Bürgeriniativen
Die politischen Anliegen von Bürgerinitiativen konzentrieren sich meist auf nur ein Ziel. Sie mobilisieren die Öffentlichkeit und üben Druck aus. Mit ihren Aktionen können sie aber auch in Kritik geraten.
Anhänger des Bürgerverein Brandenburg-Berlin e. V. protestieren gegen den Großflughafen Berlin Brandenburg International (© AP)Ende der 1960er Jahre entwickelte sich eine neue Form "basisdemokratischer" politischer Beteiligung. Als "Bürgerinitiativen" treten spontane Zusammenschlüsse von Personen auf, die zumeist auf lokaler Ebene tätig werden, um Missstände zu beseitigen (Beispiele: gegen Gefährdung der Umwelt, Abriss von Altbauten, Verkehrsplanungen; für Kindergärten, Spielplätze, kleinere Schulklassen). Die Bürgerinitiativen mobilisieren die Öffentlichkeit und üben Druck auf die Behörden aus, manchmal beschreiten sie den Weg der Selbsthilfe (Frauenhäuser). Charakteristisch für Bürgerinitiativen ist
- die Konzentration auf ein begrenztes Ziel (one-purpose organizations),
- die Fähigkeit, kurzfristig Anhänger in hohem Maße zu mobilisieren,
- die Rekrutierung aus den Mittelschichten mit höherem Einkommens- und Bildungsniveau.
Umwelt-, Frauen- und Friedensbewegung wie auch andere Bewegungen, die sich zum Beispiel aus Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich rekrutierten, wurden – ungeachtet ihrer sehr unterschiedlichen Anliegen und Organisationsformen – gemeinsam als "Neue Soziale Bewegungen" bezeichnet.
Dossier
Parteien in Deutschland
Deutschland ist eine Parteiendemokratie: Parteien sind das Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft. Praktisch keine politische Entscheidung wird ohne sie getroffen. Das Dossier präsentiert große und kleine Parteien im Detail. Weiter...
Infografiken
24 x Deutschland
Was sind die Grundsätze unserer Verfassung? Welche Aufgaben hat der Bundestag? Und wie entsteht ein Gesetz? 24 Infografiken geben einen Überblick und zeigen, wie die deutsche Demokratie funktioniert. Weiter...


