Die Logos deutscher Parteien: CDU, SPD, DIE LINKE, GRÜNE, CSU, AfD, BIW, Die PARTEI, Die Tierschutzpartei, FAMILIE, FDP, FREIE WÄHLER, NPD, ÖDP, PIRATEN und SSW.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands

SPD

Die SPD ist mit ihrer über 150-jährigen Geschichte die älteste noch bestehende Partei Deutschlands. Als Milieu- und Klassenpartei der Arbeiterschaft blieb sie bis zum Ende des Kaiserreichs von der Beteiligung an der Staatsmacht ausgeschlossen. In der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik war sie mehrfach an Regierungen beteiligt oder hat diese angeführt, ohne dabei eine länger anhaltende Vorrangstellung in den Parteiensystemen zu erringen.

Ein Würfel mit dem SPD-Logo leuchtet beim SPD-Unterbezirksparteitag in Herne.

Kurz und bündig: Die SPD

Trotz ihrer über 150-jährigen Geschichte konnte die SPD erstmals in den 1970er-Jahren bundesweit die stärkste Partei werden. In der Bundesrepublik war sie schon in unterschiedlichen Regierungskoalitionen vertreten und stellte insgesamt 20 Jahre lang den Bundeskanzler. Seit ihrer programmatischen Öffnung 1959 hält sie an ihren Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität fest.

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SPD-Parteitag in München 1902: Berliner Delegierte beim Gruppenfoto.

Etappen der Parteigeschichte

Die SPD wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Milieu- oder Klassenpartei der Arbeiterschaft gegründet. Ideologische Gegensätze innerhalb und im Umfeld der Partei führten immer wieder zur Abspaltung neuer Parteien. In der Bundesrepublik war sie schon in unterschiedlichen Regierungskoalitionen vertreten und stellte insgesamt 20 Jahre lang den Bundeskanzler.

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SPD-Vorsitzende Andreas Nahles während einer Rede bei der DGB-Kundgebung am 1. Mai 2018 in Koblenz mit geballter Faust.

Wahlergebnisse und Wählerschaft

Die Hochburgen der SPD befinden sich in den protestantischen Gebieten der alten Bundesrepublik, sowie den katholisch geprägten Industrieregionen Nordrhein-Westfalens. Ihre Stammklientel bildet sich aus der gewerkschaftsnahen Industriearbeiterschaft und zunehmend auch den aufstiegsorientierten Angehörigen der neuen Mittelschichten.

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Sigmar Gabriel spricht in Erfurt zum 120. Jahrestag des Erfurter SPD-Parteitags von 1891 vor Gästen der Thüringer Friedrich-Ebert-Stiftung. Hier hatten die Sozialdemokraten nach dem Ende des "Sozialistengesetzes" ein neues Parteiprogramm beschlossen, das den Kurs der SPD 30 Jahre lang bestimmte.

Programmatik

Mit dem Godesberger Programm 1959 wandte sich die SPD von marxistischen Bezügen in ihrem Programm ab. Seitdem hält sie an ihren Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität fest. Die von ihr 2003 verantwortete "Agenda 2010" in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik bestimmte auch in der Folge die programmatischen Diskussionen der Partei.

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Eine Schild mit der Aufschrift "#NoGroKo" beim SPD-Sonderparteitag in Bonn 2018.

Die Organisation

Schon vor Gründung der Bundesrepublik konnte die SPD sich auf eine starke Parteiorganisation stützen. Auch wenn die Milieubildung nachgelassen hat, blieb der SPD ihr hoher Mitgliederbestand auch nach ihrem Wandel zur Volkspartei erhalten. Mehr als vierzig Prozent der SPD-Mitglieder sind Akademiker, rund ein Drittel Frauen.

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