 25. August

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
27. September 2019, Berlin

Workshop: Trauma und Traumafolgen als Risikofaktor für Radikalisierung: Welches Wissen braucht es in der Arbeit mit jungen Menschen?

Folgende Fragen werden im Workshop des Netzwerk Deradikalisierung diskutiert:
  • Was genau verstehen wir unter Trauma?
  • Welcher konkrete Zusammenhang besteht zwischen Traumatisierung und Radikalisierung?
  • Welche Möglichkeiten stellen Traumapädagogik und Ansätze der Traumabehandlung im Umgang mit einer radikalisierten und zugleich traumatisierten Zielgruppe zur Verfügung?
  • Wie sieht die Praxis der Radikalisierungsprävention im Hinblick auf diese Zielgruppe aus?
Termin: 27. September 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: kostenlos
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Deradikalisierung
9. bis 10. Oktober 2019, Dachau

Fortbildung: Politische Bildung & phänomenübergreifende Prävention – Modul IV – Antisemitismus, Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten und cultures interactive veranstalten eine modulare Fortbildungsreihe. In vier Modulen werden Handlungskompetenzen für den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und religiös begründeten Extremismus anhand eines Interventionsplans vermittelt. Zudem bietet jedes Modul ein Schwerpunktthema zur Vertiefung. Neben Hintergrundwissen werden bewährte Methoden der politischen Bildung vorgestellt und neue Ideen für das eigene Arbeitsfeld entwickelt. Die Fortbildungsreihe wird in Kooperation mit weiteren Trägern der politischen Bildung durchgeführt.

Termin: 9.-10. Oktober 2019
Ort: Dachau
Kosten: 40 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten
10. bis 11. Oktober 2019, München

Programmtagung: Radikalisierungsprozessen junger Erwachsener präventiv begegnen – Gestaltung primärer Präventionsarbeit

Im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)" organisiert der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. Fortbildungen für hauptamtlich beschäftige vhs-Mitarbeiter/-innen (HPMs), Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

Inhalt und Ziele der Programmtagung sind: Sensibilisierung für die Motive einer Radikalisierung junger Menschen; Einführung in das Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention; Wissensvermittlung zu Fördermöglichkeiten, Zielgruppenerreichung und Kooperationspartnern; Austausch über den Umgang mit schwierigen Positionen und Verhaltensweisen; Einführung in die bisher entwickelten Modellkonzepte des PGZ-Projekts; Reflexion über Anknüpfungspunkte zur Integration in das vhs-Bildungsangebot und möglichen Kooperationen mit Respekt Coaches.

Termin: 10. bis 11. Oktober 2019
Ort: München
Kosten: kostenlos (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung: online möglich bis zum 25. August

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands
11. bis 12. Oktober 2019, Hofgeismar

Workshop: Radikalisierungsprozesse und Online-Streetwork – Von Identitätsbildung, Wahrheitsansprüchen, Onlinekommunikation und einem neuen Ansatz der Präventionsarbeit

Häufig werden die Wurzeln für Radikalisierung in bestimmten Persönlichkeitsstrukturen oder einschneidenden biografischen Ereignissen gesucht. Diese können allerdings nur einen Teil der Entwicklungen erklären und eignen sich nur bedingt als Ansatzpunkt für umfassende Prävention. Im ersten Teil des Seminars beschäftigen wir uns deswegen mit den grundlegenden Rahmenfaktoren und Dynamiken von Radikalisierung aus einer sozialpsychologischen Perspektive. Wir wollen dabei u. a. dem Einfluss von Faktoren wie sozialen Normen und isolierten Lebenswelten, wahrgenommener Ablehnung, Orientierungssuche und Identitätskonflikten nachgehen. Welche Rolle spielt es dabei, dass sich Betroffene der Radikalität ihrer Ansichten und Handlungen möglicherweise gar nicht bewusst sind? Welche Schlussfolgerungen kann man aus den Radikalisierungsdynamiken zu Möglichkeiten der Prävention ziehen? Was sagen sie z. B. über die Effektivität von Gegenrede und Gegennarrativen aus?

Das Internet und Social Media haben die Art der Kommunikation und damit auch die Verbreitung von Informationen maßgeblich verändert. Soziale Netzwerke, wie YouTube, Instagram, Facebook, WhatsApp, usw. sind die neuen Leitmedien der Kinder und Jugendlichen. Da weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass vor allem bei jungen Menschen Social Media von großer Bedeutung für die Verbreitung von islamistischem Gedankengut und bei Radikalisierungsprozessen ist, beschäftigen wir uns im zweiten Teil des Seminars u. a. mit folgenden Fragestellungen: Wie genau funktionieren diese Plattformen eigentlich und was macht sie für junge Menschen so interessant? Wie genau spielt der Einfluss von Online-Medien in problematische Entwicklungen hinein? Welche Rolle spielen die spezifischen Begebenheiten wie das vereinfachte Finden von Gleichgesinnten, Steigerungsdynamiken aus einem vermeintlichen Schutzraum der Anonymität heraus und die Akzeptanz bis hin zur Verherrlichung von Gewaltfantasien? Was sind Algorithmen und wie entstehen Echokammern und Filterblasen? Wie funktioniert das Online-Streetwork des Projektes streetwork@online, als neuer Ansatz der aufsuchenden Sozialarbeit und was sind potenzielle Grenzen? Als Experten werden der Sozialpsychologe Dr. Florian Jäger und der Medienpädagoge Adrian Stuiber dieses Seminar begleiten.

Termin: 11. bis 12. Oktober 2019
Ort: Tagungsstätte Hofgeismar, Gesundbrunnen 8, 34369 Hofgeismar
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: online möglich

Weitere Informationen auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung
20. bis 21. November 2019, Erfurt

Save the Date: Fachausstausch des Deutschen Volkshochschul-Verbands

Termin: 20. bis 21. November 2019
Ort: Erfurt

Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Volkshochschul-Verbands

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