Herausforderung Salafismus

Informationsdienst

PRO Prävention – Projekt gegen (religiös begründeten) Extremismus

Ort: Dietzenbach

Angebote: Beratung, Pädagogische Maßnahmen vor Ort (z. B. Workshops), Fortbildungen und Trainings für Fachkräfte

Das Projekt PRO Prävention ist im Integrationsbüro des Kreises Offenbach angesiedelt. Das Angebot umfasst Maßnahmen der allgemeinen und spezifischen Prävention. Einzelfallbasierte Ausstiegs- oder Deradikalisierungsarbeit findet nicht statt.

PRO Prävention berät und unterstützt in Fällen von religiös gerahmten Konflikten, extremistischen Aktivitäten und Radikalisierungsfällen, klärt über Phänomene von religiös begründetem Extremismus auf und setzt sich mit demokratie-, freiheits- und emanzipationsfeindlichen Einstellungen auseinander. Außerdem fördert PRO Prävention einen reflektierten Umgang mit Fragen von Identität, Religion und Gesellschaft.

PRO Prävention fokussiert auf die Handlungsfelder Schule, Jugendarbeit, Migrantenorganisationen, Flucht und Migration sowie öffentlicher Diskurs. Die Koordinationsstelle ist Ansprechpartnerin für Fachkräfte, ehrenamtlich Engagierte und Jugendliche. Das Projekt wird kofinanziert durch die Europäische Union und das Hessische Ministerium des Innern und für Sport.

Details zu den Angeboten

Beratung

PRO Prävention stellt ein Beraterteam bereit. Es besteht aus erfahrenen Expertinnen und Experten aus Polizei-, Integrations- und Präventionsarbeit. Das Team trägt nach der Kontaktaufnahme schnellstmöglich zur Aufklärung des Sachverhalts bei, berät in der Konfliktbearbeitung und unterstützt in der Umsetzung weiterer Schritte zur Konfliktlösung.

Zielgruppen
  • Hauptamtliche Fachkräfte
  • Ehrenamtlich Engagierte in der Schule, dem Jugendzentrum, dem Sport-, Kultur- oder Moscheeverein oder der Flüchtlingseinrichtung
Themen
  • Religiös oder kulturell gerahmte Konflikte
  • Radikalisierungstendenzen
  • Radikalisierungsprävention
  • Interkulturalität
Dialog mit Migrantenorganisationen

Zielgruppe: Mitglieder der Vorstände von Eltern-, Kultur- und Moscheevereinen

Themen
  • Jugend- und Erwachsenenarbeit
  • kommunale Vernetzung und Zusammenarbeit
  • Integration, Diskriminierung und Zusammenleben
  • religiös oder kulturell gerahmte Konflikte
  • Radikalisierung und Extremismus


Ansprechpartner: Janusz Biene (j.biene@kreis-offenbach.de)

Vor-Ort-Maßnahmen

Unsere Vor-Ort-Maßnahmen umfassen unter anderem:
  • Zweistündiger Workshop für Erwachsene/Jugendliche: "In wessen Namen!? Herausforderung Extremismus"
  • Projekt für Jugendliche: „Lokale Identität und Wir-Gefühl in einer pluralistischen Gesellschaft“ (für weitere Informationen siehe http://bit.ly/2rwY5rG)
  • Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene: "Glaube. Gemeinsam. Erfahren. Interreligiöses Kompetenztraining für junge Menschen im Kreis Offenbach"
Die Workshops werden gemeinsam mit Projektpartnern entwickelt und umgesetzt.

Fortbildung und Trainings

Unsere Fortbildungen werden im Hinblick auf die Bedarfe der Zielgruppen hin konzipiert und umgesetzt. Sie richten sich an Fachkräfte aus dem Kreis Offenbach. Unter Umständen können Fachkräfte von außerhalb gerne teilnehmen. Unter anderem werden folgende Fortbildungen angeboten:

Fortbildung "Glaube, Diskriminierung und (religiös begründeter) Extremismus als pädagogische Herausforderungen"

Die viertägige Fortbildung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter von Grundschulen und weiterführenden Schulen.

Es werden drei Ziele verfolgt:
  • Aufklärung über Hintergründe konfrontativer Religionsbekundung sowie Einstellungen und Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und religiös begründetem Extremismus.
  • Praxisnahe Stärkung pädagogischer Kompetenzen in der Bearbeitung religiös oder kulturell gerahmter Konflikte und in der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus.
  • Aufzeigen von Möglichkeiten wie das System Schule reagieren kann.
Fortbildung "Extremismus und Radikalisierung: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wirksam schützen"

Die zweitägige Fortbildung richtet sich an Menschen, die mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UmF) befasst sind.

Die Teilnehmenden werden über aktuelle Phänomene von religiös (und politisch) begründetem Extremismus, Radikalisierung und Gewalt aufgeklärt. Das versetzt die Teilnehmenden in die Lage, Phänomene von Radikalisierung und Extremismus zu erkennen, besser zu deuten und Handlungsfähigkeit zu erlangen. Weiterhin beschäftigen sich die Teilnehmenden damit, wie das gewonnene Wissens in ihrem Arbeitsalltag umgesetzt werden kann. Darüber hinaus wird Handlungswissen anhand von "best practices" der Arbeit mit UmF im Kontext von gesellschaftlicher Polarisierung und Extremismus vermittelt.

Kontakt

PRO Prävention – Projekt gegen (religiös begründeten) Extremismus
Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach

Telefon: +49 6074 8180 4109
E-Mail: propraevention@kreis-offenbach.de
Website: www.kreis-offenbach.de/Pro-Prävention

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