Blick auf den Erdball vom Weltall aus. Im Zentrum des Betrachters ist die nördliche Halbkugel zu sehen. Sie ist kaum von Wolken bedeckt. Im Westen liegt der amerikanisch Kontinent, im Osten liegt Europa. Dazwischen leuchtet blau der Ozean Atlantik.

29.12.2017

Vorschau auf das Jahr 2018

Die Regierungsbildung in Berlin geht weiter. Das Jahr beginnt mit Sondierungsgesprächen zwischen CDU/CSU und SPD. In Hessen und Bayern, Tschechien, Finnland, Italien, Russland, Mexiko, Schweden, Brasilien, Lettland und den USA werden Parlamente oder Präsidenten gewählt. Die Brexit-Verhandlungen gehen in die heiße Phase. Der erhöhte Mindestlohn gilt jetzt ausnahmslos für alle Branchen, des Weiteren stehen neben der Winterolympiade und der Fußball-WM im Sommer auch einige des Gedenkens würdige Jahrestage an. Ein Überblick.

Zu Silvester wird ein Höhenfeuerwerk am 01.01.2016 am Brandenburger Tor in Berlin gezündet.Zu Silvester wird ein Höhenfeuerwerk am 01.01.2016 am Brandenburger Tor in Berlin gezündet. Bei dem Open-Air-Spektakel entlang der Straße des 17. Juni feiern Menschen aus aller Welt den Jahreswechsel. (© dpa)

Januar 2018

1. Januar 2018: Rechtliche Änderungen – Deutliche Verbesserungen für Schwangere, Frührentner und Arbeitnehmer
ILLUSTRATION - Euro Münzen und Schein im Wert von Euro 8,84 liegen an einem Arbeitshandschuh. Der neue Mindestlohn in Deutschland ab 01.01.2017.ILLUSTRATION - Euro Münzen und Schein im Wert von Euro 8,84 liegen an einem Arbeitshandschuh. Der neue Mindestlohn in Deutschland ab 01.01.2017. (© dpa)

Am 1. Januar 2018 treten mehrere neue Gesetze und Regelungen in Kraft, die Verbesserungen für viele Arbeitnehmer, Schwangere und Rentner bringen sollen. So wird der Mutterschutz auch auf Studentinnen, Schülerinnen und Auszubildende ausgeweitet. Durch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) erhalten künftig Beschäftigte kleiner Unternehmen und geringfügig Beschäftigte einen leichteren Zugang zu einer Betriebsrente. Auch die Erwerbsminderungsrente soll künftig höher ausfallen. Gute Nachrichten auch für viele Ostdeutsche: bis zum Jahr 2025 wird der Rentenwert Ost an den des Westens angepasst. Zudem sinkt der allgemeine Rentenbeitrag um 0,1 Prozent auf 18,6 Prozent und das Kindergeld wird leicht erhöht . Und ab dem 1. Januar gilt der verpflichtende Mindestlohn von 8,84 Euro brutto je Zeitstunde ausnahmslos für alle Branchen.

Januar 2018: Bulgarien übernimmt bis Ende Juni die EU-Ratspräsidentschaft
Der bulgarische Ministerpräsident Boyko Borisov (links) mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.Der bulgarische Ministerpräsident Boyko Borisov (links) mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. (© picture-alliance/dpa)

Am 1. Januar 2018 übernimmt Bulgarien für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Der Balkan-Staat ist eines der jüngsten Mitglieder der Europäischen Union. Das Land leidet noch immer unter Korruption und Armut. Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wechselt alle sechs Monate – jeweils am 1. Januar und am 1. Juli (Rotationsprinzip). Alle EU-Staaten sind abwechselnd jeweils sechs Monate lang für die Tagesordnung des Rates verantwortlich und führen in dieser Zeit den Vorsitz in den Tagungen, die nicht von der Hohen Vertreterin oder dem Ratspräsidenten geleitet werden.

