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11.6.2012

Crossmediale Berichterstattung im Lokalen

Aktuelle bpb-Studie zeigt: Crossmedia-Potenzial in lokalen Medienhäusern noch nicht ausgeschöpft

Crossmediale Berichterstattung ist in fast allen Lokalredaktionen angekommen (86 Prozent), aber „bei der Integration von Innovationen in die alltägliche Arbeit der Medienhäuser gibt es noch viel Optimierungsbedarf“, erklärt Prof. Dr. Sonja Kretzschmar von der Universität der Bundeswehr in München. Das ist das Fazit der Crossmedia-Studie, die vom Projektteam Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der RWTH Aachen und der Universität der Bundeswehr München durchgeführt wurde. An der bundesweiten Befragung nahmen 90 Journalisten aus lokalen Tageszeitungen teil.

Ausgangsfragen der Studie waren: Was wird im Bereich Crossmedia in Lokalredaktionen bereits gemacht, wie könnte es besser gehen und wo gibt es Optimierungsbedarf bei der redaktionellen Berichterstattung durch verschiedene Medienkanäle?

Bei allen Befragten beliebt sind soziale Netzwerke: Ihre Bedeutung wächst, sowohl bei der Recherche als auch beim Publizieren journalistischer Inhalte. So veröffentlichen 90 Prozent der befragten Lokalredaktionen Inhalte bereits über Facebook. Der Online-Auftritt einer Tageszeitung ist zwar kein reines Nebenprodukt mehr, wird aber weiterhin stiefmütterlich behandelt: So wenden die Redaktionen mit rund 15 Prozent einen weitaus geringeren Teil der gesamten Arbeitszeit dafür auf – im Vergleich zu gut 80 Prozent für das Printprodukt. In iPad und mobile Kanäle werden jeweils nur etwa ein bis zwei Prozent der Arbeitszeit investiert. „Offen bleibt, inwieweit unter diesen Bedingungen Angebote erstellt werden können, die plattformspezifisch optimiert sind“, sagt Prof. Dr. Susanne Kinnebrock von der Universität Augsburg/RWTH Aachen.

Besonders an der Studie ist, dass die Fragestellung von Journalisten selbst entwickelt wurde (Mitglieder des Projektteams) – anders als bei wissenschaftlichen Studien üblich. „Die Studie schließt eine Forschungslücke, die Antworten gibt auf die Frage, wie Crossmedialität in lokalen Tageszeitungen in Deutschland heute umgesetzt wird“, erklärt Lutz Feierabend, stellvertretender Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeigers und Mitglied im Projektteam Lokaljournalismus.

Den gesamten Forschungsbericht finden Sie als PDF zum kostenlosen Download auf der Website des Lokaljournalistenprogramms: www.bpb.de/137867

Auf der Partner-Seite des Magazins drehscheibe ist er ebenfalls abrufbar - außerdem finden Sie hier ein Interview mit einer der Studien-Autorinnen, Prof. Dr. Sonja Kretzschmar: www.drehscheibe.org/forschung.html

Das Projektteam Lokaljournalismus (PLJ) berät die bpb: www.bpb.de/55437. Seine Mitglieder sind erfahrene Redakteure, die sich als Ratgeber und Vordenker für das Lokaljournalistenprogramm der bpb zur Verfügung stellen. Alle Projekte orientieren sich am Alltag der Journalisten. Das PLJ ist Mitherausgeber der drehscheibe.

Pressekontakt



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Daniel Kraft
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53113 Bonn
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