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Presseeinladung (14.08.2003)
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"Gute Gene - schlechte Gene?" |

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Bundeskongress der politischen Bildung vom 15. bis 17. September in Bremen
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mit Experten und Expertinnen aus Deutschland, Israel, Zypern, China, USA
und Kanada
Zum ersten Mal bringt der Bundeskongress der politischen Bildung in
Deutschland
35 ausgewiesene internationale und deutsche Forscherinnen und Forscher, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Genforschung, Gentechnik, Ethik und Bildung zusammen. Der Bremer Kongress
schafft ein interdisziplinäres Forum für Fragen, Antworten und
Kontroversen.
Wir laden Sie herzlich ein zur Teilnahme am Kongress und zu folgenden
Presse-Terminen:
1. Pressekonferenz
am Donnerstag, 14. August, um 12 Uhr
im Hotel Marriott Bremen
Hillmannplatz 20
28195 Bremen
mit
Herbert Wulfekuhl, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung,
Bremen (Moderation)
Holger Ehmke, Leiter Fachbereich Kulturelle Medien der Bundeszentrale für
politische Bildung: "Warum dieser Kongress - warum gerade jetzt?"
Prof. Dr. Jörn Bullerdiek, Leiter des Zentrums für Humangenetik,
Universität Bremen: "Chancen der Humangenetik - Praxis in Bremen"
Dr. Ingrid Schneider (angefragt), Forschung Biotechnologie, Gesellschaft
und Umwelt (BIOGUM), Universität Hamburg: "Biomedizin: Frauen im Konflikt"
2. Pressegespräch zum Kongressauftakt
am Montag, 15. September, um 12 Uhr
im Hotel Marriott Bremen
Hillmannplatz 20
28195 Bremen
mit
Herbert Wulfekuhl, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung,
Bremen (Moderation)
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn:
"Genforschung: Ein Thema für die politische Bildung?"
Prof. Michel Revel, Forscher und Bioethiker, Weizman Institute for
Science; Tel Aviv: "Embryonen für die Forschung"
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Inhaber des Lehrstuhls Theologische Ethik,
Universität Tübingen: "Warum wir eine Bioethik brauchen"
Dr. Line-Gertrud Matthiessen-Guyader, Generaldirektion Forschung,
Europäische Kommission, "Die rechtliche und politische Lage in Europa"
Über eine Vorankündigung und eine Berichterstattung würden wir uns freuen.
Bitte nutzen Sie das beiliegende Antwortfax, um uns Ihre
Wünsche mitzuteilen. Bildmaterial zum Thema senden wir Ihnen auf Wunsch
gerne zu. Während des Kongresses steht Ihnen ein Pressebüro zur Verfügung.
2003 ist das Jahr der biotechnisch bedeutsamen Daten. Vor 50 Jahren
entdeckten die Molekularbiologen James Crick und Thomas Watson die
Struktur der Erbsubstanz DNA.
Louise Brown, das erste im Labor gezeugte Kind, wurde 25 Jahre alt. Anfang
diesen Jahres starb "Dolly", das erste geklonte Schaf der Welt. Die vier
Buchstaben ACGT des genetischen Alphabets sowie Louise Brown und "Dolly"
haben eine kulturelle Revolution initiiert, die das menschliche
Selbst-verständnis in Frage stellt. Ihre indirekte Botschaft war: "Der
Mensch kann sich selbst neu erfinden." Die Entschlüsselung des
menschlichen Codes - für die einen bedeutet sie wissenschaftliche
Herausforderung und Chance auf ein leidensfreies Leben, für andere ist die
ethische Grenze des Machbaren längst überschritten.
Die Gentechnik als Herausforderung: Kann sich der Mensch mit Hilfe der
Genetik neu erfinden?
Wo hört Science-Fiction auf, wo beginnt die Realität? Wie wirken
staatliche Eugenik-Programme
auf Zypern und in China? Embryos für die Forschung - wann ist der Mensch
ein Mensch?
