Bijiashan Windkraftanlage in China.

Energie als Ware

Der Energiemarkt befindet sich im Umbruch. Zur Jahrtausendwende hat die EU die alten Gebietsmonopole in Deutschland aufgebrochen und damit mehr Wettbewerb geschaffen. Die großen Vier – E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW – bekommen zunehmend Konkurrenz durch mittelständische Unternehmen und Stadtwerke. Die Vollendung eines EU-Binnenmarktes für Energie würde noch mehr Wettbewerb schaffen und die Versorgungssicherheit verbessern. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Außerhalb der EU ist seit Jahren ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Die großen Öl- und Gasreserven befinden sich mittlerweile zu 85 Prozent in der Hand von Staatsfirmen wie Gazprom oder Saudi Aramco. Private Wettbewerber wie BP oder Shell müssen sich bei Förderprojekten mit der Rolle des Juniorpartners begnügen. Nationale Energiekonzerne handeln nicht immer rein marktorientiert, sondern verfolgen auch politische Interessen. Langfristig könnten daher notwendige Investitionen unterbleiben.

Auf absehbare Zeit werden die Energiepreise weiter steigen. Die Energiewende in Deutschland erfordert riesige Investitionen in die Förderung erneuerbarer Energien und den Ausbau der Netze. Dennoch wird die Nachfrage nach Öl und Gas weltweit zunehmen und damit auch den Preis in die Höhe treiben. Neue Förderungstechnologien sind teuer und können das Angebot nur begrenzt erweitern.

Konzernzentralen der großen Vier: RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW. Zusammen produzieren sie 73 Prozent des konventionellen Stroms aus fossilen Brennstoffen und Kernenergie. Doch bei den Erneuerbaren haben Sie den Anschluss teilweise verpasst.

Manuel Berkel

Die Großen Vier

Lange Zeit beherrschten wenige Großkonzerne die Energiewirtschaft. Doch staatlich beförderter Wettbewerb und der Atomausstieg beschneiden nun die Macht von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Gleichzeitig werden Bürger mit Solaranlagen und mittelständische Unternehmen mit Windparks selbst zu Stromproduzenten. Wie groß ist die Macht der Energiegiganten noch? Weiter...

Die Hauptgeschäftsstelle von Rosneft in Moskau.

Andreas Goldthau

Nationale Ölfirmen

Der globale Ölmarkt wird zunehmenden von Staatsfirmen dominiert. Gazprom, Saudi Aramco und andere verfügen über 85 Prozent der weltweiten Reserven, private Wettbewerber wie BP oder Shell müssen sich bei Förderprojekten mit der Rolle des Juniorpartners begnügen. Wer sind die neuen Global Player und welche Interessen verfolgen sie? Ein Überblick. Weiter...

Ein Ingeniuer des ungarischen Energiekonzerns FGSZ kontrolliert das Erdgasnetz des Landes. Die Netzinfrastruktur der EU-Staaten ist nicht ausreichend miteinander verknüpft, um einen unbeschränkten Wettbewerb zu garantieren.

Oliver Geden

Der Energiebinnenmarkt der EU

Die Vollendung des europäischen Binnenmarkts für Strom und Gas kommt nach wie vor nur schleppend voran, obwohl dessen Vorteile auf der Hand liegen. Ein diskriminierungsfreier grenzüberschreitender Handel würde die Energieversorgung nachhaltiger, preisgünstiger und vor allem sicherer machen. Weiter...

Arbeiter beim Ausbeu eines Strommastes. Die Energiewende erfordert einen massiven Umbau der Infrastruktur und verändert dadurch auch den Energiemarkt - mit Auswirkungen auf den Preis.

Michael Bauchmüller

Die Entwicklung des Strompreises

Die Energiewende stellt Deutschland vor große Herausforderungen. In den kommenden Jahren sind massive Investitionen erforderlich. Die Folge: Der Strompreis wird steigen, aber der CO2-Ausstoß sinken. Und auch wirtschaftlich ist die Energiewende eine Chance für den Technologiestandort Deutschland. Weiter...

