einfach POLITIK: Über den Staat

3.11.2016

Deutschland – Ein demokratischer und sozialer Bundesstaat

Der Artikel 20 (1) sagt:
"Die Bundesrepublik Deutschland ist
ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."

Im Kapitel 4 wird erklärt, was diese Grundsätze bedeuten:
  • Deutschland ist ein Bundesstaat.
  • Deutschland ist ein demokratischer Staat.
  • Deutschland ist ein sozialer Staat.

Deutschland ist ein Bundesstaat

Die Bundesrepublik ist ein Bundesstaat.
Ein Bundesstaat ist ein Staat,
in dem mehrere (Bundes-)Länder
zusammen einen gemeinsamen Staat bilden.

Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch
"Der Bund" genannt.
Sagt dann jemand "Die Länder"
sind die Bundesländer gemeint.
Zu Deutschland gehören 16 Bundesländer.


Zeichnung: Das ist eine Deutschlandkarte. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© Illustrator GG GR bpb)



Deutschland ist ein demokratischer Staat

Foto: Stimmzettel für die Wahl zum
Deutschen Bundestag. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert.Stimmzettel für die Wahl zum Deutschen Bundestag. (© picture-alliance)
Die Bundesrepublik Deutschland
ist ein demokratischer Staat.
Demokratie kommt aus der griechischen
Sprache.
Es bedeutet "Herrschaft des Volkes".
Was Demokratie in Deutschland bedeutet,
steht in Artikel 20 (2):
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.
Sie wird vom Volke in Wahlen
und Abstimmungen […] ausgeübt".

Das Volk sind alle Bürgerinnen und Bürger.
In Wahlen entscheidet das Volk,
wer im Staat Wichtiges bestimmen darf.
Wählen und gewählt werden dürfen
alle Bürgerinnen und Bürger,
die über 18 Jahre alt sind.

Die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland wählen den Deutschen Bundestag.
Alle Bürgerinnen und Bürger können
an der Wahl zum Bundestag teilnehmen.
Für die Demokratie ist wichtig,
dass viele dies tun.
Bei einer Wahl entscheiden Bürgerinnen und Bürger,
wer sie im Bundestag vertreten soll.
Wer also einen "Sitz" im Bundestag bekommen soll.

Gewählt werden können Bürgerinnen und Bürger,
die genug Unterstützer haben oder
von einer Partei vorgeschlagen wurden.
Wie das genau gemacht wird: Dafür gibt es Regeln.

Wer im Bundestag einen Sitz bekommen hat,
vertritt dann dort eine Zeit lang
die Bürgerinnen und Bürger.
Bei der nächsten Wahl
können alle Bürgerinnen und Bürger
wieder neu überlegen:
Wer soll mich vertreten?
Die Wahlen zum Bundestag finden alle vier Jahre statt.
Manchmal auch nach kürzerer Zeit.

Die Wahl zum Bundestag ist eine
wichtige Entscheidung im Staat.
Denn der Bundestag ist mit dem Bundesrat
die gesetzgebende Gewalt.

Der Bundestag bestimmt die Regeln im Staat.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt im Bundestag ihre erste Regierungserklärung nach ihrer Wiederwahl zur Regierungschefin ab (21.03.2018).Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt im Bundestag ihre erste Regierungserklärung nach ihrer Wiederwahl zur Regierungschefin ab (21.03.2018) (© picture-alliance)
Der Bundestag wählt auch die Bundeskanzlerin.
Sie ist die Chefin der ausführenden Gewalt.

Der Bundestag bestimmt auch die Regel,
wann jemand Richter werden kann.
Richter sind die rechtsprechende Gewalt.

Entscheidungen des Bundestages sind also
für alle drei Teile der Staatsgewalt wichtig.

Das deutsche Volk aber wählt den Bundestag.
Das Volk entscheidet, wer es im Bundestag vertritt.

Deswegen kann man sagen:
Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.


Foto: Einwurf eines Wahlzettels in die Wahlurne. Bitte klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.Einwurf eines Wahlzettels in die Wahlurne. (© picture-alliance, Ulrich Baumgarten)
Parlamentarier während einer Debatte im Deutschen Bundestag (15.06.2018)Parlamentarier während einer Debatte im Deutschen Bundestag (15.06.2018) (© picture-alliance/dpa)

Deutschland ist ein sozialer Staat

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein sozialer Staat.

Die meisten erwachsenen Menschen in Deutschland
können für sich selbst sorgen.
Foto: Das Sozialamt. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© picture-alliance/dpa, Winfried Wagner)
  • Sie verdienen ihr eigenes Geld.
  • Sie bestimmen selbst, wie sie leben wollen.
  • Sie sorgen für ihre eigenen Kinder.
Wenn Menschen für sich selbst sorgen können,
dann sollen sie das auch tun.

Manche Menschen schaffen das aber nicht:
Weil sie alt, arbeitslos, behindert oder krank sind.
Ihnen hilft der Staat zum Beispiel durch die Sozialhilfe.
Zu einem Sozialstaat gehört zum Beispiel auch:
Der Schutz von Menschen bei ihrer Arbeit.
Der Staat stellt deshalb Regeln auf,
damit weniger Unfälle am Arbeitsplatz passieren.

In Deutschland wird niemand allein gelassen,
wenn er zum Beispiel eine Behinderung oder keine Arbeit hat.