Arbeitsmarktpolitik Dossierbild

Normative Grundlagen

Arbeitsmarktpolitische und sozialpolitische Institutionen und Regulierungen beruhen u.a. auf bestimmten grundlegenden Wertvorstellungen. Dieses Modul soll einen Überblick bieten, wie und warum sich diese Wertvorstellungen herausbildeten und welche "Leitbildwechsel" es gab. Zudem werden die Kontroversen und möglichen Alternativen dargestellt. Wie in den anderen Modulen werden auch Blicke in andere Länder sowie wichtige Daten und Fakten geboten.

Jahrhundertelang wurde mit Arbeit Mühsal und Qual assoziiert, Feldarbeit ist auch heute noch mühsam.

Frank Oschmiansky

Der Arbeitsbegriff im Wandel der Zeiten

Arbeit ist ein zentraler Begriff der Menschheit, der sich im Laufe der Geschichte grundlegend gewandelt hat. Um kaum einen Begriff ranken sich so viele kontroverse Theorien, Diskussionen, Welt- und Leitbilder. Im Folgenden soll kursorisch dargestellt werden, wie sich der "Arbeitsbegriff" gewandelt hat. Weiter...

Tarifautonomie bedeutet, daß die Tarife zwischen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern ausgehandelt werden. Der Staat macht keine Einkommenspolitik, er nimmt aber als Arbeitgeber auch an Tarifverhandlungen, z. B. für den Öffentlichen Dienst, teil.

Frank Oschmiansky

Zentrale Weichenstellungen der Arbeitsmarktpolitik vor dem Arbeitsförderungsgesetz (AFG)

Insbesondere in der Frühphase der Bundesrepublik, also in den frühen fünfziger Jahren, mussten zentrale Entscheidungen zur Ausgestaltung der Arbeitsmarktpolitik von den politischen Akteuren getroffen werden. Hier werden einige dieser grundsätzlichen Weichenstellungen vorgestellt und ein kurzer Rückblick auf die Anfänge der Arbeitsmarktpolitik gegeben. Weiter...

Arbeitsvermittlung ist wesentlicher Bestandteil der Arbeitslosenpolitik.

Frank Oschmiansky

Das Konzept der aktiven Arbeitsmarktpolitik

Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesrepublik Deutschland stützt sich auf drei Säulen: die Arbeitsvermittlung, die Arbeitslosenversicherung und die aktive Intervention in den Arbeitsmarkt mit Maßnahmen, wie beruflichen Fort- und Weiterbildung sowie Umschulung. Weiter...

Das neue Zeichen der Bundesagentur für Arbeit als Symbol des "New Public Management".

Frank Oschmiansky

Neues Steuerungsmodell und Verwaltungsmodernisierung

Anfang der 1980er Jahre begannen Regierungen in fast allen westeuropäischen Ländern verstärkt Aufgaben zu privatisieren, ihren Personalbestand abzubauen, einzelne Verwaltungseinheiten zu verselbständigen, den öffentlichen Sektor unter verstärkten Markt- und Wettbewerbsdruck zu setzen und Managementkonzepte aus dem Privatsektor in die staatlichen Behörden zu übertragen. Weiter...

Demonstranten protestieren gegen die Arbeitsmarktreform "Hartz IV".

Frank Oschmiansky

Aktivierender Staat und aktivierende Arbeitsmarktpolitik

Der Begriff der "Aktivierung" bzw. eines "Aktivierenden Staates" findet sich in vielen aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatten. Die damalige rot-grüne Bundesregierung hatte den "Aktivierenden Staat" zum Leitbild für die Modernisierung von Staat und Verwaltung erklärt. Doch was ist eigentlich unter "Aktivierung" genau zu verstehen? Weiter...

Teil des deutschen Sozialstaats: die Krankenversicherung.