This is an undated image released by Statoil of the Statoil hotel rig Flotel Superior, right, and the Njord A-platform in the Norwgian Sea. Statoil on Wednesday Nov. 7, 2012 evacuated 326 oil rig workers from a North Sea platform after the structure began to tilt, the Norwegian oil company said. Company spokesman Ole Anders Skauby said that most of the 374 people on the "Floatel Superior" were airlifted by helicopter after one of the floating pontoons started taking on water, causing the structure to list. (Foto:Statoil/AP/dapd) NORWAY OUT

Leon Leschus

Die Entwicklung des Ölpreises

Der Ölpreise unterliegt erheblichen Schwankungen. Grund dafür sind konjunkturelle Zyklen, Naturkatastrophen, Kriege und Spekulation, aber auch politische Eingriffe wie Subventionen oder die Freisetzung strategischer Ölreserven. Weiter...

Mediathek

Das Erdölfördermaximum

Eine Folge aus der Serie "Mit offenen Karten"

Fossile Energieträger erneuern sich nicht. Wann wird die Menge an förderbarem Erdöl ihren höchsten Stand erreichen? Das ist sehr umstritten. Weiter...

Ein Arbeiter inspiziert Röhren für den Bau der Pipeline "Nord Stream" von Russland nach Deutschland, quer durch die Ostsee. Auf diese und ähnliche Pipelines ist Deutschland derzeit angewiesen, doch könnte der zukünftige Transport von Erdgas im flüssigen Zustand "LNG (Liquefied Natural Gas)" die Abhängigkeit von solchen Pipelines lösen und somit auch den Gaspreis verändern.

Sebastian Schröer

Die Entwicklung des Erdgaspreises

Erdgas ist einer der wichtigsten Energieträger in Deutschland und hat in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Erdgas kann flexibel eingesetzt werden und hat eine bessere Klimabilanz als Kohle oder Öl. Die hohen Transportkosten könnten in Zukunft sinken, doch die steigende Nachfrage wird den Preis nach oben treiben. Weiter...

 

Hintergrund aktuell

Neue Regeln für die Energiewende

Am 1. August trat die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Damit veränderte sich der gesetzliche Rahmen für die Energiewende in Deutschland. Weiter... 

Zahlen & Fakten Europa

Energie

13,6 Prozent der weltweiten Versorgung mit Primärenergie im Jahr 2009 entfielen auf die 27 Mitgliedstaaten der EU. Werden zu den 27 EU-Staaten noch 16 weitere europäische Staaten hinzugezählt, steigt der Anteil auf gut ein Fünftel. Die Energieabhängigkeitsquote der EU lag dabei bei mehr als 50 Prozent. Weiter... 

Erölraffinerie bei Usinsk, Russland.Dossier

Umwelt

Die Umwelt stellt uns Lebensgrundlagen und Rohstoffe zur Verfügung, die wir pflegen und erhalten sollten. Doch es fällt schwer, klare Grenzen zu ziehen: Wo nutzt der Mensch die Natur? Und wo zerstört er sie dauerhaft? Weiter... 

Ein schmelzender Eisberg, aufgenommen am 19. Juli 2007 vor der Insel Ammassalik in Ostgroenland. Die fuehrenden Industrienationen kommen am Mittwoch, 8. Juli 2009, beim G-8-Gipfel in L'Aquila, Italien, zusammen, um ueber die Wirtschaftskrise und den Klimaschutz zu beraten. (ddp images/AP Photo/John McConnico) --- FILE - This is a July 19, 2007 file photo of an iceberg as it melts off Ammassalik Island in Eastern Greenland. (ddp images/AP Photo/John McConnico)Dossier

Klimawandel

Globale Erwärmung und Klimawandel: diese beiden Worte sind in aller Munde. Wie konnte es überhaupt zum Klimawandel kommen? Und reichen die Bemühungen im Kampf gegen die globale Erwärmung aus? Weiter...