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„Sie erfüllen unsere Demokratie mit Leben“: Botschafter für Demokratie und Toleranz ernannt

Fünf Projekte und Einzelpersonen für ihr außergewöhnliches zivilgesellschaftliches Engagement beim Festakt zum Tag des Grundgesetzes ausgezeichnet

24.5.2017

Das von der Bundesregierung 2000 initiierte Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) hat beim Festakt zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai im Filmpalast Delphi die Auszeichnung „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ verliehen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und Beiratsmitglied eines Gründungsressorts des BfDT, Christian Lange, sagte bei seiner Laudatio: „Alle hier heute Ausgezeichneten erfüllen unsere Demokratie mit Leben. Insbesondere das Eintreten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus bleibt eine wichtige Aufgabe der Zivilgesellschaft. Für ihr Engagement wurden die Preisträgerinnen und Preisträger zu „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ ernannt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle vom ganzen Herzen bedanken.“ Das BfDT hat die Auszeichnung „Botschafter für Demokratie und Toleranz" in diesem Jahr zum 17. Mal für außergewöhnliches zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz verliehen. Der Preis ist mit jeweils 5000 € dotiert und eine der bedeutendsten bundesweiten Anerkennungen für zivilgesellschaftliches Engagement.

Lange zeigte sich beim Festakt auch beeindruckt von der Vielfalt des Engagements: „Der Kampf gegen Antisemitismus und Extremismus ist mir ein persönliches Anliegen. Die Botschafterinnen und Botschafter leisten eine sehr wichtige Arbeit für unser Land“, sagte er.

Die Botschafter für Demokratie und Toleranz 2017 sind:
  • Michael Fürst und Dr. Yazid Shammout, Hannover/Niedersachsen
  • „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“, Halle (Saale)/Sachsen-Anhalt
  • Ibrahim Arslan, Mölln/Schleswig-Holstein
  • „Schorndorfer Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus“, Schorndorf/Baden-Württemberg
  • Hetav Tek, Berlin
Hintergrund

Das von der Bundesregierung am 23. Mai 2000 gegründete Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) lädt jedes Jahr zum Festakt zur Feier des Grundgesetzes am 23. Mai ein und verleiht dort die Auszeichnung „Botschafter für Demokratie und Toleranz" für außergewöhnliches zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz. Mit der Auszeichnung würdigt das BfDT das Engagement der fünf Botschafterinnen und Botschafter öffentlich und macht darauf aufmerksam, dass jede/r Einzelne etwas für eine lebendige Demokratie beitragen kann.

Das BfDT wurde von den Verfassungsministerien ins Leben gerufen, um der Zivilgesellschaft in Deutschland eine inhaltliche Unterstützung zur Seite zu stellen. Als bundesweiter Ansprechpartner ist es für die Zivilgesellschaft da, unterstützt durch Kooperationen, führt öffentlichkeitswirksame Wettbewerbe, Auszeichnungen und Veranstaltungen durch und vernetzt zivilgesellschaftliche Akteure untereinander, um Kompetenzen zu stärken. Als Impulsgeber geht es gezielt auf einzelne Akteure zu um Fragestellungen, in denen ein besonderer zivilgesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht, ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern möglichst praxisorientierte Lösungsansätze und -strategien zu entwickeln. Nicht zuletzt fungiert es durch den Beirat des BfDT, in dem u.a. alle Bundestagsfraktionen vertreten sind, als Mittler zwischen Politik und Zivilgesellschaft und bringen die Themen und Bedürfnisse der Zivilgesellschaft auf die tagespolitische Agenda. Seit 2011 ist die Geschäftsstelle des BfDT Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie unter: http://www.buendnis-toleranz.de/aktiv/festakt-auszeichnung-botschafter/

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