Bijiashan Windkraftanlage in China.

Energiewende

Nach dem Reaktorunglück von Fukushima im März 2011 hat die Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen. Ende 2022 geht der letzte Meiler vom Netz. Gleichzeitig hat sich die Regierung ein ehrgeiziges Klimaschutzziel gesetzt: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Dazu muss der Anteil fossiler Brennstoffe am deutschen Energiemix zugunsten regenerativer Energien erheblich gesenkt werden. Wichtigstes Instrument hierfür ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Das EEG hat den Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik vorangebracht, doch gleichzeitig treibt es den Strompreis in die Höhe.

Auch an anderer Stelle erzwingt die Energiewende riesige Investitionen: Das Hochspannungsnetz muss für 20 Milliarden Euro ausgebaut werden, um den Strom vom windreichen Norden in die industriellen Ballungsgebiete im Süden Deutschlands zu transportieren. Es müssen neue Technologien entwickelt werden, um den Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu speichern und dann wieder abzugeben, wenn gerade kein Wind weht und keine Sonne scheint. Außerdem muss Energie effizienter und sparsamer eingesetzt werden. Dazu müssen weitere Milliarden in Wärmedämmung und die Entwicklung sparsamer Autos investiert werden.

Blick auf das Braunkohlekraftwerk Boxberg in Sachsen, 01.02.2014.

Oliver Geden und Severin Fischer

Die Verhandlungen über die EU-Energie- und Klimapolitik nach 2020 und ihr Einfluss auf die deutsche Energiewende

Die EU spielt in der Energie- und Klimapolitik eine immer wichtigere Rolle. Über einen gemeinsamen Binnenmarkt für Strom und Gas sowie ein europaweites Handelssystem für Emissionszertifikate werden zentrale Entscheidungen mittlerweile in Brüssel gefällt. Dies erfordert von deutschen Akteuren nicht nur, ein genaueres Augenmerk auf den Verhandlungsprozess in der EU zu legen, sondern auch, Strategien für eine deutsche Energiewende-Europapolitik zu entwickeln. Weiter...

Debatte: Energiewende

Claudia Kemfert

Claudia Kemfert

Standpunkt: Die Energiewende birgt enorme Chancen

Die deutsche Wirtschaft wird von der Energiewende profitieren, meint Claudia Kemfert. Sie birgt mehr Chancen als Risiken. Der Neubau von Kohlekraftwerken sei nicht nötig. Sie produzieren deutlich mehr klimagefährdende Treibhausgase als andere Energieträger. Weiter...

Hubertus Bardt

Hubertus Bardt

Standpunkt: Die Energiewende braucht mehr Effizienz

Die Energiewende ist politisch gewollt, aber die Herausforderungen sind groß. Um Innovationen zu fördern muss dem Strommarkt mehr Freiraum gelassen werden, meint Hubertus Bardt. Kohle und Gas werden auch weiterhin unabdingbar sein. Weiter...

Autor

Chatprotokoll

Expertenchat zur Energiewende

Am 5. März diskutierten die Energieexperten Claudia Kemfert und Hubertus Bardt über Chancen und Herausforderungen der Energiewende. Während Frau Kemfert für ein "EEG 2.0" plädierte, warnte Herr Bardt vor der Gefahr einer Überregulierung des deutschen Strommarktes. Hier finden Sie das Chatprotokoll. Weiter...

Eine Windkraftanlage ist am 27.02.2013 in der Nähe von Kaeselow (Mecklenburg-Vorpommern) hinter einer Stromtrasse zu sehen.

Manuel Berkel

Ausbau des Stromnetzes

Der Ausbau von Stromleitungen ist für die Energiewende unverzichtbar: Zuküntig muss noch mehr Strom aus dem windreichen Norden in den energiehungrigen Süden der Republik geleitet werden. Doch der Ausbau ist teuer und nicht unumstritten. Weiter...

Weltweit sind 435 Atomkraftwerke in Betrieb, 65 Reaktoren werden zur Zeit neu gebaut. Insgesamt setzen 31 Länder auf Kernernergie - der Anteil am Strommix ist aber sehr unterschiedlich. Die interaktive Karte gibt einen Überblick.

Interaktive Karte

Atomkraftwerke weltweit

Deutschland hat den Atomausstieg beschlossen. Ende 2022 geht der letzte Meiler vom Netz. Weltweit sind noch 435 Atomkraftwerke in Betrieb, 65 Reaktoren werden zur Zeit neu gebaut. Insgesamt setzen 31 Länder auf Kernernergie - der Anteil am Strommix ist aber sehr unterschiedlich. Die interaktive Karte gibt einen Überblick. Weiter...

