Die Logos deutscher Parteien: CDU, SPD, DIE LINKE, GRÜNE, CSU, AfD, BIW, Die PARTEI, Die Tierschutzpartei, FAMILIE, FDP, FREIE WÄHLER, NPD, ÖDP, PIRATEN und SSW.

Die Kleinparteien

Etwa 120 Parteien haben ihre Parteiunterlagen beim Bundeswahlleiter hinterlegt. Diese und einige weitere wollen "dauernd oder für längere Zeit für den Bereich des Bundes oder eines Landes auf die politische Willensbildung Einfluss nehmen und an der Vertretung des Volkes im Deutschen Bundestag oder einem Landtag mitwirken" (§ 2, Abs. 1 PartG). Aber nur wenigen gelingt es, bei Wahlen so erfolgreich zu sein, dass sie im Bundestag, dem Europäischen Parlament oder einem der 16 Landesparlamente mitwirken können.

Dieses Kapitel ist den kleinen Parteien gewidmet, die zwar nicht im Deutschen Bundestag, aber im Europäischen Parlament vertreten sind oder bei einer Landtagswahl die Fünfprozenthürde übersprungen haben. Ihre Bedeutung bleibt zwar hinter der der Bundestagsparteien zurück, aber dennoch sind sie fester Bestandteil des deutschen Parteiensystems.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry spricht in Essen beim Parteitag der AfD auf dem Podium neben dem Parteivorsitzenden Bernd Lucke.

Torsten Oppelland

Alternative für Deutschland

Nach ihrer Gründung 2013 gelang der AfD ein rascher Aufstieg. Zwar misslang der Einzug in den Bundestag, aber bei der Europawahl und allen Landtagswahlen von 2014 bis 2016 erreichte sie Parlamentsmandate. Die Folgen der Eurokrise als zentraler Gründungsimpuls nehmen im Programm breiten Raum ein. Seit Mitte 2015 gewannen national-konservative Positionen gegenüber liberal-konservativen an Gewicht. Weiter...

Jan Timke verschenkte im Oktober 2008 Umschläge mit 20 Euro Inhalt an Bürger. Er gab an 120 Personen mit je 20 Euro zu beschenken, was seine Abgeordnetenentschädigung von 2.400 Euro im Monat ausmacht.

Tim Niendorf

Bürger in Wut

Die BIW gründete sich 2004 und ist seit 2007 in der Bremischen Bürgerschaft vertreten. Ihre Wählerschaft konzentriert sich dabei auf die Stadt Bremerhaven. In ihrem Programm vereint die Wählervereinigung rechtskonservative sowie rechtspopulistische und wirtschaftsliberale Positionen. Ein Schwerpunkt der BIW liegt auf den Themen der Verbrechensbekämpfung und Inneren Sicherheit. Weiter...

Parteivorsitzender Martin Sonneborn mit einem Megafon während einer satirischen Aktion der PARTEI.

Nils Fröhlich

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative

Mit den Mitteln der Satire verspottet Die PARTEI Symbolik und Rhetorik der deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts und parodiert das Auftreten anderer Parteien. Sie entstand 2004 um die Redaktion des Satiremagazins "Titanic". Die PARTEI tritt bei zahlreichen Wahlen an, bleibt aber meist unter einem Prozent der Stimmen. 2014 konnte sie mit einem Sitz in das Europäische Parlament einziehen. Weiter...

Eine Delegation der Tierschutzpartei vor der Übergabe einer Petition gegen Tierversuche.  Die Schauspielerin Ingrid von Bergen (vierte von links) unterstützt die Aktion.

Jörg Hebenstreit

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ

Die Tierschutzpartei wurde 1993 aus der Tierrechtsbewegung heraus gegründet. Seitdem hat sie sich von einer Ein-Themen-Partei zu einer Mehr-Themen-Partei entwickelt. Ihre höchsten Stimmanteile erreicht sie regelmäßig bei den Wahlen zum Europäischen Parlament, wo sie 2014 erstmals ein überkommunales Mandat gewann. Weiter...

Arne Gericke spricht beim Bundesparteitag. Er ist der erste stellvertretende Bundesvorsitzende und für die Partei im Europäischen Parlament.

Tim Niendorf

Familien-Partei Deutschlands

Das zentrale Motiv der Partei FAMILIE ist die Stärkung der Rechte und politischen Bedeutung der Familie. Seit den 1990er-Jahren nimmt sie regelmäßig an Wahlen teil, wobei sich ihre politische Hochburg im Saarland befindet. 2014 gelang ihr der Sprung in das Europäische Parlament. Weiter...

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner im Vorfeld des Bundesparteitags im Mai 2015.