Januar 2018: Verhandlungen über künftige Regierung gehen weiter
Unter der Verhandlungsführung von Martin Schulz (SPD), Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) sollen die Sondierungsgespräche weitergehen.Unter der Verhandlungsführung von Martin Schulz (SPD), Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) sollen die Sondierungsgespräche über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zur möglichen Neuauflage der Großen Koalition im Januar weitergehen. (© dpa)

Die Regierungsbildung in Berlin geht weiter. Sah es nach dem Scheitern der Sondierungen zwischen Union, FDP und Grünen zunächst nach Neuwahlen aus, hat sich die SPD doch noch bereit erklärt, vom 07. bis 12. Januar 2018 mit CDU/CSU, die Möglichkeit der Bildung einer Großen Koalition (GroKo) zu sondieren.

Auf Seiten der SPD muss nach Abschluss der Sondierungen ein Parteitag der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zustimmen – bei den Unionsparteien entscheiden dies die Führungsgremien. Streitthemen sind etwa eine von der SPD geforderte Bürgerversicherung, also eine deutliche Ausweitung des Systems der gesetzlichen Krankenkassen, sowie die von Teilen der Union gewünschte Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

Ob am Ende tatsächlich eine Koalition aus SPD, CSU und CDU zustande kommt, ist aber offen, denn unsicher ist auch, ob die Mehrheit der SPD-Mitglieder bei der Mitgliederbefragung für eine GroKo stimmt. Als unwahrscheinlich gilt es, dass es zu einer Unions-Minderheitsregierung kommt. Neuwahlen sind nach wie vor möglich.

Januar 2018: Brexit-Verhandlungen gehen in zweite Runde
Die britische Premierministerin Theresa May (L) und der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, nehmen an einer Pressekonferenz in Brüssel teil, Belgien, am 4. Dezember 2017.Die britische Premierministerin Theresa May (L) und der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, nehmen an einer Pressekonferenz in Brüssel teil, Belgien, am 4. Dezember 2017. (© picture alliance/ZUMA Press)

Die Brexit-Verhandlungen dürften sich auch 2018 schwierig gestalten. Wie die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien künftig aussehen, muss bis Ende März 2019 geklärt sein. Wenn es bis dahin keine Verständigung oder keinen Rückzug vom Brexit gibt, scheidet das Vereinigte Königreich ungeregelt aus der Europäischen Union aus.

Zuletzt bewegten sich beide Verhandlungsparteien jedoch aufeinander zu: Die EU gab Mitte Dezember 2017 das Startsignal zur Ausweitung der Brexit-Verhandlungen. Bei einem EU-Gipfel stellten die 27 verbleibenden Länder offiziell fest, dass es in den bisherigen Gesprächen ausreichenden Fortschritt gegeben habe. Damit gehen die Brexit-Verhandlungen in die zweite Runde.

Brüssel hat nach eigenen Angaben das Ziel, bis Herbst 2018 einen Vertrag über den Austritt Großbritanniens auszuarbeiten. Zuvor hatten London und Brüssel Kompromisse zu den wichtigsten Trennungsfragen, darunter Vereinbarungen zur irisch-nordirischen Grenze, zu den Rechten der EU-Bürger in Großbritannien sowie zu finanziellen Verpflichtungen Londons nach dem Brexit 2019, erzielt.

12. bis 13. Januar: Präsidentschaftswahl in Tschechien
Zemans Freude über den WahlsiegMiloš Zeman gewann die erste Direktwahl eines Präsidenten in Tschechien. (© picture-alliance/AP)

Am 12. und 13. Januar wählt Tschechien einen neuen Präsidenten. Der Termin für den möglicherweise nötig werdenden zweiten Wahlgang ist auf den 26. und 27. Januar terminiert. Der Amtsinhaber Miloš Zeman tritt zur Wiederwahl an. Auch der Vorsitzende der Akademie der Wissenschaften Jiří Drahoš und der Unternehmer Michal Horáček gelten als aussichtsreiche Kandidaten. Die Republik Tschechien hatte 2012 die Direktwahl des vornehmlich Repräsentativen Amtes eingeführt.

