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27.11.2017

Wer entscheidet über Regeln?

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    Regeln können demokratisch
    oder nicht demokratisch entstehen.

    Nicht demokratisch ist es,
    wenn nur einer alleine über die Regeln entscheidet.
    Vielleicht entscheidet nur die Mitbewohnerin,
    die am längsten in der WG wohnt.
    Sie sagt vielleicht: "Alle müssen sich an meine Regeln halten."

    Wenn die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner
    gemeinsam über die Regeln entscheiden.
    Wenn sie zum Beispiel darüber entscheiden, wer einziehen darf.

    Demokratisch bedeutet aber nicht,
    dass jeder immer über alles entscheidet.
    Es gibt verschiedene Wege demokratisch zu entscheiden.

    Wege demokratisch zu entscheiden:
    Die Mitbewohner in der WG können zum Beispiel Aufgaben verteilen.
    Eine Mitbewohnerin macht vielleicht einen Einkaufsplan.
    Und ein anderer Mitbewohner macht einen Putzplan.
    Aber alle dürfen mitreden. 

    Vielleicht ist eine Person nicht mehr mit dem Putzplan einverstanden.
    Dann kann die WG entscheiden,
    dass sie den Putzplan jetzt anders machen.

    Auch das ist demokratisch.

    In der WG können alle überlegen und darüber abstimmen:
    • "Ist es für uns besser,
      wenn alle gemeinsam den Putzplan machen?
    • Oder ist es besser,
      wenn wir eine Person dafür auswählen?"
    Auch das ist demokratisch.

    Manchmal gibt es auch Streit.
    Es ist nicht immer leicht, sich zu einigen.
    Auch das gehört zur Demokratie.

    Demokratisch heißt nicht, dass immer alle zufrieden sind.
    Aber alle können und dürfen sich dafür einsetzen,
    dass andere Regeln gelten
    oder andere Entscheidungen getroffen werden.

    Dafür können Sie sich einsetzen,
    weil Deutschland ein demokratisches Land ist.
    Man kann auch sagen: Deutschland ist eine Demokratie.

    Wir wollen ein anderes GesetzWir wollen ein anderes Gesetz.