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Fahnen der EU-Mitglieder spiegeln sich im Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg.

Europawahlen

Zum neunten Mal wurde 2019 das Europäische Parlament von den Bürgern der EU direkt gewählt. Wie hat sich die Europawahl entwickelt? Nach welchen Regeln wird gewählt? Und welche Bedeutung hat die Wahl?

Miniatur Figuren geben sich vor der EU-Flagge die Hand

Mechthild Baumann

Solidarunion auf Weltniveau?

Die Europäische Union (EU) wird sich in den nächsten Jahren großen Herausforderungen stellen müssen. Besonders drängt das Management der verschiedenen Krisen, seien es Finanzen, Flüchtlinge oder Brexit. Diese Herausforderungen lassen sich alle auf eine grundlegende Frage zurückführen: Wofür steht die EU?

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Besucher und Abgeordnete verlassen das Europaparlament in Straßburg, Frankreich.

Michael Kaeding

Europawahl 2019 in Deutschland im europäischen Kontext

Sehr viel mehr europäische Bürger haben bei der Europawahl 2019 gewählt. Nach einem im Vergleich zu 2014 deutlich anders gelagerten Europawahlkampf der nationalen und europäischen Spitzenkandidaten um das Amt des Kommissionspräsidenten wurden die 751 Sitze des Europäischen Parlaments neu vergeben. Dabei gab es in Deutschland wie auch in Europa wieder deutliche Gewinner und Verlierer, Erwartbares und Überraschendes.

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Blaue Luftballons mit dem Sternenkreis der EU fliegen in der Luft

Karlheinz Dürr

Warum ist die Europawahl so wichtig?

Die Europawahl genießt bei weitem nicht die Aufmerksamkeit einer Bundestagswahl. Dabei hat das Europäische Parlament, besonders durch den Vertrag von Lissabon, beträchtliche Kompetenzen hinzugewonnen, die es zu einem der wichtigsten Entscheidungsträger in Europa machen.

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Silhouetten von Händen, die vor dem Hintergrund der Europaflagge Karten in die Höhe halten

Oskar Niedermayer

Die Parteien vor der Europawahl

Welche Spitzenkandidaten treten an zur Europawahl 2019? Und welche Themen werden diskutiert? Oskar Niedermayer hat einige Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt und skizziert.

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Statue "Europa" der belgischen Künstlerin May Claerhout vor dem Europäischen Parlament in Brüssel.

Julia Schmälter/Stefan Haußner

Die Finanzierung des Europawahlkampfs

Ein Europa, viele Nationalstaaten – auch mit Blick auf die Finanzierung des Europawahlkampfes zeigt sich, dass die Finanzvorschriften von Land zu Land sehr unterschiedlich geregelt sind. Prinzipiell stehen den nationalen Parteien im Vergleich zu den Europaparteien deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung.

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Demonstranten mit Pappschildern ziehen durch eine Straße

Helmut K. Anheier

Zivilgesellschaft in Europa

Die Vielfalt Europas besteht wesentlich aus einem Mosaik verschiedener Zivilgesellschaften und Formen bürgerschaftlichen Engagements. In den letzten Jahren zeichnen sich Veränderungen in den Zivilgesellschaften Europas entlang wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Problemfelder ab, die mit einer Politisierung einhergehen. In Zügen deutet sich bereits eine paneuropäische Zivilgesellschaft an.

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Zwei Männer stehen vor dem Besucherzentrum in der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) auf einer Europakarte mit den Ländern der Eurozone. Länder mit der Gemeinschaftswährung Euro sind dunkelgrün gefärbt.

Wichard Woyke

Einführung in das Wahlsystem

Auch bei der neunten Wahl zum EP gibt es kein einheitliches Wahlsystem in allen Mitgliedsstaaten, denn nach wie vor ist das Wahlrecht im Wesentlichen national geregelt. Es gelten nur ein paar wenige einheitliche Vorschriften, welche die Mitgliedsländer beachten müssen.

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Wahlhelfer bereiten am 25.05.2014 in München (Bayern) in einer Messehalle die Auszählung der Briefwahl vor.

Dieter Nohlen

Wie wählt Europa 2019?

In allen Mitgliedsländern werden die Abgeordneten des Europaparlaments nach Verhältniswahl gewählt. Doch die Ausgestaltung der Wahl ist in den Ländern verschieden, etwa hinsichtlich der Wahlkreiseinteilung, der Anwendung gesetzlicher Sperrklauseln und der Übertragung von Stimmen in Mandate. Bis auf ein paar wenige EU-Vorgaben herrscht in den Mitgliedsländern immer noch ein bunter Mix von Wahlverfahren.

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Zahlen und Fakten: Europa

 Europa

Europa

Die Grenzen Europas sind nicht starr, sondern immer wieder Veränderungen ausgesetzt. Entsprechend existieren unterschiedliche Interpretationen und mehrere Definitionen des Begriffs "Europa" nebeneinander. Und je nachdem, ob Europa politisch, geologisch, ökonomisch oder kulturell betrachtet wird, kommt es zu unterschiedlichen Abgrenzungen.

