Grundrechte - Einfach politik

Das Grundgesetz schützt Ehe und Familie

5.11.2016
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    Artikel 6

    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. (…)


    Zeichnung: Eine Familie steht zusammen unter einem Schirm, auf dem der Bundesadler abgebildet ist. Der Schirm steht sinnbildlich für die Grundrechte des Grundgesetzes. Die Familie steht also buchstäblich unter dem Schirm des Grundgesetzes. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© bpb)

    Ehe heißt:
    Ein Mann und eine Frau sind verheiratet.
    In Deutschland kann die Ehe nur
    zwischen einer Frau und einem Mann geschlossen werden.

    Zwei Männer oder zwei Frauen können aber bestätigen lassen:
    Wir wollen zusammen leben.
    Das heißt dann:
    eingetragene Lebenspartnerschaft.
    • Jeder darf sich seinen Ehepartner oder
      seine Partnerin aussuchen.
    • Ein Ehepaar kann sich selbst überlegen,
      wie es in der Ehe die Aufgaben aufteilt.
    Familie sind Eltern und Kinder.
    Oft leben sie zusammen.
    Kinder können auch Pflegekinder oder Stiefkinder sein.
    Die Erwachsenen müssen nicht verheiratet sein.

    Es gibt unterschiedliche Familien:
    • In einer Familie können ein oder mehrere Kinder sein.
    • In einer Familie kann es zwei Elternteile geben.
    • Manchmal gibt es auch nur einen Vater oder eine Mutter.
      Der andere Elternteil lebt oft woanders.
    • In manchen Familien gibt es auch zwei Mütter oder zwei Väter.
    Ehe und Familien sind besonders geschützt.
    Sie dürfen vom Staat nicht schlechter behandelt werden,
    als andere Arten zu leben.
    Sie zahlen zum Beispiel etwas weniger Steuern.

    Eltern haben Rechte und Pflichten.
    • Sie haben das Recht, ihre Kinder so zu erziehen,
      wie sie es für richtig halten.
    • Sie haben die Pflicht, für ihre Kinder zu sorgen.
    • Sie dürfen sie nicht schlagen oder ihnen auf andere Art wehtun.
    Der Staat unterstützt die Eltern.
    Zum Beispiel durch Kindergeld und durch Kindergärten.
    Der Staat achtet auf das Wohl der Kinder.
    Das macht das Jugendamt.

    Zum Beispiel wenn
  • die Eltern dem Kind nicht genug zu essen geben.
  • Oder wenn die Eltern das Kind schlagen.

  • Dann kümmert sich das Jugendamt um das Kind.
    Das Jugendamt hilft auch den Eltern,
    wenn sie Hilfe brauchen.



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