Pressekonferenz Wahl-O-Mat

5.5.2011

Bundesausschuss Politische Bildung verleiht "Preis Politische Bildung"

Fünf Projekte in Berlin ausgezeichnet / 200 Bewerbungen

Am heutigen Donnerstag vergibt der Bundesausschuss Politische Bildung zum zweiten Mal den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten "Preis Politische Bildung". Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurden fünf Projekte ausgezeichnet, die Politische Bildung und politische Partizipation in besonderer Weise thematisiert haben.

Am heutigen Donnerstag vergibt der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) zum zweiten Mal den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten "Preis Politische Bildung". Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurden fünf Projekte ausgezeichnet, die Politische Bildung und politische Partizipation in besonderer Weise thematisiert haben.

"Unsere demokratische Kultur lebt von politischer Bildung! Wie diese Bildung gelingen kann, haben uns die Projekte der heutigen Preisträger eindrucksvoll vor Augen geführt. Als Schirmherrin des Preises möchte ich allen Preisträgern und den mehr als 200 Bewerber für dieses Engagement danken", so Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Schirmherrin des Preises.

"Mit dem Preis Politische Bildung haben wir gezeigt, was Demokratie immer wieder braucht", betonte Lothar Harles, Vorsitzender des Bundesausschuss Politische Bildung. "Nämlich engagiertes und konstruktives Sich-Einmischen." Der Preis Politische Bildung habe dabei die enorme Bandbreite und Ideenreichtum deutlich gemacht. "Wer heute sagt, "Ich kann sowieso nichts ändern", der sollte sich unsere Preisträger zum Vorbild nehmen".

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, betonte: "Eine große Stärke der politischen Bildung in Deutschland ist es, dass sie sich eben nicht nur auf Kenntnisse über Institutionen, Strukturen oder Prozesse der Politik beschränkt, sondern das persönliche Engagement für Staat und Gesellschaft in den Vordergrund rückt". Mit Blick auf die Medien sagte Krüger: "Das Beispiel von PHOENIX zeigt, wie aus einmal gewecktem Interesse tatsächlich Handeln wird."

Die diesjährigen Preisträger wurden aus rund 200 Bewerbungen durch eine Fachjury aus bap, bpb und Bundesfamilienministerium ausgewählt. Die Preisverleihung bildet den Auftakt der "Aktionstage Politische Bildung", die mit dem Gründungstag des Europarates am 5. Mai starten und am 23. Mai enden.

Die Preisträger

  • 1. Preis (10.000 Euro): Projekt "PARLAMENT- Kommunalwahlen in Słubfurt" des Vereins Słubfurt e.V. Die Stadt Słubfurt liegt zur Hälfte in Polen (Słubice) und Deutschland (Frankfurt an der Oder), wurde 1999 gegründet und 2000 in das Register der Europäischen Städtenamen (RES) eingetragen. Auf Basis des Słubfurter Grundgesetzes wurden Parteien gebildet und Kommunalwahlen organisiert. Das Projekt setzt sich mit der Identitätsbildung und der bürgergesellschaftlichen "Selbstgestaltung" eines grenzüberschreitenden Stadtraumes mit zwei unterschiedlichen Sprachen, Gesellschafts- und Denksystemen auseinander.
  • 2. Preis (5.000 Euro): Projekt "Politik trifft Hartz IV. Neue Verbindungen wagen" des Nell-Breuning-Hauses. Rund 200 Langzeitarbeitslose diskutierten auf "Augenhöhe" mit Politikerinnen und Politikern über die Folgen der Arbeitslosigkeit. Durch kreative Seminare wurde auch bildungsferne Teilnehmende einbezogen und dazu bewogen, ihre Anliegen künftig in politischer und kultureller Bildung zu platzieren.
  • Medienpreis: Projekt "PHOENIX-Politiker-Speed-Dating" und "Schlichtungsgespräche zu dem Bahnprojekt Stuttgart 21" des Fernsehsenders PHOENIX. Mit dem Projekt sei es PHOENIX gelungen, mit unkonventionellen Formen wie dem Speed-Dating und einer groß angelegten und medial aufbereiteten Darstellung eines Großprojektes für ein politisches Vorhaben Interesse zu wecken und dieses über einen langen Zeitraum wach zu halten, so die Begründung der Jury.
  • Sonderpreise: Projekt "Gender Camp 2010" des ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. Das "Gender Camp 2010" ist das weltweit erste BarCamp zum Thema Geschlechterverhältnisse und Netzpolitik. Die Jury würdigte damit insbesondere den Einsatz von Social Media in der Politischen Bildung. Projekt "Radio CORAX" des Vereins CORAX e.V. Bei dem Projekt verschaffen sich Menschen unterschiedlichen Alters, sozialer und kultureller Herkunft über das Medium Radio Gehör zu gesellschaftspolitischen und soziokulturellen Themen.

Der Preis:

Der "Preis Politische Bildung" wird alle zwei Jahre durch den Bundesausschuss Politische Bildung (bap) verliehen. Gefördert wird er vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) besteht aus rund 30 bundesweit arbeitende Trägerverbände der außerschulischen politischen Jugendund Erwachsenenbildung. Gemeinsames Ziel ist, die demokratische Kultur in Deutschland durch Kooperation in der politischen Bildungsarbeit weiter zu stärken.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.bap-politischebildung.de.

  • Pressemitteilung als PDF-Icon PDF-Version (161 KB)

    Pressekontakt/"Preis Politische Bildung"

    Bundesausschuss Politische Bildung (bap)
    c/o crossrelations GmbH (GPRA)
    Christina Marx
    Tel +49 (0)211 882736-10
    presse@bap-politischebildung.de

    Pressekontakt/bpb

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    Daniel Kraft
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