28. Januar: Präsidentschaftswahl in Finnland
Der amtierende Präsident Finnlands, Sauli Niinistö.Der amtierende Präsident Finnlands, Sauli Niinistö. (© dpa)

Am 28. Januar wählen die Finnen ihren Präsidenten. Sollte bei der Direktwahl keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichen, gibt es am 11. Februar einen zweiten Wahlgang. Das Amt hat vorwiegend repräsentativen Charakter. Exekutivrechte hat das Staatsoberhaupt allerdings in außenpolitischen und militärischen Fragen. Der liberal-konservative Amtsinhaber Sauli Niinistö bewirbt sich neben sieben weiteren Kandidaten um eine zweite Amtszeit. Zuvor wurden in Finnland drei Jahrzehnte lang Sozialdemokraten in das höchste Amt gewählt.

Frühjahr 2018

Frühjahr 2018: NAFTA-Neuverhandlungen zwischen USA, Mexiko und Kanada sollen weitergehen
Ottawa am 25. September 2017. Schild zu den NAFTA Freihandelsgesprächen.Ottawa am 25. September 2017. Schild zu den NAFTA Freihandelsgesprächen. (© picture-alliance/AP)

Im Frühjahr sollen die Verhandlungen um ein geändertes NAFTA-Abkommen weitergehen. Anders als Mexiko und Kanada wünscht US-Präsident Donald Trump unbedingt eine Neuverhandlung des seit vielen Jahren gültigen Freihandelsabkommens. Trump sieht durch NAFTA die Vereinigten Staaten benachteiligt, zu viele US-Arbeitsplätze seien durch das Abkommen verlorengegangen. Trump hatte sich im Wahlkampf sogar für einen Austritt aus NAFTA ausgesprochen.

Februar 2017

5. Februar: Gedenken an die Berliner Mauer
5-B1-J5-1980-8 (58635) Berlin,Mauer an der Bernauer Str./Foto Berlin, Mauer. - Blick auf die Mauer an der Bernauer Straße (Wedding). - Foto, um 1980. E: Berlin Wall / Bernauer Strasse / 1980 Berlin, Wall. - View of the Wall in Bernauer Strasse in Wedding. - Photo, c.1980.Blick nach Ost-Berlin über die Mauer entlang der Bernauer Straße, 1980. (© picture-alliance/akg)

Rechnerisch ist der 5. Februar 2018 laut Stiftung Berliner Mauer der Tag, an dem die Mauer genauso lange nicht mehr existiert, wie sie existierte – also gut 28 Jahre und drei Monate. Ist die Geschichte der Mauer von da an Geschichte? Und ist der Kalte Krieg wirklich vorüber? Auch die bpb diskutiertmit.

22. Februar: Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt über mögliche Fahrverbote für Dieselfahrzeuge
Bundesverwaltungsgericht.Bundesverwaltungsgericht. (© dpa-tmn)

Am 22. Februar 2018 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht im Rechtsstreit zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Land Nordrhein-Westfalen. Das Leipziger Gericht muss klären, ob Fahrverbote auf Grundlage des geltenden Rechts überhaupt möglich sind.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte im September 2016 auf die Klage der DUH hin entschieden, dass der Luftreinhalteplan der Landeshauptstadt um Fahrverbote ergänzt werden müsste, damit die Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickoxid eingehalten werden. Die Landesregierung hatte Revision eingelegt, um die wichtige Frage höchstrichterlich klären zu lassen.

9. bis 25. Februar: XXIII. Olympische Winterspiele in Südkorea
Pressekonferenz anlässlich der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 am 18. Dezember 2016 in Gangneung, Südkorea.Pressekonferenz anlässlich der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 am 18. Dezember 2016 in einem Hotel in Gangneung in der Provinz Gangwon, Südkorea. (© picture-alliance)

Vom 9. bis zum 25. Februar finden die 23. Olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang statt. Die russische Mannschaft wurde vom IOC wegen Staatsdopings für die Spiele gesperrt. Russische Sportler, die nachweisen können, dass sie nicht gedopt sind, dürfen unter der Teambezeichnung "Olympischer Athlet aus Russland" (OAR) teilnehmen.

