Der Berliner Reichstag
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Wappen, Flagge und Hymne


15.12.2009
Wappen, Flagge und Hymne der Bundesrepublik haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert: Das "Lied der Deutschen" wurde 1841 verfasst, Schwarz-Rot-Gold 1848 zur Fahne des Deutschen Bundes erklärt und der einköpfige Adler 1871 als Staatswappen des Deutschen Reiches eingeführt.

Der Adler, das Wappentier des Bundeswappens, war das Herrschaftszeichen der römischen Kaiser, die Flaggenfarben Schwarz-Rot-Gold dienten erstmals auf dem Wartburgfest 1817 als Erkennungszeichen der deutschen Burschenschaft.Der Adler, das Wappentier des Bundeswappens, war das Herrschaftszeichen der römischen Kaiser, die Flaggenfarben Schwarz-Rot-Gold dienten erstmals auf dem Wartburgfest 1817 als Erkennungszeichen der deutschen Burschenschaft. (© Public Domain)

Bundeswappen



Der Adler, das Wappentier des Bundeswappens, war das Herrschaftszeichen der römischen Kaiser. Als Karl der Große das römische Kaiserreich erneuerte, übernahm er dieses Symbol kaiserlicher Macht. Die späteren deutschen Herrscher waren zumeist gleichzeitig deutsche Könige und römische Kaiser. Als deutscher König führte der Herrscher den einköpfigen, als römischer Kaiser den doppelköpfigen Adler. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 ging der Doppeladler auf die österreichische Monarchie über. Der einköpfige Adler wurde zum Staatswappen des 1871 gegründeten Deutschen Reiches, 1919 – schon in der heutigen Form – auch von der Weimarer Republik übernommen. 1950 bestimmte Bundespräsident Theodor Heuss den Adler als Staatswappen der Bundesrepublik Deutschland.


Bundesflagge



Die Farben Schwarz-Rot-Gold dienten erstmals auf dem Wartburgfest 1817 als Erkennungszeichen der deutschen Burschenschaft. Diese studentische Vereinigung hatte sich dem Kampf für nationale Einheit und politische Freiheit in Deutschland verschrieben. Im Revolutionsjahr 1848 bestimmte die Frankfurter Nationalversammlung Schwarz-Rot-Gold zur Fahne des Deutschen Bundes.

Das von Bismarck gegründete Deutsche Reich gab sich die Fahne Schwarz-Weiß-Rot. Die Weimarer Republik versuchte einen Kompromiss zwischen den beiden Fahnen: Schwarz-Rot-Gold als Reichsfarben und Schwarz-Weiß-Rot "mit den Reichsfarben in der oberen inneren Ecke" als Handelsflagge. Entfesselt wurde damit aber nur ein endloser "Flaggenstreit". Für den Parlamentarischen Rat war es selbstverständlich, dass die Tradition von Schwarz-Rot-Gold als Farben der Einheit und Freiheit wieder aufgenommen wurde. Art. 22 GG bestimmt: "Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold."

In der Praxis wird Gold durch Gelb ersetzt, ebenso wie Silber durch Weiß. Als heraldische Farben (Wappenfarben) sind Gold und Gelb sowie Silber und Weiß gleichwertig.




 
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