Sitzung der Parlamentarischen Versammlung ('Conference parlementaire europeene) am 21. April 1954 im Sitz des franzoesischenen Senats im Palais du Luxembourg in Paris.

Wichard Woyke

Geschichte der Europawahlen

Seit 1952 gibt es eine parlamentarische Versammlung auf europäischer Ebene, seit 1979 wird diese direkt von den EU-Bürgern gewählt. Nicht nur für die Wähler bedeutete dies ein Umdenken, sondern auch die Parlamentarier mussten sich erst in ihrer neuen Rolle finden.

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Europakarte mit Europäischer Flagge und einer großen Gruppe mit Figuren.

Dieter Nohlen

Geschichte des Wahlrechts

Seit über 50 Jahren gibt es auf europäischer Ebene Bemühungen, das Wahlrecht zum Europaparlament zu vereinheitlichen. Doch immer noch herrscht in den EU-Ländern eine erstaunliche Heterogenität. Das ist allerdings kein Defizit, sondern eine Ressource.

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Eine Frau geht am 25.05.2014 in einem Wahllokal in Berlin während der Europawahl zur Wahlkabine.

Bettina Westle

Interesse und Einstellungen der Bevölkerung

Die Wahl zum Europäischen Parlament gilt als eine "Nebenwahl" mit grundsätzlich niedriger Beteiligung. Sie spielt sich in einem Dreieck des Desinteresses zwischen Parteien, Medien und Wahlberechtigten ab. Negative Einstellungen gegenüber den europäischen Institutionen verstärken dieses Problem auch in Deutschland.

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Eine Wahlhelferin sortiert am 25.05.2014 Briefwahlstimmen in der Mensa einer Schule in Berlin.

Christina Holtz-Bacha

Wahlkampf und Wahlbeteiligung

Die Europawahlen gelten als Nebenwahl – eine Erklärung dafür, dass das Interesse und die Wahlbeteiligung bislang mäßig waren. Im Wahlkampf steht deshalb im Vordergrund, die Wähler überhaupt zur Stimmabgabe zu motivieren.

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Ältere Beiträge

Wie funktionierte die Europawahl 2014?

Wie funktionierte die Europawahl 2014?

Alle fünf Jahre wählen die Bürgerinnen und Bürger der EU das Europaparlament. Wie funktioniert die Wahl? Wer darf wählen? Und was passiert mit meiner Stimme?

Eine Italienische Fahne und die Europa-Flagge hängen vor einem Palazzo in Rom.

Stimmen aus Europa

Italien: Wenig Interesse an den Europawahlen

Premier Matteo Renzi ist der vierte Premier Italiens binnen drei Jahren. Mit schnellen Reformen will er die Wirtschaft des Landes wieder auf Vordermann bringen. Italiens Populisten wollen bei der Europawahl von der Misere profitieren. Bei den krisengeschüttelten und europamüden Italienern stößt die Wahl aber nur auf geringes Interesse.

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Grenzpfeiler am Grenzübergang Ahlbeck auf Usedom mit polnischem Hoheitszeichen und Europa-Flagge

Stimmen aus Europa

Polen: Alte Angst vor Russland wieder präsent

Die russische Annexion der Krim schürt in Polen alte Ängste vor einem russischen Einmarsch. Das Land sucht momentan deutlich den Schulterschluss mit der EU und der NATO, nachdem das Europa-Interesse zuvor einen Tiefpunkt erreicht hatte. Andere wichtige Themen wie der Streit der Kirche mit dem Staat um Sexualerziehung und Gleichberechtigung spielen jetzt eine nachrangige Rolle.

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Die rumänische Flagge und die Europafahne hängen im Zentrum der Stadt Pitesti (Rumänien).

Stimmen aus Europa

Rumänien: Genug vom Sündenbock-Image

Viele Rumänen haben weiter großes Vertrauen in die Institutionen der Europäischen Union, die Euphorie über den EU-Beitritt ist aber verflogen. Die Aufnahme in den Schengen-Raum wird dem Land weiter verwehrt, die westeuropäische Debatte über vermeintliche Armutszuwanderung von Rumänen führte Anfang des Jahres zu Unverständnis und Ernüchterung. Im Europawahlkampf dominieren innenpolitische Querelen.

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Die Flaggen Kroatiens und der EU

Stimmen aus Europa

Kroatien: Jahr der Konfrontation mit der EU

Kroatien ist erst seit Juli 2013 EU-Mitglied. Schon der Beitritt verlief wenig harmonisch, im Januar 2014 eröffnete die Union außerdem ein Defizitverfahren gegen das Land. Auf ihre erste Europawahl blicken die Bürger ziemlich gleichgültig.