März 2018

März 2018: Parlamentswahlen in Italien
Palazzo Montecitorio, Sitz des italienischen Parlaments.Palazzo Montecitorio, Sitz des italienischen Parlaments. (© picture-alliance)

Nach der Auflösung des italienischen Parlaments durch Staatspräsidenten Sergio Matarella ist der Weg frei für Neuwahlen in Italien, die am 4. März stattfinden sollen. Bis dahin bleibt der sozialdemokratische Ministerpräsident Paolo Gentiloni geschäftsführend im Amt. Unklar ist, ob die Sozialdemokraten weiter die Regierung stellen werden, zur Zeit hat keine der Parteien eine regierungsfähige Mehrheit. In Umfragen liegt das Bündnis aus konservativen und rechtspopulistischen Parteien von Forza Italia und der Lega Nord vorn.

18. März: Präsidentschaftswahl in Russland
Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner Jahrespressekonferenz am 14. Dezember 2017.Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner Jahrespressekonferenz am 14. Dezember 2017. (© picture-alliance)

Am 18. März finden in Russland Präsidentschaftswahlen statt. Politische Beobachter sind sich sicher, dass der amtierende Präsident Wladimir Putin auch weiterhin an der Spitze des Staates bleibt. Es wäre insgesamt seine vierte Amtszeit. Eine Kandidatur des aussichtsreichsten Gegenkandidaten aus den Reihen der Opposition, Alexej Nawalny, lehnte die russische Wahlkommission Ende Dezember 2017 ab. Aufgrund von massiven Schikanen, struktureller Benachteiligung und Unterdrückung der Opposition und Zivilgesellschaft wird man auch diesmal nicht von einer freien Wahl sprechen können. Wladimir Putin könnte somit bis 2024 die Macht im Kreml behalten.

April 2018

4. April: Gedenken an die Ermordung Martin Luther Kings vor 50 Jahren
Stein mit eingemeißeltem Namen und Todesdaten von Martin Luther King jr.Lorraine Motel in Memphis - Tatort der Ermordung des Bürgerrechtlers Dr. Martin Luther King jr. (© picture-alliance/AP)

Martin Luther King jr. war einer der bekanntesten Kämpfer gegen die Rassentrennung und für soziale Gerechtigkeit in den USA. Der 1929 geborene Bürgerrechtler und Pfarrer setzte sich gegen die damals vor allem in den Südstaaten existierende massive Benachteiligung der afroamerikanischen Bevölkerung ein. Bekannt wurde er vor allem als Koordinator des 1955 durch Rosa Parks in Montgomery verursachten Bus-Boykotts vieler Schwarzer, die damit gegen die Rassentrennung im öffentlichen Nahverkehr protestierten. Der Oberste Gerichtshof in Washington entschied schließlich im November 1956, dass die "Rassentrennung" in Autobussen gegen die Verfassung verstößt.
King setzte sich auch danach weiter in verschiedenen Bürgerrechtsbewegungen für die Rechte der schwarzen Bevölkerung ein. Am 28. August 1963 hielt King vor über 200.000 Menschen vor dem Capitol in Washington seine wohl bekannteste Rede, deren mehrfach wiederholter Kernsatz "I have a dream" (Ich habe einen Traum) Geschichte schrieb. 1964 erhielt er den Friedensnobelpreis King und seine Mitstreiter wurden während ihrer Aktivitäten immer wieder Opfer von gewalttätigen Übergriffen und Anschlägen. Am 4. April 1968 wurde er schließlich im Alter von 39 Jahren in Memphis erschossen.

11. April: Erinnerung an das Attentat auf Rudi Dutschke vor 50 Jahren
Mann an RednerpultDer Studentenführer Rudi Dutschke spricht am 6. März 1968 in der Aula der Halenpaghenschule im niedersächsischen Buxtehude am Rednerpult. Rund einen Monat später wurde auf ihn geschossen. (© picture-alliance/dpa)

Am 11. April 1968 wurde der Studentenführer Rudi Dutschke vor dem Sitz des Sozialistischen Studentenbunds Deutschland (SDS) am Berliner Kurfürstendamm 140 durch drei Schüsse des rechtsextrem gesinnten Hilfsarbeiters Josef Bachmann lebensgefährlich verletzt. Der Soziologe Dutschke war in den 1960er Jahren zur Symbolfigur und Sprachführer der westdeutschen Studentenbewegung und Außerparlamentarisch Opposition avanciert. Das Attentat auf ihn führte zu massiven, auch gewalttätigen Protesten. Dutschke starb 1979 in Dänemark an Spätfolgen des Attentats.