Torsten Oppelland

Freie Demokratische Partei

Von 1949 bis 2013 war die FDP ununterbrochen im Bundestag vertreten und an vielen Regierungen beteiligt. Schon vor ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag musste sie seit 2011 auch bei vielen Landtagswahlen Verluste hinnehmen. Als liberale Partei orientiert sich ihr Programm an der individuellen Freiheit des Einzelnen, die vom Staat ermöglicht und geschützt werden muss. Weiter...

Politischer Aschermittwoch der FREIEN WÄHLER in Bayern.

Lisa Peyer

FREIE WÄHLER

Die FREIEN WÄHLER entstanden als überregionale Vereinigung kommunaler Wählergemeinschaften. Die Stärkung der Kommunen und der Anspruch unabhängige Sachpolitik zu betreiben, gehören zu ihrem programmatischen Kern. Die größten Erfolge feiert die Partei in Bayern, wo sie seit 1998 im Landtag vertreten ist. Auch in anderen Ländern treten die FREIEN WÄHLER seit einigen Jahren zu Landtagswahlen an. Weiter...

Abgeschirmt von Polizisten demonstrieren Anhänger der NPD in Hamburg-Harburg, einer von ihnen fotografiert ein NPD-Plakat.

Torsten Oppelland

Nationaldemokratische Partei Deutschlands

Die NPD weist in ihrer politischen Programmatik Kernelemente eines rechtsextremen Welt- und Menschenbilds auf. Nach ihrer Gründung in den 1960er-Jahren und zwischen 2004 und 2011 konnte sie in verschiedene Landtage einziehen. Nachdem 2003 ein Parteiverbotsverfahren gegen sie eingestellt wurde, wird sie derzeit erneut vom Bundesverfassungsgericht auf ihre mögliche Verfassungswidrigkeit überprüft. Weiter...

Der damalige Bundesvorsitzende der ÖDP, Sebastian Frankenberger (rechts), kurz vor der Übergabe der Unterschriftenlisten für das Volksbegehren zum Rauchverbot.

Nils Fröhlich

Ökologisch-Demokratische Partei

Die ÖDP entstand 1981 mit dem Ziel, zum parlamentarischen Arm der Ökologiebewegung zu werden. Die "Achtung vor dem Leben" ist ein zentraler Punkt in der Programmatik der Partei. In Bayern etablierte sie sich auf kommunaler Ebene und erreicht dort auch bei Landtagswahlen Ergebnisse über einem Prozent der Stimmen. Seit 2014 ist die ÖDP im Europäischen Parlament vertreten. Weiter...

Spitzenkandidat Meinhart Ramaswamy erstaunt nach der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. Vor ihm steht seine Frau Annette.

Jörg Hebenstreit

Piratenpartei Deutschland

Vom thematischen Schwerpunkt der Netzpolitik aus haben sich die PIRATEN seit ihrer Gründung 2006 zu einer Mehr-Themen-Partei gewandelt. Ihre Wähler stammen vorwiegend aus jüngeren Altersgruppen. In den Jahren 2011 und 2012 konnten sie in mehrere Landtage einziehen, diese Erfolge aber seitdem nicht wiederholen. Weiter...

Flemming Meyer, Parteivorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) steht im Landeshaus von Kiel und zeigt auf die dänische Flagge auf seiner Aktenmappe.

Torsten Oppelland

Südschleswigscher Wählerverband

Der SSW entstand 1948 als politische Interessenpartei der dänischen und der friesischen Minderheit in Schleswig. Sie ist als Vertretung zweier nationaler Minderheiten von der Fünfprozenthürde ausgenommen und war nur 1954 bis 1958 nicht im Landtag von Schleswig-Holstein vertreten. In ihrem Programm sieht sie sich in besonderer Verbindung zu den Ländern in Nordeuropa. Weiter...

Staatliche Parteienfinanzierung II

Parteien in Deutschland

Staatliche Parteienfinanzierung II

Die Parteien in der Bundesrepublik finanzieren sich zu einem erheblichen Teil aus staatlichen Mitteln. Für das Jahr 2014 waren 20 Parteien anspruchsberechtigt. Von den insgesamt festgesetzten 156,7 Mio. Euro entfielen auf die 15 nicht im Bundestag vertretenen Parteien 21,9 Mio. Euro. Weiter...

 

Parteiprofile

Wer steht zur Wahl?

Bei Bundestags-, Landtags- und Europawahlen bietet "Wer steht zur Wahl?" eine kompakte Übersicht: Welche Parteien treten an? Welche Positionen zeichnen die Parteien aus? Und was sind die Besonderheiten der einzelnen Parteien? Im Archiv finden Sie die Parteiprofile der vergangenen Wahlen. Weiter...