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Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgericht - (l-r) Sibylle Kessal-Wulf, Monika Hermanns, Herbert Landau, Michael Gerhardt, der Vorsitzende Andreas Voßkuhle, Gertrude Lübbe-Wolff, Peter M. Huber und Peter Müller - verliest am 26.02.2014 in Karlsruhe (Baden-Württemberg) im Verhandlungssaal des Bundesverfassungsgerichts das Urteil. Das Gericht entscheidet heute darüber, ob die Drei-Prozent-Hürde bei der Europawahl mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Hintergrund aktuell (26.02.2014)

Urteil zur Drei-Prozent-Sperrklausel

Die deutsche Drei-Prozent-Hürde bei Europawahlen ist verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Die Sperrklausel verstoße gegen die Grundsätze der Chancengleichheit der politischen Parteien und der Wahlrechtsgleichheit, erklärten die Richter bei der Bekanntgabe des Urteils am Mittwoch (26. Februar).

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Die letzte Instanz: Das Bundesverfassungsgerichts am 18. Dezember 2013 bei der Verhandlung über die Dreiprozenthürde bei Europawahlen. Noch vor der Wahl zum Europäischen Parlament am 25. Mai 2014 wollen die Richter ein Urteil fällen.
Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts - Michael Gerhardt (l-r) , der Vorsitzende Andreas Voßkuhle, Gertrude Lübbe-Wolff, Peter Huber und Peter Müller - stehen am 18.12.2013 in Karlsruhe (Baden-Württemberg) im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts. Das Gericht verhandelt über die Drei-Prozent-Hürde für die Europawahl.

Lothar Probst

Die Fünfprozenthürde im deutschen Wahlsystem

Der Ausgang der Bundestagswahl 2013 hat der Diskussion über die Angemessenheit der Sperrklausel im deutschen Wahlrecht neue Nahrung gegeben. Bereits das 2011 verkündete Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BverfG) zur Verfassungswidrigkeit der Fünfprozentklausel bei der Durchführung der Europawahlen in Deutschland hatte Diskussionen darüber ausgelöst, ob die Fünfprozenthürde überhaupt noch zeitgemäß ist.

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Europa bei Nacht

Bildergalerie: Fakten zum Europäischen Parlament

500 Millionen Bürger, 5.000 Bedienstete, 766 Abgeordnete, 1 Parlament: Wichtige Fakten zum Europäischen Parlament in Bildern.

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Wahlstände von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP

Die "Ochsentour" als Königsweg

Wie wird man Kandidat bei der Europawahl? Der Königsweg auf einen aussichtsreichen Listenplatz führt in Deutschland über die engagierte, andauernde Mitarbeit in einer Partei. Freude an der Parteiarbeit, einflussreiche Förderer und Unterstützer in der Partei, Zielstrebigkeit und Glück gehören ebenso dazu.

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Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg, Frankreich, Europa

Wie die Arbeitswoche der Europaabgeordneten aussieht

Brüssel, Straßburg und die Welt - der Arbeitsplatz eines Europaabgeordneten variiert von Woche zu Woche. Gelegenheiten für Kontakte zu den Wählern im Heimatland gibt es eher selten.

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Dossier

euro|topics-Wahlmonitor

Ende Mai wurde ein neues Europaparlament gewählt. Wann begann der Wahlkampf? Welche Themen wurden in den Ländern der Europäischen Union diskutiert? Was bewegte die Menschen?

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Zahlen und Fakten

Europa

Zahlreiche Grafiken, Tabellen und Texte liefern Informationen zu Themen wie Migration, demografischer Wandel, Energieabhängigkeit, Armut und Arbeitslosigkeit. Sie helfen dabei, beispielsweise das Ausmaß der Zuwanderung, die Nettozahler-Debatte auf EU-Ebene oder die ausgleichende Wirkung des Sozialstaates besser zu verstehen.

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Informationen zur politischen Bildung Nr. 339/2018-2019

Wahlen zum Europäischen Parlament

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments werden seit 1979 direkt gewählt. Sie sind beteiligt an Entscheidungen für einen ganzen Staatenverbund, dessen Grad supranationaler Integration weltweit einmalig ist.

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 4-5/2019)

Europa wählt

Vom 23. bis 26. Mai 2019 wird das neue Europäische Parlament gewählt. Die Wahl steht unter besonderen Vorzeichen: Nach Lage der Dinge wird die EU nur noch aus 27 Mitgliedstaaten bestehen, weil Großbritannien acht Wochen vorher aus der EU austreten wird.

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Zahlen und Fakten

Europawahl

Zwischen dem 22. und 25. Mai 2014 fand zum achten Mal die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Mehr als 500 Millionen Unionsbürger aus 28 Mitgliedsstaaten konnten in freien, geheimen und vor allem direkten Wahlen ihre parlamentarischen Vertreter bestimmen. Welche Fraktionen durften ins Parlament einziehen? Wie hoch war die Wahlbeteiligung? Und wie viele Bürger repräsentiert ein Abgeordneter?

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