Mai 2018

23. Mai: Erinnerung an den Prager Fenstersturz 1618
Bunter Holzstich vom Prager Fenstersturz.Prager Fenstersturz 1618; Holzstich um 1860, nach einer Zeichnung von Josef Mathias Trenkwald. (© picture-alliance/akg)

Europaweit erinnern Ausstellungen und Veranstaltungen an den Ausbruch des 30-jährigen Kriegs nach dem Zweiten Prager Fenstersturz vor 400 Jahren, am 23. Mai 1618 . Der Konfessionskrieg zwischen katholischen und protestantischen Staaten wurde erst nach 30 Jahren durch einen langwierigen, aber vergleichsweise stabilen Friedensschluss beendet – den Westfälischen Frieden.

25. Mai: Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung
Netzwerkkabel in einer Einheit des Supercomputers "Blizzard"Netzwerkkabel in einer Einheit des Supercomputers "Blizzard" im Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg (© picture-alliance/dpa)

Am 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. Die Europäische Union will so den Datenschutz im Internet verbessern und den Umgang mit personenbezogenen Daten durch Unternehmen und staatliche Stellen vereinheitlichen.

Juni 2018

6. bis 8. Juni: G7-Gipfel in Kanada
Panorama einer kleinen Stadt am Fluß.Baie-Saint-Paul, die größte Stadt in der Region Charlevoix in Quebec, Kanada. (© picture alliance/All Canada Photos)

Vom 6. bis zum 8. Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben G7-Staaten in Charlevoix (Quebec). Schwerpunktthemen des Gipfels unter kanadischem Vorsitz sollen Gleichstellung der Geschlechter, Umweltschutz, Frieden und Sicherheit, Arbeit der Zukunft und faires ökonomisches Wachstum sein.

14. Juni bis 15. Juli: Fußball-WM in Russland
Mann und großes Plüsch-Maskottchen halten Daumen in die Kamera.Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw und Wolf "Sabiwaka", Maskottchen für die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. (© picture-alliance/dpa)

Am 14. Juni 2018 beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, 32 Nationalmannschaften nehmen daran teil, darunter erstmals Island und Panama. Thema am Rande wird die Doping-Debatte im russischen Spitzensport bleiben, auch der Profifußball soll betroffen sein. Nach anhaltenden Vorwürfen trat Mitte Dezember 2017 Russlands WM Organisations-Chef und langjährige Sportminister, Witali Mutko, von seinem Amt zurück.

Juli 2018

Juli 2018: Österreich übernimmt bis Ende Dezember die EU-Ratspräsidentschaft
Zwei Männer stehen vor einer Europaflagge.Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Montag bei der Angelobung der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung im Dezember 2017 in der Präsidentschaftskanzlei in Wien. (© picture alliance/APA/picturedesk.com)

Am 1. Juli übernimmt Österreich für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Zuletzt war der Kurs Österreichs gegenüber der Europäischen Union oft kritisch eingestellt. Die Reglementierungen zum Zuzug von Flüchtlingen gingen vielen Politikern Österreichs nicht weit genug. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekannte sich beim Amtsantritt aber zum "Friedensprojekt der Europäischen Union".
Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wechselt alle sechs Monate – jeweils am 1. Januar und am 1. Juli (Rotationsprinzip). Um Kontinuität zu gewährleisten, finden sich jeweils drei Länder zu einer sogenannten Trio-Präsidentschaft zusammen, um einen gemeinsamen Plan für 18 Monate zu entwickeln. Österreich bildet einen Dreiervorsitz mit Estland und Bulgarien.

1. Juli: Wahlen in Mexiko
Eine ältere FrauDie Sprecherin des Indigenen Regierungsrates, Maria de Jesus Patricio Martinez, auch bekannt unter dem Namen MariChuy, tritt als Präsidentschaftskandidatin in Mexiko an. (© picture-alliance/AP)

Die mexikanische Bevölkerung wählt am 1. Juli 2018 einen neuen Präsidenten, einen neuen Senat und eine neue Abgeordnetenkammer. Durch eine Wahlrechtsreform können auch parteiunabhängige Kandidaten zur Präsidentschaftswahl antreten. Mit María de Jesús Patricio Martínez tritt erstmals eine Indigene an. Sie ist Sprecherin des Indigenen Regierungsrates. Derzeit ist Enrique Peña Nieto, der der langjährigen Regierungspartei PRI angehört, Präsident des Landes. Er darf nach der Verfassung des Landes nicht noch einmal antreten.

