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17.5.2011

12. bpb-Forum: Lesung und Gespräch mit Theodor Buhl

Flucht und Vertreibung Thema beim 12. bpb-Forum: Theodor Buhl liest aus seinem autobiographischen Roman "Winnetou August" / Gespräch mit Dr. Günter Reichert und Rocco Thiede

Aus der Sicht eines Kindes beschreibt Theodor Buhl seine Flucht und Vertreibung am Ende des 2. Weltkriegs. Seinen autobiographischen Roman "Winnetou August" stellt der Autor am 26. Mai 2011 um 19:30 Uhr im Rahmen des 12. bpb-Forums in Bonn vor.

    "Mit den autobiographischen Romanen von Christa Wolf und Walter Kempowski, Horst Krüger und Ludwig Harig schien fast alles über Kindheit und Jugend im "Dritten Reich", über Krieg und Vertreibung, Entwurzelung und Verrohung, Schuld und Sühne gesagt. Nun liegt ein Lebensroman vor, in dem man all dies liest wie zum ersten Mal. Denn Theodor Buhl hat für seinen Debütroman einen eigenen Ton gefunden, verknappt, jeden Satz wägend, bis nur das Wesentliche bleibt; wörtliche Reden, die um der Wahrheit willen keinerlei literarische Glättung aufweisen - und dadurch große Literatur werden."

    Dieter Bartetzko, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08. Oktober 2010


Aus der Sicht eines Kindes beschreibt Theodor Buhl seine Flucht und Vertreibung am Ende des 2. Weltkriegs. Seinen autobiographischen Roman "Winnetou August" stellt der Autor am 26. Mai 2011 um 19:30 Uhr im Rahmen des 12. bpb-Forums im Medienzentrum der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn vor. Im Gespräch mit dem ehemaligen bpb-Präsidenten Dr. Günter Reichert und dem Journalist Rocco Thiede wird es nicht nur um das Buch und die Erlebnisse Theodor Buhls gehen. Im Zentrum des Gesprächs stehen auch der Umgang mit dem Thema Flucht und Vertreibung heute und die Bedeutung des Erinnerns für nachfolgende Generationen.

In seinem Buch formt Theodor Buhl aus seinen Erinnerungen eine präzise und nüchterne, doch dadurch gleichsam umso intensivere Vergegenwärtigung des 2. Weltkrieges und seiner Folgen. Die Perspektive ist die eines Kindes, das Schreckliches sieht, doch nicht begreift. Die Welt des Krieges ist für ihn eine geheimnisvolle Welt der Erwachsenen, in deren Mittelpunkt August steht, der Vater, eine beinahe mythologische Figur. Trotz aller Tragik ein Buch voller Witz, Humor und Sarkasmus. Ein Buch gerade auch für junge Leser.

Theodor Buhl, Schriftsteller, wurde 1936 in Bunzlau in Niederschlesien geboren. Im Januar 1945 flüchtete die Familie vor der Roten Armee nach Plagwitz/Niederschlesien, weiter über Dresden und wieder zurück nach Plagwitz, bevor sie im Sommer 1946 nach Westen vertrieben wurde. Seit 1950 lebt Theodor Buhl in Düsseldorf, wo er während seines gesamten Berufslebens als Lehrer und Lehrerausbilder für Gymnasien arbeitete. "Winnetou August" ist sein erstes Buch.

Dr. Günter Reichert war von 1992 bis 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Er ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk und Landesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft Nordrhein-Westfalen.

Rocco Thiede, Journalist, hat sich als Kind Vertriebener intensiv mit dem Thema Flucht und Vertreibung auseinandergesetzt und den Autor Theodor Buhl auf seiner Lesetour und Reisen zurück zu den Originalschauplätzen seiner Flucht begleitet.

12. bpb-forum: Lesung und Gespräch mit Theodor Buhl /
26. Mai 2011, 19:30 Uhr

Medienzentrum der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Adenauerallee 86, 53113 Bonn
Eintritt frei, um Anmeldung wir gebeten: presse@bpb.de

Das Buch ist im Eichborn-Verlag erschienen: http://to.ly/appF

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