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Anteil der Frauen an den Parteimitgliedschaften


1.9.2015
Frauen sind in den Parteien deutlich unterrepräsentiert. Zwischen den Parteien gibt es jedoch deutliche Unterschiede: Während die Linkspartei und die Grünen einen verhältnismäßig hohen Frauenanteil haben, ist er bei der CSU am geringsten.

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Fakten



Die Frauen sind im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bevölkerung, wo sie etwas mehr als die Hälfte ausmachen, in den Mitgliedschaften aller Parteien unterrepräsentiert. Allerdings bestehen zwischen den Parteien deutliche Unterschiede.

Im Jahr 1947 waren nur 18 Prozent der SPD-Mitgliedschaft Frauen. Anfang der 1960er-Jahre betrug der Frauenanteil bei der CDU etwa 14 und bei der SPD immer noch etwa 18 Prozent und bis Ende der 1960er-Jahre ging er sogar noch etwas zurück. Seit Anfang der 1970er-Jahre steigt bei CDU und SPD der Frauenanteil unter der Mitgliedschaft langsam aber stetig. Ende 2014 waren 25,8 Prozent der CDU-Mitglieder und 31,8 Prozent der SPD-Mitglieder Frauen.

Bei der CSU war 1973 gut ein Zehntel der Mitglieder Frauen. Auch hier stieg der Frauenanteil stetig, sodass Ende 2014 ein Fünftel der CSU-Mitgliedschaft weiblich war. Damit liegt der Frauenanteil aber immer noch deutlich unter dem der anderen Parteien.

Die Grünen hatten Ende der 1980er-Jahre einen deutlich höheren Frauenanteil als die anderen Parteien. Damals war ein Drittel ihrer Mitgliedschaft weiblich, und der Frauenanteil steigerte sich bis 2001 noch auf über 37 Prozent, ging danach leicht zurück und stieg in den letzten Jahren wieder auf knapp 38,5 Prozent Ende 2014.

Die Grünen wurden mit der Wiedervereinigung 1990 jedoch überflügelt von der neu hinzugekommenen PDS, die anfangs fast 44 Prozent und 2004 sogar fast 46 Prozent Frauen unter ihrer Mitgliedschaft hatte. Der große Vorsprung der PDS blieb bis 2006 erhalten, die Vereinigung mit der stärker männerdominierten WASG ließ den Frauenanteil in der Linkspartei danach jedoch absinken und seit 2012 liegt der Frauenanteil bei den Grünen wieder leicht über dem der Linkspartei.

Datenquelle



Niedermayer, Oskar, 2015: "Parteimitglieder in Deutschland: Version 2015, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 25, Berlin".

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



Die Informationen über den Anteil weiblicher Mitglieder stammen aus den Mitgliederdateien der Parteien.

Daten über den Frauenanteil an den Parteimitgliedschaften liegen bei den einzelnen Parteien für sehr unterschiedliche Zeiträume vor. Während die SPD den Frauen-/Männeranteil seit 1946 dokumentiert, liegen die Daten für die CDU-Mitgliedschaft erst seit Anfang der 1960er-Jahre und für die CSU erst seit Anfang der 1970er-Jahre mit Lücken bis 2000 vor. Bei den drei anderen Parteien ist der Frauenanteil lückenlos sogar erst ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre vorhanden.


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