August 2018

21. August: Erinnerung an das Ende des Prager Frühlings vor 50 Jahren
21. August 1986, Jahrestag der Prager Invasion: Sowjetische Panzer beendeten 1968 gewaltsam den "Prager Frühling".21. August 1986, Jahrestag der Prager Invasion: Sowjetische Panzer beendeten 1968 gewaltsam den "Prager Frühling". (© AP)

Die tschechoslowakische Kommunistische Partei (KPC) unter Führung von Alexander Dubček versuchte im Frühjahr 1968, den Sozialismus in der CSSR (Tschechoslowakische Sozialistische Republik) in Teilen zu demokratisieren – zudem sollte das politische System liberaler werden. Ziel war auch das Entstehen einer freien Presse und kritischen Öffentlichkeit. Viele Tschechen und Slowaken hofften auf die Schaffung eines "Sozialismus mit menschlichem Antlitz".
Die kommunistische Führung in der Sowjetunion und linientreue Sozialisten in anderen Ostblock-Staaten sahen in den Reformplänen jedoch eine Gefahr für die Stabilität ihres autoritären Machtsystems. Am 21. August 1968 beendeten Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten gewaltsam die als "Prager Frühling" in die Geschichtsbücher eingegangene Phase.

Drittes Quartal 2018

Wahl zum Schwedischen Reichstag
Ein Gebäude aus Stein mit einer blau-gelben schwedischen Flagge.Gebäude des schwedischen Reichstages mit schwedischer Fahne, auf der Insel Helgeandsholmen. (© picture-alliance)

Bis spätestens 9. September 2018 muss Schweden laut Verfassung einen neuen Reichstag wählen. Derzeit regiert in Schweden eine Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Grünen unter Führung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven.

Herbst 2018

Herbst 2018: Landtagswahlen in Bayern
Zwei Männer geben sich die Hand.Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (l) gratuliert dem bayerischen Finanzminister Markus Söder am 16.12.2017 in Nürnberg beim CSU-Parteitag zur Nominierung als Spitzenkandidat. (© dpa)

Die Landtagswahl muss in Bayern zwischen dem 16. August und dem 15. November 2018 stattfinden. Für die CSU geht es um die Verteidigung der absoluten Mehrheit, in Umfragen schnitt die Partei zuletzt schlecht ab. Traditionell ist die CSU in Bayern stärkste Partei, verlor aber bei der letzten Bundestagswahl fast elf Prozent ihrer Stimmen. Als Spitzenkandidat schickt sie den Franken Markus Söder ins Rennen. CSU-Chef Horst Seehofer tritt nicht mehr an. Die bayerische SPD hat ihre Parteivorsitzende Natascha Kohnen als Spitzenkandidatin nominiert.

Herbst 2018: Landtagswahl in Hessen
Zwei Männer unterhalten sich.Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (rechts, CDU) und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) am 12.12.2017 im hessischen Landtag in Wiesbaden. (© dpa)

Im Herbst 2018 wählt Hessen einen neuen Landtag. Das genaue Datum ist noch offen. Derzeit regiert in Wiesbaden eine Koalition aus CDU und den GRÜNEN. Amtierender Ministerpräsident ist Volker Bouffier (CDU), sein Herausforderer ist SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel.