Die Landeszentrale für politische Bildung in Bremen und die Bundeszentrale
für politische Bildung
in Bonn bieten ein interdisziplinäres Forum für Fragen, Antworten und
Kontroversen in Deutschland.
35 internationale und deutsche Experten und Expertinnen für Humangenetik,
Ethik und Politik diskutieren über Ängste und Hoffnungen, fragen nach der
Macht der Gene und dem Wert von Ethik in Gesellschaft, Politik und
Medizin.
Pressefoto 1 zum Download
Pressefoto 2 zum Download
Aus dem Kongressprogramm
Dürfen Embryonen zu Forschungszwecken genutzt werden?
Der Humangenetiker und Vorsitzende der israelischen Bioethikkommission
Michel Revel (Weizman Institute for Science) diskutiert mit
Hans-Jochen Vogel (Bundesjustizminister a.D.) und anderen.
Wie steht es um die kommerzielle Nutzung von Genen? Kari Stefánsson,
Island (angefragt), berichtet über ein Modell, nach dem sein Unternehmen
eine Datenbank mit Genen aller Isländerinnen und Isländer aufbauen und
nutzen darf.
Ohnmächtige Politik und mächtige Genforschung
Der Moraltheologe Dietmar Mieth (Universität Tübingen) fordert eine
Bioethik als Richtschnur für eine überforderte Politik.
Humangenetik gestern und heute
Schon die Eugeniker des 19. Jahrhunderts wollten mit
Heiratseinschränkungen erreichen, dass sich nur die in ihren Augen
"Wertvollen" fortpflanzen. Die Nationalsozialisten erklärten die Eugenik
zum Staatsprogramm. Millionen angeblich erblich belasteter Menschen wurden
sterilisiert und getötet. Der Humangenetiker Gerhard Wolff (Universität
Freiburg) versucht eine Standortbestimmung vor dem historischen
Hintergrund.
Eugenikprogramme in Zypern und China
Auch heute gibt es Länder mit staatlichen Eugenikprogrammen, zum Beispiel
Zypern oder China. Zum ersten Mal in Deutschland diskutieren
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf dem Kongress das zypriotische
Eugenik-Programm und seine ethischen Auswirkungen: Dr. Michael
Angastiniotis (Thalassämie-Zentrum, Nikosia), Prof. Dr. Ruth Schwartz
Cowan (University of Pennsylvania, USA).
Präimplantationsdiagnostik: Chancen und Grenzen
Die - in Deutschland noch verbotene - genetische Untersuchung von
künstlich gezeugten Embryonen vor dem Einsetzen in den Mutterleib (PID)
verlegt die Auslese in die Petrischale. "Müssen die Eltern die
Verantwortung für die Genetik der Kinder übernehmen?", fragt der belgische
Humangenetiker Jean-Pierre Fryns. Ansätze einer feministischen Bioethik
stellt die Philosophin Kathryn Morgan (Universität Toronto) vor.
Nachrichten, Hintergrundmaterial, Informationen rund um den Kongress und Anmeldeformulare finden Sie auf der bpb-Website.
Anmeldung zur Pressekonferenz (Antwortfax)
Offen für alle Interessierten
Kongressgebühren: 60 Euro (ermäßigt 30 Euro)
Anmeldungen bis zum 1. September
Agentur CTS text-line
Christiane Toyka-Seid
Königswinterer Straße 5
53639 Königswinter
E-Mail toyka-seid@t-online.de
Pressekontakt bpb
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Swantje Schütz
Berliner Freiheit 7
53111 Bonn
Tel +49 228 99515-284
Fax +49 228 99515-293
E-Mail schuetz@bpb.de |
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10. Februar 2012
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Aus Politik und Zeitgeschichte |
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Gentechnik - Biopolitik
Die Beschleunigung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts hat im Bereich der Gentechnik viele Möglichkeiten eröffnet. Vor nicht allzu langer Zeit wären sie als Science-fiction abgetan worden. |
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