"Braucht China mehr Demokratie?"
Prof. Dr. Hans-Georg Möller analysiert die westliche Forderung
16.6.2008
Prof. Dr. Hans-Georg Möller analysiert in seinem Vortrag die westliche Forderung an die Volksrepublik, sich zu demokratisieren, und stellt dessen Angemessenheit in Frage.
In der westlichen Debatte um das politische System Chinas sind sich Politiker und Kommentatoren in der Forderung nach einer weitergehenden Demokratisierung einig. Doch inwieweit wird man der chinesischen Situation mit dieser Übertragung des westlichen Demokratiemodells auf die Volksrepublik gerecht? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Hans-Georg Möller am kommenden Montag, 16. Juni 2008, um 19 Uhr im Bonner Universitätsclub. Der für seine unkonventionelle Herangehensweise bekannte Philosoph und Sinologe untersucht die westlichen Denkschemata: Schließen sich Demokratie und Totalitarismus notwendig gegenseitig aus? An wen richtet sich die Forderung der Demokratisierung überhaupt? Und was genau wird damit von China gefordert?
Prof. Dr. Hans-Georg Möller ist Professor für Philosophie an der Brock University, St. Catharines, Ontario (Kanada). Er ist Verfasser zahlreicher Standardwerke zum philosophischen Daoismus und beschäftigt sich seit einigen Jahren zunehmend mit zeitgenössischer Gesellschaftstheorie. Zu seinen jüngeren Publikationen zählen: In der Mitte des Kreises. Daoistisches Denken (Frankfurt/Main: Insel, 2001); Daoism Explained (Chicago: Open Court, 2004); The Philosophy of the Daodejing (New York: Columbia University Press, 2006); Luhmann Explained (Chicago: OpenCourt, 2006).
Der Vortrag ist Bestandteil der Ringvorlesung "Facetten Chinas: aktuelle Perspektiven auf Chinas Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft", die in Kooperation mit dem Universitätsclub Bonn sowie dem Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn stattfindet. Die Reihe bildet einen Programmpunkt in dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm "Meeting China – Olympialand kontrovers", mit dem die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und die Bonner Gesellschaft für China-Studien/BGCS noch bis zum 14. Juli 2008 zu einer kontroversen Diskussion über die Volksrepublik und ihre politischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen für die westliche Gesellschaft anregen. Weitere Informationen unter »www.meeting-china.de«
Der Termin auf einen Blick
Montag, 16.06.2008, 19:00
Einlass ab 18:30
Eintritt frei
Universitätsclub Bonn
Konviktstr. 9
53113 Bonn
Im Anschluss findet wegen des EM-Fußballspiels Deutschland – Österreich ausnahmsweise kein Empfang statt.
Pressemitteilung als
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Bonner Gesellschaft für China-Studien e.V.
Martina Bickmann
Regina-Pacis Weg 7
53113 Bonn
Tel +49 (0) 176 23886368
Fax +49 (0) 228 737255
martina.bickmann@bgcs-ev.de
»www.bgcs-ev.de«
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Bundeszentrale für politische Bildung
Raul Gersson
Adenauerallee 86
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