Frank Oschmiansky, Jürgen Kühl

Wohlfahrtsstaatliche Grundmodelle

Jeder moderne Nationalstaat betreibt Sozialpolitik; zum Sozialstaat machen ihn aber erst deren Reichweite, Qualität und Quantität. Während in anderen Ländern dafür üblicherweise der Begriff "Wohlfahrtsstaat" verwandt wird, ist in Deutschland nach wie vor der Begriff "Sozialstaat" üblicher. Weiter...

Der Ausbau von Kindertagesstätten ermöglicht es mehr Frauen einen Beruf auszuüben.

Frank Oschmiansky, Jürgen Kühl, Tim Obermeier

Das Ende des Ernährermodells

Das männliche Ernährermodell ist ein sozialwissenschaftliches Modell. Es bezeichnet die Konstellation in einer Familie, in welcher der Mann einer bezahlten beruflichen, mit entsprechenden Sozialleistungen ausgestatteten Tätigkeit nachgeht und als Hauptverdiener die Familie ernährt. Die Frau leistet in erster Linie unbezahlte Arbeit (Versorgung der Familie und Hausarbeit) und erwirbt höchstens einen Zuverdienst. In den letzten Jahren haben sich jedoch vielfältige Arrangements der Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit gebildet. Weiter...

Montierung eines Wegweisers an der A71 bei Sömmerda/Thüringen

Frank Oschmiansky, Jürgen Kühl

Aktive Arbeitsmarktpolitik der Bundesländer

Welche Rolle spielen die Bundesländer in der aktiven Arbeitsmarktpolitik und wie ist der Finanzrahmen ist im Vergleich zu den Möglichkeiten des Bundes bzw. der Bundesagentur für Arbeit gestaltet? Welche Modelle der Arbeitsmarktpolitik existieren und wie unterscheiden sie sich? Weiter...

Sigmar Gabriel (l.), Angela Merkel (m.) und Horst Seehofer (r.) stellen den Koalitionsvertrag am 27.11.2013 in der Bundespressekonferenz in Berlin vor.

Tim Obermeier

Arbeitsmarktpolitische Eckpunkte im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD

Unter dem Titel "Deutschlands Zukunft gestalten" haben sich CDU/CSU und die SPD auf einen Koalitionsvertrag für die 18. Wahlperiode geeinigt. Drei Monate nach der Bundestagswahl wurde das 185-seitige Dokument am 16. Dezember 2013 in Berlin von den Parteivorsitzenden Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel endgültig unterzeichnet. Im Koalitionsvertrag finden sich neben dem Mindestlohn noch weitere arbeitsmarktpolitische Vorhaben der Bundesregierung. Weiter...

 

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Rentenpolitik

Die Alterssicherung stellt, egal wie sie organisiert ist, in allen modernen Gesellschaften einen erheblichen Anteil an der Verwendung des Sozialprodukts dar. Sie ist quantitativ der Kernbereich des Sozialstaats. Weiter... 

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Der Reformdruck im deutschen Gesundheitswesen hat deutlich zugenommen. Während noch vor wenigen Jahren nur Experten über die Finanzierbarkeit und Qualitätssicherung des Gesundheitssystems nachdachten, suchen heute viele Bürgerinnen und Bürger nach Antworten. Weiter... 

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"Hauptsache Arbeit!" lautet oft der Ruf – die Qualität der Arbeitsplätze rückt dabei in den Hin...

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Mit dem Übergang vom wohlfahrts-
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Durch den demografischen Wandel droht der deutschen Gesellschaft nicht nur die Überalterung, sonder...

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2003 verkündete Gerhard Schröder ein umfassendes Reformprogramm für Deutschland: die "Agenda 2010...

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Der Verlust der eigenen Arbeit kann kann zu psychischen Beeinträchtigungen führen, die den Betroff...

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Die Mittelschicht schrumpft. Immer mehr Menschen haben Angst vor dem sozialen Abstieg. Die aktuelle ...

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Grund-
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Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte. Weiter...