Oktober 2018

Oktober 2018: Präsidentschaftswahl in Brasilien
Ein Mann spricht mit erhobenem Finger vor einer brasilianischen Flagge.Im Herbst 2018 bestimmen die Brasilianer den Nachfolger von Michel Temer, amtierender Staatspräsident. (© picture alliance/ZUMA PRESS)

Voraussichtlich im Oktober 2018 wählt Brasiliens Bevölkerung einen neuen Präsidenten. Das genaue Datum ist noch offen. Klar ist: Der aktuelle Präsident Michel Temer darf nicht mehr antreten, da seit einer Verfassungsänderung von 2000 eine direkte Wiederwahl des Präsidenten nicht vorgesehen ist. Brasilien, vor wenigen Jahren noch globaler Hoffnungsträger und von Investoren umworben, durchlebt derzeit eine ökonomische und politische Krise. Vor allem Kriminalität und Korruption lähmten zuletzt Demokratie und Wirtschaft.

Herbst 2018: Parlamentswahl in Lettland
Rot angeleuchtetes ParlamentsgebäudeDas lettische Parlament, hier während des Licherfestes "Staro Riga" im November 2017. (© dpa)

Spätestens bis zum 6. Oktober 2018 wählen die Letten ein neues Parlament, die Saeima. Die letzten Parlamentswahlen fanden im Oktober 2014 statt, die vorwiegend von russischstämmigen Wählerinnen und Wählern gewählte Partei „Harmonie“ ging damals als stärkste Kraft hervor (24 von 100 Sitzen) 1991 hatte die baltische Republik ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion erklärt. Neben rund 62 Prozent Letten leben in dem Land 27 Prozent Russen sowie weißrussische, polnische und litauische Bevölkerungsgruppen.

November 2018

5. bis 16. November: UN-Klimakonferenz in Polen
Ein rauchendes KohlekraftwerkDas Kohlekraftwerk Jaworzno im Oberschlesischen Industriegebiet rund um Kattowitz. Polen hält weiterhin an der Kohleförderung fest, 95 Prozent des Energiebedarfs werden durch heimische Kohle gedeckt. (© dpa)

Der diesjährige UN-Klimagipfel findet im polnischen Kattowitz statt. Die teilnehmenden Staaten wollen dabei auf die Verhandlungsergebnisse der Bonner Klimakonferenz von 2017 aufbauen. Die Klimaschutz-Zusagen der vergangenen Klimagipfel in Paris und Bonn sollen zu einem gemeinsamen Text zusammengeführt und von den Delegierten aus fast 200 Teilnehmer-Staaten in Kattowitz verabschiedet werden.

6. November: Kongresswahlen in den USA (Midterm-Elections)
Erleuchtete Kuppel des Capitols.Das Capitol in Washington, D.C. (© dpa)

In den USA werden am 6. November die Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel des Senats neu gewählt. Bislang hält die Partei der Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit. Die Abstimmung gilt als Bewährungsprobe für den republikanischen US-Präsidenten Donald Trump. Verliert er bei den Midterm-Elections in beiden oder in einer der beiden Kammern wird für ihn das Regieren in seiner verbleibenden Amtszeit deutlich schwerer. Zugleich finden auch Gouverneurswahlen in einer Reihe von Bundesstaaten statt.

8. November 2018: 100 Jahre Freistaat Bayern
Bayerische blau-weiße Flagge, im Hintergrund Statue der Bavaria mit erhobenem Kranz.Die bayerische Flagge weht vor der Statue der Bavaria. (© picture alliance/chromorange)

Am 8. November 2018 feiert der Freistaat Bayern sein 100-jähriges Bestehen. In den Revolutionswirren der Novembertage 1918 hatte der Revolutionär Kurt Eisner an diesem Tag im bayerischen Landtag den Freistaat Bayern ausgerufen. Die Bamberger Verfassung vom 14. August 1919 konstituierte den Freistaat schließlich als parlamentarische Demokratie. In der Weimarer Republik reduzierte sich Bayerns Eigenständigkeit faktisch auf Kulturpolitik.