Passanten gehen an Litfasssäulen mit Wollmützen in Kiel vorbei, einer Werbeaktion der Bundesregierung zur energetischen Gebäudesanierung. Durch bessere Wärmedämmung und neue Heizungen lässt sich besonders viel Energie einsparen.

Martin Pehnt

Energieeinsparung und Effizienz

In den vergangenen zwanzig Jahren ist der Energieverbrauch in Deutschland kontinuierlich zurückgegangen. Die Einsparpotenziale sind noch immer beträchtlich und Energiesparen rechnet sich. Und dennoch verhindern zahlreiche Hemmnisse eine rasche Effizienzrevolution. Der Staat muss fördernd, informierend und fordernd eingreifen. Weiter...

Pumpspeicherwerk Hohenwarte im Saale-Tal. Kraftwerke wie diese können helfen Tagesschwankungen bei den erneuerbaren Energien auszugleichen. Allerdings ist ihre Kapazität in Deutschland nur gering. Neue Technologien müssen entwickelt werden.

Benjamin von Brackel

Wohin mit den erneuerbaren Energien?

Je schneller der Ausbau der erneuerbaren Energien voranschreitet, desto mehr nehmen auch die Schwankungen zu: Entweder ist zu viel Strom vorhanden oder zu wenig. Deswegen braucht es Stromspeicher. Ideen gibt es genug – doch nicht für jede ist die Zeit schon reif. Weiter...

Debatte: Erneuerbares Energien Gesetz (EEG)

Esther Chrischilles

Esther Chrischilles

Standpunkt: Das EEG setzt die falschen Anreize

Solarstrom ist in Deutschland teuer. Damit er dennoch produziert wird, fördert ihn das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) großzügig – insbesondere in der Vergangenheit deutlich zu großzügig, meint Esther Chrischilles. Den stetig steigenden Fördersummen könnten die jüngsten Reformen nur zum Teil entgegenwirken. Es fehlen weiterhin Anreize zur Kosteneffizienz und Marktorientierung. Weiter...

Solar- und Windkraftanlagen in Wörrstadt, Rheinland-Pfalz. Die erneuerbaren Energien werden mit 5,3 Cent pro Kilowattstunde subventioniert. Doch die Investition lohnt sich. Langfristig trägt das EEG zu Klimaschutz und Importunabhängigkeit bei.

Sascha Samadi, Stefan Lechtenböhmer, Frank Merten

Standpunkt: Das EEG ist eine Erfolgsgeschichte

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist ein weltweit vorbildliches Modell zum Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung, meinen Sascha Samadi, Stefan Lechtenböhmer und Frank Merten. Die Subventionen haben Fotovoltaik und Windkraft effizienter und billiger gemacht. Seit Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000 hat sich der Anteil von erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch mehr als vervierfacht. Weiter...

 

Hintergrund aktuell

Neue Regeln für die Energiewende

Am 1. August trat die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Damit veränderte sich der gesetzliche Rahmen für die Energiewende in Deutschland. Weiter... 

Zahlen & Fakten Europa

Energie

13,6 Prozent der weltweiten Versorgung mit Primärenergie im Jahr 2009 entfielen auf die 27 Mitgliedstaaten der EU. Werden zu den 27 EU-Staaten noch 16 weitere europäische Staaten hinzugezählt, steigt der Anteil auf gut ein Fünftel. Die Energieabhängigkeitsquote der EU lag dabei bei mehr als 50 Prozent. Weiter... 

Erölraffinerie bei Usinsk, Russland.Dossier

Umwelt

Die Umwelt stellt uns Lebensgrundlagen und Rohstoffe zur Verfügung, die wir pflegen und erhalten sollten. Doch es fällt schwer, klare Grenzen zu ziehen: Wo nutzt der Mensch die Natur? Und wo zerstört er sie dauerhaft? Weiter... 

Ein schmelzender Eisberg, aufgenommen am 19. Juli 2007 vor der Insel Ammassalik in Ostgroenland. Die fuehrenden Industrienationen kommen am Mittwoch, 8. Juli 2009, beim G-8-Gipfel in L'Aquila, Italien, zusammen, um ueber die Wirtschaftskrise und den Klimaschutz zu beraten. (ddp images/AP Photo/John McConnico) --- FILE - This is a July 19, 2007 file photo of an iceberg as it melts off Ammassalik Island in Eastern Greenland. (ddp images/AP Photo/John McConnico)Dossier

Klimawandel

Globale Erwärmung und Klimawandel: diese beiden Worte sind in aller Munde. Wie konnte es überhaupt zum Klimawandel kommen? Und reichen die Bemühungen im Kampf gegen die globale Erwärmung aus? Weiter... 

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