Arbeitsmarktpolitik Dossierbild

Wandel der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt ist einem fortlaufenden Wandel unterworfen, der sich auf die Arbeitsmarktpolitik auswirkt. Dieser Wandel unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Dienstleistungstätigkeiten. Gleichzeitig besitzt die Industriearbeit für das deutsche exportorientierte Wirtschaftsmodell eine große Bedeutung. Welche Folgen hat es, wenn sich die sozialpolitischen Absicherungsinstrumente maßgeblich an der Industriearbeit orientieren, während die Dienstleistungsarbeit häufig mit der Entstehung neuer Rahmenbedingungen und Problemlagen verbunden ist? Welche Lösungen gibt es hierfür? Wie wird die wachsende Bedeutung personenbezogener sozialer Dienstleistungen wie Kinderbetreuung und Altenpflege und wie werden Aspekte des demografischen Wandels die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen? Des weiteren geht es um das Thema Fachkräftemangel und die Problemlage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier werden Ansätze aus anderen Ländern aufgegriffen, um die Probleme und Möglichkeiten der Vereinbarkeit auch zwischen den Ländern zu vergleichen.

Fahrzeugpflege vor der Auslieferung, hier bei VW in Hannover. Oft werden einfachere Dienstleistungen, die nicht zum Kerngeschäft der Firmen gehören, aus Gründen der Arbeitskosten, der Tarifbindung und Personalvertretung in wirtschaftsnahe Bereiche ausgelagert.

Jürgen Kühl

Dienstleistungs- und Industriearbeit

Gegenwärtig arbeiten drei von vier aller Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor und haben einen großen Anteil an der gesamten Wertschöpfungskette. Seit 1970 hat sich die Dienstleistungsbeschäftigung verdoppelt. Die Industriearbeit im Produzierenden Gewerbe (ausser Bauwirtschaft ) war hingegen um dreieinhalb Millionen Arbeitsplätze rückläufig. In der Aufschwungsphase kam eine Viertelmillion an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung neu hinzu. Welche Auswirkungen hatte dies? Weiter...

Eine Frau mit einem Rollator läuft am 05.07.2013 durch eine Unterführung im Ihme-Zentrum in Hannover (Niedersachsen) vorbei an einem Schriftzug "Die besten Jahre meines Lebens". Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt Anfang 2014 voraussichtlich von 18,9 auf 18,4 Prozent. Das geht aus einem internen Schreiben der Deutschen Rentenversicherung Bund hervor, das der Nachrichtenagentur dpa am 05.07.2013 in Berlin vorlag. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Jürgen Kühl

Demografischer Wandel

Wie ändern sich die Anforderungen an die Arbeitswelt, wenn in Betrieben zunehmend ältere Beschäftigte dominieren? Die Debatte um den demografischen Wandel wird auch im Hinblick auf Veränderungen am Arbeitsmarkt debattiert. Es werden Problemlagen und Lösungsstrategien analysiert wie zum Beispiel Wissensmanagement, Weiterbildung und Qualifizierung. Weiter...

24-Stunden Kita in Schwerin. Die Kita ist vor allem bei Eltern, die im Schichtdienst und/oder an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen, beliebt.

Birte Tiedemann

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Aufgrund der gestiegenen Erwerbsbeteiligung von Frauen stehen in der heutigen Zeit viele Familien vor der Frage, wie sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf organisieren können, um den Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht zu werden. Der folgende Text zeigt zunächst die Problematik auf, die bei mangelnden Möglichkeiten der Vereinbarkeit entsteht und beschreibt die Wichtigkeit der Vereinbarkeit für alle betroffenen Akteure. Abschließend werden bereits durchgeführte Maßnahmen sowie mögliche zukünftige Reformprogramme zur Verbesserung der Situation von Familien beschrieben. Weiter...

Werbung für mehr Fachkräfte: die vormalige Bundesarbeitsministerin von der Leyen, der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Rösler und der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, stellten 2012 eine Kampagne für mehr Fachkräfte in Deutschland vor.

Tim Obermeier

Fachkräftemangel

In den politischen Debatten zum Arbeitsmarkt ist immer wieder vom Fachkräftemangel als Herausforderung die Rede. Doch was heißt Fachkräftemangel überhaupt? Welche Daten liegen hierzu vor? Wie sehen Lösungsstrategien zum Fachkräftemangel in Deutschland aus? Weiter...

Plakat einer Demonstration gegen die Verlängerung der Arbeitszeiten.

Frank Oschmiansky, Jürgen Kühl

Arbeitszeitpolitik

Arbeitszeitpolitik hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel vollzogen. Galt insbesondere in den 1980er Jahren Arbeitszeitverkürzung als ein Königsweg zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit, so stand ab den 1990er Jahren Arbeitszeitflexibilisierung im Zentrum der Debatte und in den letzten Jahren hat sich der Fokus in Richtung Arbeitszeitverlängerung verschoben. Weiter...

Der Kündigungsschutz wird durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und insbesondere das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) geregelt.

Frank Oschmiansky

Kündigungsschutz

Der Kündigungsschutz ist in die Kritik geraten. Während einige beklagen, dass das deutsche Kündigungsschutzrecht nicht mehr den Bestand des Arbeitsverhältnisses vor der Willkür des Arbeitgebers schützt, betonen andere, dass der Kündigungsschutz den Handlungsspielraum der Unternehmen beschränkt und nicht zuletzt ein Grund für die anhaltende Massenarbeitslosigkeit ist. Weiter...

Giebelhäuser am Alten Markt in Stralsund.

Jürgen Kühl

25 Jahre deutsche Einheit: Annäherungen und verbliebene Unterschiede zwischen West und Ost

Das politische Ziel der Angleichung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse in Ost und West bleibt oberste Priorität allen staatlichen und privaten Handelns, mag es auch noch lange dauern. Bald 25 Jahre des Vereinigungsprozesses haben große Fortschritte gebracht, vor allem wenn man die relativ zum Westen schwierige bis desolate Ausgangslage bedenkt. Ist Westniveau überhaupt der angemessene Maßstab oder genügte ein sich selbst tragendes Wirtschafts- und Sozialsystem, das seine Ausgaben aus eigenen Steuern und Abgaben finanziert, also unabhängig von Sondertransfers ist? Weiter...

 

Dossier

Rentenpolitik

Die Alterssicherung stellt, egal wie sie organisiert ist, in allen modernen Gesellschaften einen erheblichen Anteil an der Verwendung des Sozialprodukts dar. Sie ist quantitativ der Kernbereich des Sozialstaats. Weiter... 

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Gesundheitspolitik

Der Reformdruck im deutschen Gesundheitswesen hat deutlich zugenommen. Während noch vor wenigen Jahren nur Experten über die Finanzierbarkeit und Qualitätssicherung des Gesundheitssystems nachdachten, suchen heute viele Bürgerinnen und Bürger nach Antworten. Weiter... 

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"Hauptsache Arbeit!" lautet oft der Ruf – die Qualität der Arbeitsplätze rückt dabei in den Hin...

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Mit dem Übergang vom wohlfahrts-
staatlichen Kapitalismus zum Finanzmarkt-Kapitalismus setzte ei...

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Durch den demografischen Wandel droht der deutschen Gesellschaft nicht nur die Überalterung, sonder...

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Die Instrumente der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungs-
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2003 verkündete Gerhard Schröder ein umfassendes Reformprogramm für Deutschland: die "Agenda 2010...

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Die Mittelschicht schrumpft. Immer mehr Menschen haben Angst vor dem sozialen Abstieg. Die aktuelle ...

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Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte. Weiter...