9. November: 100 Jahre November-Revolution
Schwarzweiß-Bild von vielen Menschen in Berliner Straßen.Menschenmassen in Berlin am 9. November 1918. An diesem Tag rufen sowohl Philipp Scheidemann als auch Karl Liebknecht zeitversetzt die Republik aus. (© picture alliance/Mary Evans Picture Library)

In den Wochen des Kriegsendes 1918 bildeten sich in vielen deutschen Städten Revolutionsbewegungen, mit Arbeiter- und Soldatenräten. Um einer sozialistischen Revolution zuvorzukommen, rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann am 9. November in Berlin die erste deutsche Republik aus und forderte das Ende des deutschen Kaiserreichs. Nur zwei Stunden nach ihm rief auch Karl Liebknecht vom kommunistischen Spartakusbund eine sozialistische Räterepublik aus. Reichskanzler Prinz Max von Baden verkündete die Abdankung des Kaisers, seinen eigenen Rücktritt und die Übergabe der Amtsgeschäfte an den Sozialdemokraten Friedrich Ebert. Zwar setzte sich das demokratisch-republikanische Lager in den folgenden unruhigen Wochen durch, doch die junge Weimarer Republik hatte es von Anfang an schwer: Ihr fehlte es an Rückhalt in der Bevölkerung, an Geschlossenheit und Unterstützung durch die exekutive Gewalt.

11. November: 100 Jahre Waffenstillstand von Compiègne
Mehrere uniformierte Männer sitzen an einem Tisch vor Dokumenten.In einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne nahe Paris treffen die Deutsche und Franzosen zu Verhandlungen zusammen. Matthias Erzberger unterzeichnet die vorgelegten Waffenstillstandsbedingungen, die einer bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches gleichkommen. (© dpa-Bildarchiv)

Am 28. Juli 1914 hatte mit der Kriegserklärung Österreichs-Ungarns an Serbien der Erste Weltkrieg begonnen. Zuletzt 40 Staaten waren beteiligt, mehr als 70 Millionen Soldaten standen unter Waffen, über 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben und hinter den Fronten litten viele Menschen an Hunger. Erst am 11. November 1918 schwiegen die Waffen endgültig: An diesem Tag schlossen das Deutsche Reich und die beiden Westmächte Frankreich und Großbritannien in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne ein Waffenstillstandsabkommen und beendeten damit die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs. Völkerrechtlich endete der Erste Weltkrieg allerdings erst im Mai 1919 mit der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Versailles. Lange hielt das Abkommen jedoch nicht – zwanzig Jahre später entfesselte das Deutsche Reich den Zweiten Weltkrieg mit noch mehr Todesopfern.


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Hintergrund aktuell (03.11.2017)

UN-Klimakonferenz: Pariser Abkommen geht in nächste Runde

Bei der 23. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 23) vom 6. bis zum 17. November in Bonn wollen Delegationen aus 195 Staaten konkrete Umsetzungs-Richtlinien für das Pariser Klimaabkommen ausarbeiten. Wegweisende Beschlüsse werden jedoch in diesem Jahr nicht erwartet.

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Hintergrund aktuell (07.11.2016)

Weltklimavertrag: Ein Jahr nach Paris

Ab heute wird auf der UN-Klimakonferenz in Marokko darüber verhandelt, wie der Weltklimavertrag von Paris umgesetzt werden kann.

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Andreas Eckert

Freihandel als weltpolitisches Instrument

Der Kolonialismus sicherte den Europäern lange Jahre ökonomische Vorteile wie billige Rohstoffe und neue Absatzmärkte. Beim gegenwärtigen Freihandel sieht der Berliner Afrikawissenschaftler Andreas Eckert Kontinuitäten zwischen den Praktiken von damals und heute.

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Dossier

Lange Wege der Deutschen Einheit

Schockartige Umwälzungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und persönlichen Lebensumständen: Welche Folgen brachte der Systemumbruch mit sich? Und wie verläuft seitdem der Einigungsprozess in Ost und West?

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 21-22/2017)

Russland und Deutschland

Deutschland und Russland verbindet eine lange und wechselvolle Geschichte. Gegenseitige Bewunderung und Abneigung, Idealisierung und Dämonisierung spielten darin immer eine Rolle, und das häufig zugleich und nebeneinander. Auf offizieller staatlicher Ebene hat sich das deutsch-russische Verhältnis in den vergangenen Jahren deutlich abgekühlt.

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Lange Wege der Deutschen Einheit

Chronik der Mauer

Wie kam es zum Fall der Berliner Mauer, dem Zusammenbruch des SED-Regimes und der Wiedervereinigung Deutschlands? Hier finden Sie Monats-Chroniken von April 1989 bis Oktober 1990.

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