Der Deutsche Bundestag

Bundestagswahlen

Über 60 Millionen Wahlberechtigte entscheiden alle vier Jahre bei der Wahl zum deutschen Bundestag darüber, wer sie in den nächsten Legislaturperiode regiert. Diese wichtige politische Richtungsentscheidung des Landes ist hart umkämpft. In Wahlprogrammen, Kampagnen und Debatten - auf Plakaten, Veranstaltungen und immer mehr im Internet - stellen Parteien den Wählerinnen und Wählern ihre Inhalte und Ziele vor. Doch vielen Menschen ist das Wahlsystem unbekannt, einigen erscheint die Wahl unwichtig, manche verzichten auf ihr Stimmrecht. Doch ohne Wahlen gibt es keine Demokratie in Deutschland und keine Willensbekundung ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Eine breitgefächerte Parteienlandschaft stellt sich zur Wahl.

Karl-Rudolf Korte

Veränderungen im Parteiensystem

Mitte der siebziger Jahre entfielen 99 Prozent der Stimmen auf CDU/CSU, SPD und FDP. Dieses "Zweieinhalb-Parteien-System" wich in den achtziger Jahren dem Blocksystem Schwarz-Gelb versus Rot-Grün. Doch mit der Ära Kohl hat sich auch ein kollektives Geschichtsbild verabschiedet, so Karl-Rudolf Korte. Weiter...

Die bisherige Regelung für Überhangmandate kann paradoxe Folgen haben und ist verfassungsrechtlich umstritten.

Christoph Seils

Die Krux mit den Überhangmandaten

Eine Paradoxie im Wahlrecht führt dazu, dass Wähler ihrer Partei in bestimmten Situationen mit der Zweitstimme schaden können. Wegen des "negativen Stimmgewichtes" hat das Bundesverfassungsgericht Teile des geltenden Wahlrechts für verfassungswidrig erklärt. Doch vor der Bundestagswahl 2009 wurde das Wahlrecht nicht mehr geändert. Weiter...

Bei der Wahl der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers muss die absolute Mehrheit der Abgeordneten des Bundestages erreicht werden.

Karl-Rudolf Korte

Die Wahl des Bundeskanzlers

Mit den Bundestagswahlen ist erst der erste Schritt zur Wahl des Regierungschefs getan. Danach schlägt der Bundespräsident den Abgeordneten einen der konkurrierenden Kandidaten zur Wahl zum Bundeskanzler vor. Viele theoretische Möglichkeiten bei der Kanzlerwahl sind noch nie eingetreten. Weiter...

Anders als etwa in Amerika oder Frankreich erreichen die Parteien in Deutschland mehr Wählerinnen und Wähler durch den "Offline"-Wahlkampf.

Sebastian Gievert

Online-Wahlkampf 2009

Gruscheln, Twittern, Bloggen: Im Bundestagswahlkampf 2009 nutzten die Parteien intensiv das Internet zur Wählermobilisierung. Parteien und Spitzenkandidaten haben ihre Internetauftritte grundlegend überarbeitet und waren im Web 2.0 aktiv. Die Mehrheit der Nutzer will sich jedoch noch nicht so richtig mit den Wahlkämpfern anfreunden. Weiter...

Im internationalen Vergleich ist die Wahlbeteiligung in Deutschland immer noch relativ hoch.

Karl-Rudolf Korte

Wahlbeteiligung: Nichtwähler und Protestwähler

Von wachsender Ablehnung des politischen Systems bis hin zum Zeichen für Zufriedenheit reichen die Interpretationen für die sinkende Wahlbeteiligung. Vergleicht man Deutschland mit anderen Demokratien, erscheinen 20 Prozent Nichtwähler wie bei der Bundestagswahl 2002 wenig bedrohlich. Weiter...

Wie funktioniert die Bundestagswahl?

Videos

Wie funktioniert die Bundestagswahl?

Wie viel Stimmen hat man bei der Bundestagswahl? Was ist wichtiger, die Erst- oder die Zweitstimme? Was sind Überhangmandate? Warum kommen Parteien erst mit 5-Prozent ins Parlament? Die Wahlfilme der Bundeszentrale geben Antworten. Weiter...

Leere Wahlkabinen: Mit 70,8 Prozent sank die Wahlbeteiligung auf einen Negativrekord.

Regierungswechsel ohne Wechselstimmung

Die Bundestagswahl 2009 war eine Wahl der Superlative: Herbe Verluste bei der SPD, für die Union trotz Wahlsieg das zweitschlechteste Ergebnis, satte Gewinne bei FDP, Grünen und Die Linke. Bei welchen Bevölkerungsgruppen konnten die einzelnen Parteien punkten und wo nicht? Eine Analyse der Forschungsgruppe Wahlen. Weiter...

"Wenn diesen Sonntag Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?" – so lautet die berühmte Sonntagsfrage der Meinungsforschungsinstitute.

Demoskopie in Zeiten des Wahlkampfs

Die "Sonntagsfrage" ist aus der Politik nicht mehr wegzudenken. Ergebnisse der Meinungsforschung sind selbst ein Faktor der Meinungsbildung geworden. Doch ihre Wirkung auf die Politik und den Ausgang von Wahlen ist umstritten. Weiter...

Wahlmaschinen - so die Kritik - würden eine öffentliche Kontrolle der Erfassung und Dokumentation der Stimmenabgabe unmöglich machen.

Die Debatte um Wahlmaschinen

Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil am 3. März 2009 den Einsatz von Wahlgeräten einer niederländischen Firma für verfassungswidrig erklärt. Doch ein wirklicher Schlussstrich ist das Urteil nicht. Die Verfassungsrichter haben kein prinzipielles Verbot von Wahlgeräten ausgesprochen. Weiter...

Promi-Lockrufe zur Bundestagswahl 2009

CDU-Wahlkampf

Karl-Rudolf Korte

Die Amerikanisierung der Wahlkämpfe

Das Wahlverhalten wandelt sich: Die Frage der Vertrauenswürdigkeit der Spitzenkandidaten überwiegt das Interesse an den Programmen, die Stimmabgabe wird von spontanen Stimmungen beeinflusst. Die Parteien reagieren mit Personalisierung und Professionalisierung ihrer Kampagnen. "Amerikanisierung" des Wahlkampfs – ein Ausweg aus dem Dilemma? Weiter...

 
Wahlen in Deutschland (Zahlen und Fakten)Zahlen und Fakten

Wahlen in Deutschland

Welche Partei erhielt bei der Bundestagswahl 2009 die meisten Stimmen? Welche die meisten Direktmandate? Steigt die Wahlbeteiligung mit dem Alter oder nimmt sie eher ab? Hier erhalten Sie die Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen zu den Bundestagswahlen. Weiter...